Erden & Substrate – Wissen im Überblick 

Was ist der Unterschied zwischen einer Erde und einem Substrat? Welches Substrat brauche ich für welche Pflanzengattung? Gibt es Unterschiede? Und was bedeutet „torfhaltig“ und „torffrei“ in diesem Zusammenhang?

Erde oder Substrat? Das ist hier die Frage...

Im Zusammenhang mit Pflanzen, Garten & Co. ist meist schnell von verschiedenen Erden die Rede. Aus fachlicher Sicht wird unterschieden. Unter Erde, Erdkrume, Erdboden oder Erdreich wird allgemein der oberste, im Regelfall belebte Teil der Erdkruste verstanden. Dieser wird in Fachkreisen auch als Mutterboden bezeichnet. 

Ein Substrat ist praktisch alles, was umgangssprachlich ebenfalls unter Erde bekannt ist. Der Unterschied besteht darin, dass Substrate aus einer großen Anzahl organischen bzw. mineralischen Bestandteilen besteht, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Pflanze wie z. B. Orchideen, Rhododendren ausgelegt sind.

Substrat-Typen: Dehner-Pflanzenerden im Überblick

„Mit der Zeit gehen“, so lautet das Motto. Genau deshalb gibt es bei Dehner die sogenannten Eigenmarken: „Dehner“, „Dehner BIO“, „Dehner GREEN Nature“ und „Dehner PREMIUM“. Sie wurden entwickelt, um den jeweiligen Ansprüchen und Wünschen unterschiedlicher Kulturen gerecht zu werden.

Mit berücksichtigt wurde der Nachhaltigkeits- und Umweltgedanke. Sowohl Nutz- als auch Garten- und Zimmerpflanzen erhalten die Nährstoffe, die sie für eine reiche Ernte oder üppigen Wuchs benötigen.

Die Substrate im Vergleich: 


1. Allround-Erde in Dehnerqualität: Wie gewohnt liefert dieses Substrat alle notwendigen Nährstoffe in organischer und mineralischer Form. Damit versorgen Sie Ihre Pflanzen sowohl kurz- als auch langfristig. Organisches Material wird rasch umgebaut, mineralisches mit der Zeit. Eine Nachdüngung ist je nach Pflanzengattung und Saison nach ca. 6–9 Wochen sinnvoll.

2. Bio-Erde für den Nutzgarten: Bio ist in aller Munde und das mit gutem Gefühl. Dieser Gedanke wurde bei diesem Bio-Substrat berücksichtigt. Es wurden natürliche Stoffe verwendet, die eine Pflanzenkultur hochwertiger Nahrungsmittel optimal erfüllt. Dieses Substrat besteht hauptsächlich aus biologischem Kompost, Rindenhumus und Holzfasern sowie eine auf die Pflanzen abgestimmte Düngung. Dadurch werden die Bedürfnisse der Nutzpflanzen aus dem Obst- und Gemüsebereich optimal erfüllt.

3. Green Nature – Garten-Erde: Hier schließt sich der Kreis wieder. Zur Produktion wurden rein natürliche und vegane Rohstoffe verwendet. Auf Grund ihrer auserlesenen Inhaltsstoffe hebt sie sich nochmals von allen übrigen torffreien Erden ab.

4. Premium für den Innen- und Außenbereich: Dank ihrer herausragenden Struktur sowie schnellen Wasserspeicherfähigkeit punktet diese Erde v. a. bei Zimmerpflanzen. Auf Grund ihres hohen Düngergehaltes ist sie für alle Pflanzen mit besonderen Ansprüchen geeignet.

Torffrei oder torfhaltig – der Nachhaltigkeitsgedanke


Tatsächlich steckt Torf in vielen Produkten. So enthalten Presstöpfe für die Anzucht oder die Wurzelballen der meisten Pflanzen Torf.
Viele Benefits des Torfs sprechen aus gartenbaulicher Sicht zunächst für ihn. Er ist strukturstabil, verleiht den Pflanzen perfekten Halt und speichert Wasser schnell und zuverlässig, um es anschließend wieder an die Pflanzen abzugeben. Auch weist er ein passendes und einheitliches Porenvolumen auf. Pflanzenwurzeln werden optimal mit Sauerstoff versorgt. Da Torf kaum Nährstoffe enthält, kann er simpel durch eine gezielte Aufdüngung oder Kalkung an die jeweiligen pH- und Nährstoffansprüche angepasst werden.

Für den Nachhaltigkeitsgedanken spricht hingegen der Verzicht auf Torf. Seit den 70ern ist die Entwässerung der Moore verboten. Seit dieser Zeit ist die Bedeutung des Moores bzw. Hochmoores bekannt. Sie dienen Tieren und Pflanzen als Lebensraum und leisten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. CO2 wird langfristig gebunden. Wird das Moor zum Abbau des wertvollen Torfs entwässert, entweicht das Gas und trägt zur Erderwärmung bei. Nicht zu vergessen, dass es 1000 Jahre dauert, bis ein Meter Torf gebildet wurde.

Ersatzstoffe wie: Grünkompost, Rindenhumus, Kokosprodukte, Perlite und Blähton sollen möglichst schnell den Platz des Torfs einnehmen. Keiner dieser potenziellen Begleitstoffe kann jedoch allein verwendet werden und aktuell komplett die genannten Eigenschaften ersetzen. Hinzu kommen bei Importen wie der Kokosprodukte soziale und Umweltschutzaspekte, die berücksichtigt werden müssen.

Die Entwicklung torffreier Substrate läuft auf Hochtouren. Ein entsprechend RPP- zertifiziertes (Responsibly Produced Peat) Substrat erhalten Sie bei Dehner. Dies bedeutet diese "Erden" wurden ressourcen- und klimaschonend produziert – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und gemäß dem Wunsch von Dehner.

Wussten Sie schon? Torffreie Erden sind bzgl. ihrer Haptik sowie Eigenschaft zwar ähnlich torfhaltiger bzw. torfreduzierter Erden – "ähnlich" bedeutet jedoch nicht gleich. Pflanzen in einer torffreien Erde müssen häufiger gegossen und gedüngt werden als Pflanzen in torfhaltigen Substraten.

Torffreie Erden

... für Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Spezialerden – da machen sie Sinn

Braucht es dann überhaupt spezielle Substrate oder reicht nicht eines für alle Belange? Grundsätzlich lässt sich vieles mit sogenannten Universalerden abdecken. Bei Pflanzen, die besondere Anforderungen stellen, bieten sich jedoch Spezialerden an. 

Diese Pflanzen beispielsweise brauchen eine bestimmte „Erde“:

  • Sämlinge: Bei der Anzucht von Pflanzen ist die sogenannte Anzuchterde zu empfehlen. Sie ist nährstoffarm und sehr durchlässig damit die Jungpflanzen gut anwachsen und nicht faulen. 
  • Sukkulenten/Kakteen: Sie bevorzugen eher trockene statt feuchter Verhältnisse. Eine sehr durchlässige, mineralische Erde ist hier empfehlenswert.
  • Orchideen: Häufig wachsen sie in den Tropen auf Bäumen als Aufsitzerpflanzen mit Luftwurzeln. Um ihrer natürlichen Umgebung möglichst nahezukommen, bietet sich ein Rinden-Substrat in Kombi mit Kokosfaser, Blähton, Perlit oder Kork an. Es ist locker, lässt Wasser gut abfließen und ist nährstoffarm.  
  • Rhododendren, Hortensien und fleischfressende Pflanzen: Alle drei brauchen einen sauren Boden und damit ein Spezialsubstrat, um sich entwickeln zu können. Bzgl. der Substratstruktur stellen sie ebenfalls verschiedene Ansprüche. Eine gröbere Struktur wie es die Fleischfressenden Pflanzen bevorzugen, bietet mehr Sauerstoff im Wurzelbereich. 

Kompost: Erden selber herstellen

Möchten Sie Ihre eigene Erde für den Garten gewinnen, bieten sich die unterschiedlichen Varianten des Kompostierens an. Ob Haufenkomposter, Thermokomposter etc., sie alle liefern nach entsprechender Zeit Humus für das grüne Zimmer.

Gartenabfälle wie Grünschnittgut, Holzhäcksel etc. sowie Küchenabfälle bleiben so im Kreislauf der Natur und versorgen Ihre Gartenbewohner mit wertvollen Nährstoffen. Genaueres dazu erfahren Sie in unserem Kompost-Ratgeber.

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