Hauswurz: Pflegeleichte Sukkulente für Garten & Co.

Die Hauswurz (bot. Sempervivum) ist eine faszinierende und pflegeleichte Sukkulente, die in vielen Gärten und sogar auf Dächern zu finden ist. Mit ihren rosettenförmigen Blättern und ihrem unkomplizierten Charakter erfreut sie sich großer Beliebtheit. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über den Standort, die Pflanzung, Düngung, Pflege und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der robusten Pflanze.

Hauswurz unter die Lupe genommen

Die Bezeichnung "Hauswurz" weist vermutlich auf die historische Verwendung der Pflanze hin. Tatsächlich leitet sich der Name vom mittelhochdeutschen Begriff "hûswurz" ab, wobei "hûs" für "Haus" und "wurz" für "Pflanze" oder "Kraut" steht. Sie wurde seit eh und je in Hausnähe, oft zur Dachbegrünung oder auf Mauern und Dächern in Europa und anderen Teilen der Welt gepflanzt. Im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon soll sie Schutz und Glück bringen z. B. gegenüber Blitzschlag und Feuer.

Es gibt Hunderte Hauswurz-Arten und -Sorten, die sich in Größe, Farbe und Blattmuster unterscheiden. Obwohl die Hauptattraktion der Hauswurz oft die Blattrosetten sind, bilden die Pflanzen auch auffällige, sternförmige Blütenstände. Diese Blüten können in verschiedenen Farben von Weiß über Rosa bis Rot erscheinen und sind eine zusätzliche Zierde. 

Besonders typisch für die Hauswurz ist die Bildung von dichten, symmetrischen Rosetten aus fleischigen Blättern. Die Rosetten sind oft in verschiedenen Grüntönen wie auch Rot bis Burgunda gefärbt. Im Laufe der Jahreszeiten können sie ihre Farbe ändern.

Standort und Pflanzung der Sempervivum

Der richtige Platz: Die Hauswurz gedeiht am besten an sonnigen Standorten. Wichtig ist, dass der Boden gut durchlässig ist, um Staunässe und damit Wurzelschäden zu vermeiden. Gut geeignet sind Kakteen- oder Sukkulentensubstrate. Sie enthalten weniger organische Bestandteile und mehr mineralische Substanzen, die den Bedürfnissen der Sempervivum entgegenkommen. 

Perfekt gepflanzt: Die Pflanzung der Hauswurz ist einfach. Sie wird in ein flaches Loch gesetzt, das ein wenig größer ist als der Wurzelballen der Pflanze. Nach dem Setzen wird die Erde leicht angedrückt. Der Wurzelhals, die Stelle, an der die Blätter aus dem Boden wachsen, sollte nicht mit Erde bedeckt sein, da dies Fäulnis verursachen kann. Damit sich die Pflanze gut etablieren kann, wird sie direkt nach der Pflanzung bewässert.

Wussten Sie schon? Die Hauswurz kann sowohl direkt in den Boden als auch z. B. auf Ziegel gesetzt werden oder in Körben und anderen ausgefallene Behältern ihren Platz finden. Viel Erdreich benötigt die Pflanze nämlich nicht, um prächtig zu wachsen und zu gedeihen. Lediglich überschüssiges Wasser muss abfließen können wie durch Drainagelöcher etc. 

Die passende Pflege für prächtigen Wuchs


Generell zählt die Hauswurz zu den pflegeleichten und sehr anpassungsfähigen Stauden. Mit ihrem polsterbildenden und immergrünen Erscheinungsbild zieht sie alle Blicke auf sich. Bei passender Pflege bilden sich rasch neue Rosetten, die kleine Flächen herrlich decken können. Was gilt es bei der Mini-Pflege zu berücksichtigen?

Gießen

  • Hauswurz ist sehr trockenheitstolerant und verträgt keine übermäßige Feuchtigkeit
  • Im Allgemeinen ist es besser, sie zu unterbewässern als zu übergießen

Düngen

  • Die Hauswurz bevorzugt nährstoffarme Böden und benötigt keine regelmäßigen Düngergaben
  • Eine sparsame Dünung im Frühjahr mit z. B. Kakteendünger unterstützt den Wuchs

Winter­schutz

  • Die Pflanze ist winterhart und kann kalte Temperaturen gut vertragen
  • Auch wenn sie die Kälteperiode für einen gesunden Austrieb benötigt – vor starken Frösten kann sie mit Abdeckungen geschützt werden

Sonstiges

  • Werden abgestorbene oder vertrocknete Blätter und Blüten entfernt, fördert dies das Wachstum neuer Rosetten
  • Hauswurz bildet Ableger (Tochterrosetten), die Sie neu pflanzen können

Ideal mit Hauswurz zu kombinieren...

... sind Steingartenstauden mit ähnlichen Ansprüchen

Verwendung der dekorativen Pflanzen

Die tollen Eigenschaften der Hauswurz machen sie fast zu einem Allrounder mit verschiedensten Verwendungsmöglichkeiten. Im Kleinen wie auch Großen findet sich ein Platz für sie. Besonders punkten kann die Pflanze in diesen Bereichen:

  • Dachbegrünung: Häufig werden Hauswurz-Pflanzen auf Dächern z. B. von Garagen oder sogar Müllhäuschen gepflanzt, um sie zu begrünen und die Dächer vor Witterungseinflüssen zu schützen.
  • Steingärten: Sie sind eine ausgezeichnete Ergänzung für Steingärten, da sie gut in den Fugen von Steinen wachsen und einen natürlichen Look schaffen.
  • Terrarien & Sukkulentengärten: Hauswurz sind auch auf Grund ihrer Anspruchslosigkeit beliebte Sukkulenten für Terrarien, Miniaturgärten und Sukkulentengärten.
  • Bodendecker: Dank ihrer dichten Rosetten und der Fähigkeit, sich auszubreiten, eignen sich Hauswurz-Pflanzen gut als Bodendecker, um leere Flächen im Garten zu bedecken und den Unkrautwuchs zu unterdrücken.
  • Dekoration: Die robusten Blätter und Rosetten der Hauswurz eignen sich gut für Dekorationen, wie z. B. für Gestecke oder zum Basteln von Kränzen.
  • Zimmerpflanze: Auch im Haus, kann die Sukkulente ihren Platz finden. Die Süd- oder Westfensterbank ist z.B. ein guter Standort für die Sempervivum.

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