Kakteen – unsere stacheligen Freunde

Ein Pflanzen-Trend nach dem anderen erfreut das Gärtnerherz – auch die Kakteen rücken wieder ins Rampenlicht. Den Staub des etwas altbackenen Images haben die bestechenden Schönheiten längst abgeschüttelt. Inzwischen erobern sie sogar T-Shirts, Kissen und zeigen sich als Porzellan-Figuren auf Sideboard & Co. Nichts von alledem möchte der echten Pflanze Konkurrenz bereiten, sondern sie in ihrem Auftritt unterstreichen.

Kaktus richtig pflegen

Kaktus richtig pflegen
Kakteen gehören zu den Pflegeleichten, sie lassen keine Blätter fallen, bleiben ihrer Schönheit treu und wachsen eher langsam. Die Pflege variiert je nach Art. Allgemein lieben es die ursprünglich in den trockenen Regionen Nord-, Mittel- und Südamerikas beheimateten Kakteen eher warm und hell. Ein Plätzchen, an dem die Pflanze zwar viele Stunden mit Licht versorgt, jedoch nicht der heißen Mittagssonne ausgesetzt ist, eignet sich ideal. Bestenfalls drehen Sie den Kaktus in regelmäßigen Abständen, so dass die Pflanze nicht einseitig in Richtung des Lichtes wächst.

Während der Sommermonate freuen sich viele Arten über einen Standort im Freien. Winterharte Kakteenarten können mit dem passenden Winterschutz auch noch länger Frischluft schnuppern. Die meisten Kakteen werden allerdings als Zimmerpflanzen gehalten und überwintern im Haus.

Ein Kaktus wird selten gegossen, denn Kakteen zählen zu den Sukkulenten und können Wasser in ihrem Gewebe speichern. Am besten ist es, die Kakteengewächse einmal durchdringend zu gießen und das Substrat anschließend austrocknen zu lassen. Staunässe gilt es unbedingt zu vermeiden. Im Frühjahr und Herbst genügend es meist, den Kaktus einmal im Monat zu gießen. Im Sommer freut sich Ihre Zimmerpflanze alle zwei Wochen über Wasser. Auch bezüglich des Nährstoffbedarfs ist ein Kaktus genügsam. Meist reicht eine Düngergabe pro Monat – mit einem speziellen Dünger für Kakteen.

Wussten Sie schon? Viele Kakteenarten benötigen eine Winterruhe von Oktober bis März für die Blütenbildung. Es empfiehlt sich, die Pflanzen in ein helles Winterquartier bei Temperaturen von 8–15 °C zu bringen. Es genügt den Kakteen alle 3–4 Wochen Wasser zu geben. Eine ausreichende Nährstoffzufuhr in der vorangegangenen Saison ist von Vorteil, da so Reserven für die Bildung von Blüten einlagert werden können. Sollte der Kaktus dennoch nicht blühen, kann es am Alter liegen. Manche Arten blühen bereits nach zwei Jahren, andere benötigen mehr als zehn Jahre bis sich ihre ersten Blüten bilden.

Kaktus umtopfen

Wächst Ihre Zimmerpflanze langsam, aber sicher über ihren Topf hinaus, droht dieser umzukippen oder sind in der Kakteenerde nicht mehr genügend Nährstoffe vorhanden, wird es Zeit, den Kaktus umzutopfen.

Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen des Kaktus ist im Frühjahr zwischen März und Mai. Wählen Sie einen Topf, der etwas größer ist, als der aktuelle Topf ihrer Pflanze und mit Drainagelöchern ausgestattet ist. Diesen bereiten Sie mit Kakteenerde vor. Um den Kaktus aus dem alten Topf zu entfernen, drehen Sie diesen vorsichtig um und klopfen leicht gegen den Boden. Steckt er zu fest in der Erde, können Sie mit einem Messer am Rand des Topfes entlang schneiden, um die Pflanze zu befreien. Gerade bei Kakteen empfiehlt es sich aufgrund ihrer Dornen Schutz-Handschuhe zu tragen und eine Holzzange zum Halten der stachligen Freunde zu nutzen.

Bevor Sie den Kaktus umtopfen, entfernen Sie die Erde von der Pflanze und schneiden kaputte oder faulige Wurzeln mit einem sauberen Messer ab. Nun darf die Zimmerpflanze in den mit Kakteenerde befüllten Topf. Achten Sie darauf, den Kaktus nicht tiefer als zuvor zu setzen und füllen Sie anschließend die Zwischenräume auf. Nach dem Umtopfen müssen sich die Wurzeln der Pflanze erholen, Wasser gibt es deshalb erst wieder nach einer Woche.

Schöner Blickfang im Topf

Schicke Pflanzgefäßen für Sukkulenten und Kakteen

Pflanzentrend – Kaktus

Kakteen lassen sich sehr wirkungsvoll in Szene setzen. Besonders schön ist eine Kombination mit Sukkulenten oder anderen trockenheitsresistenten Pflanzen. So wird eine Schale, bepflanzt mit verschiedenen Sukkulenten und Kakteenarten unterschiedlicher Größe und Formen zum Highlight auf dem Fensterbrett. Auch ein Steingarten, geschmückt mit Trockenpflanzen und Kakteen, versprüht einen einzigartig natürlichen Look. Für einen außergewöhnlichen Hingucker entscheiden Sie sich für Arten mit hängendem Wuchs und platzieren diese in Hängekörben. So schaffen Sie einen vertikalen Garten im Wohnzimmer.

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