Ziergräser - Filigrane Leichtigkeit für den Garten

In jedem noch so kleinen Garten findet sich ein Platz für Gräser. Ob ausgepflanzt in Beeten, als Bodendecker im Steingarten oder in Schalen und Töpfen - überall machen die Büschel eine gute Figur. Gräser mit unterschiedlichen Wuchshöhen und Farben bringen Bewegung ins Spiel.

Malerisches Gestaltungselement

Wer hat behauptet, dass Gräser langweilig sind? Sie gehen mit einer eindrucksvollen Farbpalette an den Start. Egal ob bunt gestreift oder einfarbig, Ziergräser passen in jeden Garten. Die einen bilden niedrige Polster wie Bubiköpfe, die anderen mausern sich zu grünen Sichtschutz-Wänden. Wenn sie blühen, zeigen sich Sterne, Bürsten, Rispen oder haarige Wedel.
Der Gestaltung mit Gräsern sind kaum Grenzen gesetzt. Sie passen als Strukturpflanzen in bunte Staudenbeete, unterstreichen Ton-in-Ton-Pflanzungen oder säumen als einfarbige Rahmen Beete und Wege. Naturnahe Gärten kommen ebenso wie modern-formale kaum ohne sie aus.

Welches Ziergras darf es sein?



Frühe Gräser / Cold-Season-Gräser Späte Gräser / Warm-Season-Gräser
immergrün / wintergrün sommergrün
kleinbleibende Sorten größere Sorten in bunten Farben
Austrieb: Frühling Austrieb: ab Mai
Blüte: Frühling Blüte: Spätsommer
z. B.: Schwingel, Seggen, Mahagonigras z. B.: Japanisches Blutgras, Lampenputzergras, Chinaschilf

Pflanz- und Pflegetipps

Pflanz- und Pflegetipps
  • Setzen Sie die pflegeleichten Gräser ab Ende März in einen nährstoffarmen Boden. Grundsätzlich freuen sich die Pflanzen über einen lockeren, durchlässigen Boden und vertragen keine Staunässe. Waldstauden bevorzugen eine Mischung aus Erde und vorkompostiertem Laub. Steppengräser werden besser auf einen erdigen, mit Sand abgemagerten Boden gesetzt.
  • Pflanzen Sie die Gräser mit genügend Abstand ein. Der Mindestabstand sollte so groß wie die endgültige Wuchshöhe der Pflanze sein.
  • Gießen Sie die Gräser im ersten Jahr regelmäßig. Später brauchen die Pflanzen nur selten zusätzliches Wasser.
  • Gräser brauchen in der Regel keine zusätzlichen Nährstoffe, da sie bei zu viel Dünger umkippen können. Es empfiehlt sich, nur einmal im Jahr sparsam Dünger oder Kompost rund um Ihre Ziergräser zu verteilen.

Den passenden Standort zu finden ist nicht schwer

Auch der Rückschnitt ist bei Gräsern kein Hexenwerk

  • Sommergrüne Gräser werden im zeitigen Frühjahr geschnitten. Der Schnitt erfolgt büschelweise mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere. Danach sollte das Gras noch etwa 10-20 cm hoch sein.
  • Immergrüne Gräser werden gar nicht zurückgeschnitten. Es reicht aus, wenn Sie abgestorbene Halme herausziehen. 
  • Wir empfehlen Ihnen, beim Umgang mit Gräsern Handschuhe zu tragen, da die Grashalme ansonsten Schnittverletzungen verursachen können.

Geschützt vor neugierigen Blicken

Wer nicht unbedingt ganzjährig einen Sichtschutz benötigt, sondern zu Beginn des Jahres auf diesen verzichten kann, der hat die Möglichkeit aus der Vielfalt an Gräsern zu wählen. Gut geeignet sind solche, die mindestens 150 cm erreichen. Vor allem das Chinaschilf erfreut sich dank seiner Wuchshöhe zunehmender Beliebtheit.

Gerade im Sommer, wenn Sie beispielsweise auf der Terrasse Kaffee und Kuchen genießen oder es sich zum Sonnenbaden auf Ihrem Liegestuhl bequem gemacht haben, ist ein Gräser-Sichtschutz ideal.

Lassen Sie Ihre Gräser über den Winter stehen. Die meisten bieten einen prächtigen Anblick auch während der Wintermonate. Frost, Raureif und Schnee sorgen für anmutende Gestalten, die die sonst eher tristen Gartenräume gekonnt in Szene setzen.
Nicht zu verachten ist der 
Unterschlupf, den Gräser Tieren und Insekten bieten. Binden Sie höherwüchsige Gräser einfach zusammen, um ein Auseinanderfallen zu vermeiden. Umwickeln Sie Gräser, die in Kübeln stehen mit einem Juteband/-tuch. Wichtig ist hierbei vor allem der Topf, denn hier greift der Frost am ehesten an.
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