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Hibiskus – Blütenmeer für die Seele

Als exotische Schönheit sorgt der Hibiskus für ein tropisches Flair und bringt Urlaubsfeeling in unser Zuhause – drinnen wie draußen. Doch nicht nur uns zieht die Pflanze mit ihren prachtvollen, duftenden Blüten in ihren Bann, auch zahlreiche Hummeln, Bienen sowie nützliche Insekten werden von dem Malvengewächs angelockt.

Wissenswertes rund um den Hibiskus

Aloha! Beim Betrachten der wunderschönen Hibiskus-Blüten assoziiert man unweigerlich die Trauminsel Hawaii, Urlaub, Sommer, Sonne, Meer & Co. Als ob die ungefüllten wie auch gefüllten Blüten des Hibiskus genau dies wollen würden – strahlen sie in schickem Gelb, Hell- und Dunkelblau, Lila, sanftem Rosa oder Blutrot um die Wette. Einmal dem Eibisch, wie der Hibiskus umgangssprachlich auch gern genannt wird, verfallen... immer verfallen! Ursprünglich stammt die Pflanzengattung Hibiskus (Hibiscus) aus Asien. 

Der aus Fernost angereiste Hibiskus gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und ist inzwischen in allen tropischen und subtropischen Regionen der Welt "beheimatet". Zur Pflanzengattung Hibiskus oder Eibisch zählen ca. 200 Arten, die je nach Sorte ein- und mehrjähriger den Eibischfreund entzücken. Mit seinem Repertoire kann er sowohl den Indoor- als auch Outdoorbereich abdecken. So fühlt er sich je nach Art im Übertopf auf der Fensterbank, im Pflanzgefäß z. B. auf der Terrasse wie auch eingepflanzt im Gartenboden wohl. 

Für eine Auspflanzung im Garten kommen hierzulande nur winterharte Arten wie der Garten-, Stauden- oder Straucheibisch in Frage. Der Habitus der Malvengewächse hat ebenfalls einiges zu bieten. Die Pflanzen wachsen sowohl krautig, in Form eines Halbstrauchs, Strauchs oder sogar Baumes.

Die gängigsten Arten – In- & Outdoor

Zimmer­hibiskus

  • Mit opulenter Blüte lockt der Zimmergast (H. rosa-sinensis) von April bis in den November an die Fensterbank.
  • Die Sommermonae kann er auf der Terrasse genießen. Ausgepflanzt ist diese Art winterhart und treibt im späten Frühjahr erneut aus.

Garten­eibisch

  • Der wohl beliebteste Hibiskus (H. syriacus) hübscht sich von Juli bis September blütenreich auf.
  • Je nach Sorte schafft er es auf eine Höhe von ca. 2 m und deckt auch in kleinen Gärten gekonnt Flächen von 1,5–2 m ab.

Rosen­eibisch

  • Die Blütengröße (bis 30 cm) und Robustheit des mehrjährigen Exoten (H. moscheutos) punktet bei jedem Eibisch-Fan. 
  • Die Balkon-, Garten- oder Terrassenpflanze erreicht bis zu 1,5 m und liebt es sonnig bis halbschattig. 

Gefüllte Blüte

  • Hibiskus-Sorten mit ungefüllten Blüten entzücken neben dem Gärtnerherz auch die Insektenwelt.
  • Die Blüten der gefüllten Hibiskus-Varianten haben dafür einen einzigartigen Charme und Liebreiz.

Wohlfühlort Innen wie Außen

Im Innen- & Terrassenbereich

Auch die als Zimmerpflanzen kultivierten Arten freuen sich über einen ganzjährig hellen Platz ohne pralle Mittagssonne. Ihr Zimmerhibiskus schätzt eine Luftfeuchtigkeit von 60 %. Eine wassergefüllte Schale im Zimmer, tägliches Sprühen oder ein Zimmerbrunnen können helfen. Im Sommer darf der Zimmerhibiskus an einen geschützten Ort im Freien ziehen und den Balkon oder die Terrasse mit seinen Blüten schmücken.


Im Außenbereich

Der Gartenhibiskus, auch Strauch-Eibisch genannt, fühlt sich an einem vollsonnigen, geschützten Standort wohl. Hier wird die Pflanze auf einen gut durchlässigen, mäßig trockenen Boden mit einer nährstoffreichen Erde gepflanzt. Besonders sandig-lehmige Böden kommen dem auf Staunässe empfindlich reagierendem Hibiskus zu Gute.

Wussten Sie schon? Nach Möglichkeit sollten Sie Ihren Hibiskus nur im Frühjahr in den Garten pflanzen. So hat die Pflanze genügend Zeit, bis zum ersten Winter gut einzuwurzeln. Achten Sie darauf, dass das Pflanzloch doppelt so groß wie der Wurzelballen ist und reichern Sie den Bodenaushub mit etwas nährendem, ausgereiftem oder abgelagertem Kompost an. Eine zusätzliche Mulchschicht schützt den Wurzelbereich.

Gute Pflege für den Eibisch

  • Gießen: Besonders während der Blütezeit ist der Roseneibisch wie auch Zimmerhibiskus sehr durstig. Gießen Sie die Pflanze in dieser Zeit (an trockenen Tagen) deshalb täglich. Der Gartenhibiskus freut sich je nach Niederschlag und Temperatur einmal pro Woche über Wassernachschub. 

  • Düngen: Damit Ihr Hibiskus den Garten oder die Terrasse mit imposanten Blüten schmückt, benötigt er eine regelmäßige Nährstoffzufuhr. Versorgen Sie die Pflanze direkt bei der Pflanzung im Frühjahr mit reifem Kompost oder organischem Langzeitdünger. Ein bereits gepflanzter Hibiskus oder Zimmerhibiskus freut sich von März bis September über wöchentliche Düngergaben.

  • Schneiden: Um die Pflanze in Form zu bringen und die Verzweigung anzuregen, können die vorjährigen Triebe des Gartenhibiskus im Frühjahr auf etwa fünf Blattknoten eingekürzt werden. Auch beim Roseneibisch wird im Frühjahr zur Schere gegriffen. Durch das Einkürzen vorjähriger Triebe wird das Malvengewächs ausgelichtet und geformt.

Hibiskus überwintern

Hibiskus-Arten, die nicht winterhart sind und im Kübel z. B. auf der Terrasse stehen, müssen im Herbst in ein geeignetes Winterquartier umziehen. Ein heller Standort mit Temperaturen von 16–18 °C ist optimal als Winterquartier geeignet. Kontrollieren Sie die Pflanze vor dem Einwintern auf Schädlinge und entfernen abgestorbene und welke Pflanzenteile. Wird die Pflanze nun noch mäßig gegossen und ab dem Frühjahr alle zwei Wochen mit Flüssigdünger versorgt, steht einer erfolgreichen Überwinterung nichts mehr im Wege. Ab Mai darf der Hibiskus wieder ins Freie.

Winterharte Arten im Topf werden ab dem Herbst nah an eine geschützte Hauswand gestellt und auf einer isolierenden Unterlage aus Holz oder Styropor platziert. Laub, Reisig oder Tannenzweige rund um den Wurzelballen sowie ein um den Hibiskus gewickeltes Vlies schützen zusätzlich vor Minusgraden.

Während der Überwinterung wird die Pflanze an frostfreien Tagen gegossen. Die meisten Arten des Garten-Eibisches sind winterhart. Nichtsdestotrotz schützt eine Mulchschicht aus Laub und Reisig im Wurzelbereich sowie ein Vlies vor zu starkem Zurückfrieren.
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