Wildvögel füttern - aber richtig

Wildvögel füttern - aber richtig
Tischlein-deck-dich für Meise, Amsel & Co. Die Spatzen pfeifen es laut von den Dächern, was Wissenschaftler herausgefunden haben: Ganzjahresfütterung ist wichtiger denn je und hilft dabei, unsere Vogelwelt in all ihrer Vielfalt zu bewahren.

Ganzjahresfütterung trägt zur Arterhaltung bei

Ganzjahresfütterung trägt zur Arterhaltung bei
Für unsere gefiederten Freunde ist das Futter in unserer Kulturlandschaft das ganze Jahr über knapp: Samen von Wildkräutern wachsen nur noch in schmalen Streifen am Ackerrand und Wiesenpflanzen werden vor der Fruchtbildung abgemäht. Insekten, die für die Jungvogelaufzucht unerlässlich sind, finden keinen Wildblütennektar mehr, so dass die Insektenpopulation in Deutschland in den vergangen Jahren um 30 % gesunken ist.

Die Anzahl der Wildvögel ist deshalb in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen. Denn vor allem die Brutzeit ist für die Piepmätze mit Schwerstarbeit verbunden. Singen um ein Weibchen anzulocken, ein Nest bauen, Eier legen und Junge aufziehen - das kostet viel Energie. 

Was Sie tun können, um die fleißigen Vögelchen zu unterstützen? Bieten Sie in Ihrem Garten oder auf dem Balkon ganzjährig nahrhaftes Vogelfutter an. Die Futterstelle wird stets gut besucht sein und Sie können sich am eifrigen Picken der gefiederten Gesellen erfreuen.

Tipps vom Experten

Wildvögel sollten das ganze Jahr über gefüttert werden. Warum? In unserem Video gibt Ihnen der Ornitologe Prof. Dr. Berthold wertvolle Tipps.

Welches Vogelfutter darf es sein?



Körner-/Streufutter


  • hoher Anteil an Sonnenblumenkernen, Erdnüssen und Körnern
  • ideal für Körnerfresser mit breiten, kräftigen Schnäbeln wie Finken und Sperlinge
  • beliebt auch bei Gemischtköstlern wie Meisen



Reines Fettfutter


  • aus Rindertalg, mit Körnern und Saaten
  • ideal für Weichfresser mit spitzen Schnäbeln wie Rotkehlchen, Amseln, Stare und Zaunkönige



Fett-/Mischfutter


  • mit Haferflocken und Fett
  • hoher Nährwert und Ölgehalt
  • ideal für Körner- und Weichfresser wie Sperlinge, Amseln und Rotkehlchen
Dehner-Tipp: Tischabfälle, Speisereste, Brot- und Kuchenstücke, Braten, Wurst, Käse, Butter, Margarine, Kartoffeln und Quark sollten nicht als Vogelfutter angeboten werden, da entweder die Zusatzstoffe wie Gewürze oder Farbstoffe etc. nicht für den Vogelmagen geeignet sind oder das Ganze zu schnell verrottet. 

Vogelhaus oder Futterspender - das ist hier die Frage


Um Ihren gefiederten Gästen das ganze Jahr über schmackhaftes Vogelfutter anbieten zu können, brauchen Sie eine geeignete Futterstelle. Darin sind die Leckereien gut geschützt vor Wind und Wetter und die Vögel können sicher vor Fressfeinden speisen.



Vogelhäuser


  • Größe mindestens ca. 40x40 cm
  • mit schützendem Dach gegen Regen, Schnee und Sonne
  • katzensicher circa 1,5 m über dem Boden anzubringen



Futterspender


  • je nach Auslassgröße ideal für versch. Sämereien
  • unbedingt mit seitlich herausstehenden Sitzmöglichkeiten

Der richtige Platz ist entscheidend

Der richtige Platz ist entscheidend
Egal, ob Sie sich für ein Vogelhaus oder einen Futterspender entscheiden: Damit sich die Besucher in Ihrem Garten oder auf dem Balkon wohlfühlen, sollten Sie einige Grundregeln für den Standort beachten:

  • Ruhiger Ort: abseits von stark befahrenen Straßen, nicht in Fensternähe wegen Verletzungsgefahr beim Anflug 
  • Nah an Bäumen und Büschen: haben Zuleitungsfunktion und bieten Versteckmöglichkeiten
  • Aussicht auf Umgebung: freier Blick auf drohende Gefahren wie sich anschleichende Katzen
  • Keine Vegetation unter der Futterstelle: So können sich keine Feinde verstecken und herunter gefallenes problemlos vom Boden aufgepickt werden.
  • Genügend Abstand zum Erdboden: katzensichere Höhe, circa 1,5 m
  • Mehrere Futterstellen: zur Vermeidung von Konkurrenz, mit unterschiedlichem Futter bestückbar 
  • Das Plus an Komfort: Trink- und Bademöglichkeiten, Sandbadestelle
Dehner-Tipp: Hygiene am Futterhaus - Am besten täglich kleine Futtermengen und altes Futter regelmäßig entfernen. Die Reinigung kann durch Einlegepapiere oder Einsätze erleichtert werden. Etwa einmal in der Woche das Futterhaus auskratzen oder auswaschen. Bitte keine Desinfektions- oder Reinigungsmittel verwenden.
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