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Singsittiche

Steckbrief Singsittiche
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Gattung: Psephotus haematonotus
Ursprungsgebiet: Australien
Größe: 27–31 cm
Verhalten: sehr sozial, Paarhaltung
Alter: 11–15 Jahre
Futter: Hirsesaaten, Glanz-, Kardi- und Negersaaten, Leinsamen, Weizen, Hafer, Buchweizen, Frischfutter in Form von Kräutern, Beeren, Obst und Gemüse, Mineralstoffmischung, feinkörniger Mineralstein sowie Vogelgrit
Besonderheiten: Ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus – Hahn und Henne unterscheiden sich im Aussehen

Wissenswertes

Singsittiche sind im weitentfernten Australien beheimatet und leben dort in offenen Landschaften mit Baumgruppen. Die Vögel sind mittelgroß und schlank und besitzen lange gestufte Schwänze. Im Normalfall begeistern die Papageien mit einem unaufdringlichen Gesang. Geht es jedoch um die Verteidigung ihrer Bruthöhle, geben Singsittiche durchaus auch schrille Schreie von sich.

Zur Gattung Singsittich zählen die Arten Goldschultersittich, Hooded-Sittich, Singsittich, Paradiessittich sowie der Vielfarbensittich. In der Heimtierhaltung sind jedoch größtenteils der Sing- und Vielfarbensittich zu finden.

Verhalten

Verhalten

Die paarweise in Gruppen zusammenlebenden Vögel sind Höhlenbrüter. Nachdem ausschließlich das Weibchen brütet, schlüpft nach ca. 19 Tagen die Brut. Nach einem Monat verlassen die Jungvögel dann das Nest, werden aber noch für kurze Zeit von den Elterntieren betreut.

Singsittiche sind sehr soziale Tiere, die mit ihren Artgenossen eine ausgiebige Gefiederpflege betreiben. Doch damit nicht genug: Die reinlichen Vögel besitzen zudem ein großes Badebedürfnis – so wundert es auch nicht, dass den Tieren selbst eine starke Beregnung nichts ausmacht.

Haltung

Wie auch in der Natur fühlen sich Singsittiche bei Ihnen Zuhause nur als gegengeschlechtliches Paar wohl. Für die Innenhaltung von bis zu drei Pärchen empfiehlt der Tierschutzbund eine Voliere mit einer 300 x 100 cm großen Grundfläche und einer Höhe von 200 cm. Auf dem täglichen Programm steht zudem ein mindestens einstündiger Freiflug, dessen Länge durchaus auf Wunsch der Vögel verlängert werden kann.

Kann das Bedürfnis der Singsittiche nach Freiflug nicht erfüllt werden, wünschen sich die Tiere einen freien Flugraum. Die optimale Größe für drei Vogelpaare entspricht laut dem Tierschutzbund mindestens 8 m³ mit einer 4 m² großen Grundfläche und ein bis zwei blickdichten Volierenseiten.

Finden die Vögel in einer ganzjährigen Außenhaltung Platz, brauchen die Tiere einen 100 x 50 x 100 cm großen frostfreien Schutzraum. Gestalten Sie diesen hell genug und statten Sie ihn in der Dämmerung mit einer Beleuchtung aus. Das groß gestaltete Einflugloch wird in der Mitte der Voliere platziert – so trauen sich auch ängstlichere Vögel in den Schutzraum zu fliegen.

Einrichtung & Zubehör

Statten Sie das Zuhause Ihrer Singsittiche mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten aus – von Ästen über Zweigen bis hin zu Sitzstangen in verschiedensten Größen – den Gestaltungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Platzieren Sie zudem ein Sandbad im Käfig, so können die Papageien ihrem großen Badebedürfnis nachkommen. Bei der Innenhaltung stellen eine UVA- und UVB-Beleuchtung das Seh- und Erkennungsvermögen und somit die Orientierung sicher. Zudem ist sie für die Bildung verschiedener Vitamine zuständig und unterstützt so die Stoffwechselfunktionen der Sittiche.

Pflege

Singsittiche fühlen sich bei einer Temperatur von 18–25 °C und an einem vor Zugluft und kalter Nässe geschütztem Platz wohl. Um dem natürlichen Rhythmus der Tiere gerecht zu werden, sollte bei künstlicher Beleuchtung die Hellphase bei 10–14 Stunden liegen. Anschließend wird das Licht gedimmt und die Vögel werden auf die nachfolgende Dunkelphase vorbereitet. In komplett dunklen Räumen sorgt ein schwaches Licht für Orientierung.

Auf dem täglichen Programm steht neben der Reinigung der Futter- und Trinkgefäße auch die Entfernung von übrigem Frischfutter. Der Kot ist je nach Bewohneranzahl und Verschmutzung mindestens einmal wöchentlich zu entfernen.

Nahrung

Der Speiseplan der Singsittiche setzt sich zur einen Hälfte aus Hirsesaaten, zur anderen aus einer Mischung aus Glanz-, Kardi- und Negersaaten, Leinsamen, Weizen, Hafer, Buchweizen, Dari, Paddyreis, Milo und Ähnlichem zusammen. Zudem werden die Vögel mit Frischfutter wie Kräutern, Beeren, Obst und Gemüse verwöhnt. Auch eine Mineralstoffmischung oder ein feinkörniger Mineralstein sowie Vogelgrit sollten den Tieren angeboten werden. Zusätzlich ist ein Multivitaminpräparat empfehlenswert.

Wussten Sie schon? Singsittiche halten sich gerne auf dem Boden der Voliere auf. Bepflanzen Sie diesen mit Gräsern und Kräutern. Das bringt nicht nur Abwechslung in die Fütterung, sondern erinnert auch an den natürlichen Lebensraum der Tiere.

Beschäftigung

Neben herkömmlichem Vogelspielzeug freuen sich Singsittiche auch über eine große Auswahl an unterschiedlichen Materialien. Ob Heu, Stroh oder Gras – je abwechslungsreicher, desto besser. Auf Spiegel und Plastikvögel sollte dagegen verzichtet werden, da Ihr Sittich diese in der Regel füttern will und das ständige Heraufwürgen von Körnern zu einer Kropfentzündung führen kann. Auch Kletterseile mit langen Fasern haben nichts im Käfig verloren – Ihr Vogel könnte sich darin verheddern.

Besonderheiten

Besonderheiten

Bei Singsittichen besteht ein auffälliger Geschlechtsdimorphismus. So besitzt der Hahn an Stirn, Vorderscheitel und unterer Wangenregion eine bläulich grüne Färbung. Sein Kopf sowie die Kehle und der Brustbereich sind grün und gelb. Der Rücken und die Schirmfedern des Männchens sind matt blau bis grün, der Bürzel ist rot.

Anders als der bunt gefärbte Hahn haben die Weibchen einen Scheitel und eine Körperoberseite in matt grün bis oliv. Die Stirn und die Wangen besitzen eine graue bis blassolive Färbung. Ausschließlich der Bürzel und die Oberschwanzdecken der Henne strahlen in einem leuchtenden Grün.

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