Das Dehner-Lexikon zum Nachlesen: Kleines ABC des Bodens

Herzlich Willkommen beim Dehner-Lexikon. Hier erfahren Sie mehr aus dem Bereich „Fachjargon“ des Gartens. Gerne beraten Sie unsere Mitarbeiter vor Ort, möchten Sie weitere Informationen zum Thema „Boden“ erhalten.

Januar - Das Gartenjahr bei Dehner - Tipps und Tricks für den Monat Januar

Was ist zu verstehen unter?

  • Boden: Oberste Schicht der Erdkruste, die mit Wasser, Luft und Lebewesen durchsetzt ist. Er besteht aus festen anorganischen Mineral- und Gesteinsteilen, organischen Stoffen wie Humus und tierischen bzw. pflanzlichen Organismen.

  • Bodenart: Meist bekannt sind die vier Hauptbodenarten: Sand, Schluff, Ton und Lehm. Die Einteilung in diese Rubriken erfolgt über die sogenannte Korngröße der mineralischen Teilchen. Je nach Bodenart lässt sich der Boden gut bis weniger gut bearbeiten, hält das Wasser und Nährstoffe besser oder schlechter.

  • Bodenanalyse: Sie dient in erster Linie dazu alle relevanten Bodendaten wie: die Bodenart, den Nährstoff- und Kalkgehalt, pH-Wert, Spurennährstoffen sowie Schadstoffe zu bestimmen. Eine zielgerichtete Bodenbearbeitung und Düngeempfehlung ist dadurch möglich.

  • Bodenbearbeitung: Mit einer Bodenbearbeitung soll der Boden ausreichend gelockert, für das Saat- und Pflanzenbeet vorbereitet und u.a. Unkraut bekämpft werden. Verschiedene Gerätschaften stehen hierfür zur Verfügung.

  • Bodenleben/Bodenorganismen: Gesamtheit aller pflanzlichen und tierischen Organismen, die teilweise oder ganz im Boden leben.

  • Bodenprobe: Wird benötigt für eine Bodenanalyse. Sie wird an verschiedenen Stellen im Garten entnommen, um ein repräsentatives Ergebnis zu erzielen.

  • Bodenstruktur: Im Wesentlichen bestimmt die Struktur und Bodenart sowie der Humusgehalt die Bodeneigenschaften. Ein Boden kann feinkrümelig bis grob und damit schlecht zu durchwurzeln sein.

  • Bodenverbesserung: Durch Bodenbearbeitung, Düngung, Kalkung, Humuszuführung (Kompost), Mulchen und/oder Gründüngung kann ein Boden verbessert werden.

  • Bodenverdichtung: Oft entstehen Verdichtungen auf Neubaugrundstücken, die nur schwer zu lockern sind. Baumaschinen & Co. pressen die Bodenschichten zusammen. Vor allem das Ablaufen des Wassers in die unteren Schichten wird dadurch verhindert - Staunässe entsteht.

  • Gartengeräte: Sowohl Handgeräte ohne Stiel (z.B. Handhacke, Handschaufeln- oder Rechen) als auch mit langem (Holz-)Stiel (z.B. Spaten) vereinfachen die Arbeit im Garten. Inzwischen gibt es zahlreiche ergonomisch geformte Gartengeräte, die eine zusätzliche Erleichterung darstellen.

  • Gründüngung: Mittels Gründüngungspflanzen (Pflanzen mit reichem Wurzel- und Blattwerk), erhält der Boden eine Art Bodenkur. Die Bodenstruktur und Fruchtbarkeit nimmt zu und wird verbessert. Leguminosen sind in der Lage Luftstickstoff zu binden und im Boden anzureichern. Einem Unkrautwuchs und Erosionen kann dank der Gründüngung entgegen gewirkt werden.

  • Humus: Mehr oder weniger stark zersetzte organische Substanz, die reich an Nährstoffen ist.

  • Kompost: Besteht aus organischem Material, das gezielt geschichtet wird, um mit dem natürlichen Zersetzungsprozess zu verrotten.

  • Mulchen: Die Bodenoberfläche wird mit organischem, allmählich verrottendem Material abgedeckt. Grundsätzlich sind hierfür alle Materialien aus dem Garten geeignet, die verrotten und sich nicht mehr vermehren. Rindenmulch beispielsweise unterdrückt Unkraut, stellt einen Verdunstungsschutz dar und verbessert die Bedingungen für Bodenlebewesen wie Regenwürmer.

  • pH-Wert: Der Begriff "pH-Wert" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet: Potenz des Wasserstoffs (potentia hydrogenii). Mit dieser Messgröße lässt sich der Säuregrad bzw. – Gehalt des Bodens bestimmen.

  • Samenunkräuter: Im Vergleich zu Wurzelunkräutern breiten sich diese Unkräuter schnell über größere Samenmengen aus. Sie lassen sich vor der Aussamung relativ leicht aus dem Boden ziehen oder stechen und können damit gut in Schach gehalten werden.

  • Wurzelunkräuter: Diese Unkräuter können sich stark über Ihre Speicherorgane (Pfahlwurzeln, Rhizome oder Wurzelausläufer) verbreiten.