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Kanarienvögel

Steckbrief Kanarienvögel
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Gattung: Serinus canaria
Ursprungsgebiet: Kanarische Inseln
Größe: Farb- und Gesangskanarien ca. 13 cm, Positurkanarien ca. 23 cm
Verhalten: Schwarmvogel, gesellig außerhalb der Brutzeit
Alter: 6–15 Jahre
Futter: Sämereienmischung für Kanarienvögel, Hauptfutter oder Futtermischung für Kanarien, Kolbenhirse, Vogelgrit, Sepiaschalen, Eiweiß, Gemüse und Obst, Wildkräuter
Besonderheiten: Kann mit Geduld gezähmt werden

Wissenswertes

Wissenswertes
Die Farbenpracht des von den kanarischen Inseln, Madeira und den Azoren stammenden Vogels alias Startenor hat es in sich. Der Kanarienvogel ist die domestizierte Form des heute noch in der Wildbahn frei vorkommenden Kanarengirlitz. In vielfältiger Optik, in schickem Zitronengelb oder kräftigem Blutorange – magisch ziehen sie alle Augen auf sich. Gesangstalente wie der männliche, gelbe Harzer Roller sind den meisten Liebhabern ein Begriff.

Weitere Varianten, die weniger auf Gesang eher auf ihr Gefieder gezüchtet wurden, sind die Farbkanarien oder Positurkanarien. Sie runden mit ihrer Federzeichnung bzw. Federstruktur die Bandbreite der Rassen ab. Alle gezüchteten Kanarienvögel sind größer als die Wildform.

Verhalten der Vögel

Verhalten der Vögel
Generell wissen die Kanarienvögel ihre Artgenossen besonders zu schätzen und bleiben gern unter sich. Eine Vergesellschaftung mit anderen Flattermännern wie Wellensittichen, Sittichen & Co. passt den Goldkehlchen deshalb gar nicht. 

Am liebsten werden die flinken Vögel paarweise oder in Gruppen gehalten. Bestens bewährt hat sich eine Schar Hennen und ein Hahn. Kommen mehrere Männchen v. a. während der Brutzeit im Frühjahr zusammen, gibt es Stress alias ungewollte Revierkämpfe. Ein Gelege besteht aus 3–6 Eiern, die 13–14 Tage bebrütet werden. Anschließend beginnt die Nestlingszeit. Die Jungen fliegen nach 15–21 Tagen aus. 

Außerhalb der Brutzeit sind Kanarienvögel gesellige Tiere. So oder so freut sich der lebensfrohe Vogel über Aufmerksamkeit, viel Platz, gutes Futter, eine tolle gemeinsame Zeit und Geduld.
Bei entsprechender Haltung verzaubern die kleinen Meistersänger ihren Halter für 6–15 Jahre.


Haltung der Kanarienvögel

Haben Sie sich für Vögel aus der Finkenfamily entschieden, geht es darum, diese Tiere artgerecht zu halten. Damit sich die neuen Mitbewohner von Anfang an besonders wohlfühlen, ist es ratsam, die Gesamtausstattung bereits vor dem Kauf parat zu haben. Ein ruhiger Platz, gern über Kopfhöhe mit Übersicht über das Zimmer und Baumfeeling – das bringt bereits einige Pluspunkte bei Ihrem neuen Mitbewohner. Der Vogelkäfig sollte nicht in der Zugluft oder neben der Heizung stehen. Ein heller Standort (nicht direkt in der Sonne) mit gleichbleibenden Temperaturen eignet sich perfekt für den Kanarienvogel.

Immer mehr rückt auch bei Ziervögeln wie dem Kanarienvogel die artgerechte Haltung in den Vordergrund. Im Vergleich zum Vogelkäfig bietet eine Voliere bereits deutlich mehr Platz. Zur Paarhaltung wird vom Tierärztiche Vereinigung für Tierschutzverein e.V. (TVT) eine Mindestgröße von 150 x 60 x 100 cm empfohlen. Wer möchte, kann auch eine Außenvoliere in Betracht ziehen. Hier ist mehr Platz für die Tiere zu berechnen, da der Freiflug wegfällt. Auch muss an kühlere Temperaturen und den Winter gedacht werden. Eine entsprechende Rückzugsmöglichkeit ins Warme (min. 0 °C) ist überlebenswichtig.


Wussten Sie schon?
Vögel benötigen die ultraviolette Strahlung, insbesondere UVA und UVB, um ihre Umgebung in natürlichen Farben wahrzunehmen. Darüber hinaus wird sie für die Vitamin-D3 Synthese genutzt. Eine Tageslichtlampe kann an trüben Tagen für bessere Lichtverhältnisse sorgen und so die Piepmätze beim Sehen und "Bilden" unterstützen. 

Pflege der Tiere

Pflege der Tiere
Ein glückliches Vogelleben lebt der Kanarienvogel, wenn sein Besitzer auf optimale Haltungsbedingungen achtet. So liegt die "Wohlfühltemperatur" der Tieren bei 18–25 °C und die Hellphase bei 10–14 Stunden. Dämmerungsphasen stimmen vor und nach der Dunkelphase auf die Nachtruhe ein. Zugluft und Temperaturschwankungen sollten ebenso wie feuchte Kälte vermieden werden. 

In den von Menschen genutzten Räumen ist eine Abdunklung zur Nacht notwendig. Störlichter wie z. B. ausgehend vom Fernseher halten von der Nachtruhe ab. Ist der Raum komplett dunkel hilft ein schwaches Licht bei der Orientierung. 

Auch auf Reinlichkeit ist zu achten. Futter- und Trinkgefäße benötigen eine tägliche und gründliche Reinigung. Auch Frischfutterreste müssen täglich entfernt werden. Spätestens 1 x pro Woche sollte der Kot aus der Einrichtung entfernt werden.

Nahrung für Kanarienvögel

Damit sich Ihr Haustier wohl in seinem Federkleid fühlt und passend genährt durch den Alltag fliegt, benötigt er 15g Körnerfutter / Tag. Neben dem Grundfutter, Sämereien, Grassamen, verschiedenen Hirsesorten, Vogelgrit und Muschelkalk freuen sich die Tiere über Gemüse und wildes Grün. Was ist geeignet, was nicht?

Geeignet Ungeeignet
Aus der "grünen" Ecke Löwenzahn, Brennnessel, Tomate, Spinat, Basilikum, verschiedene Blattsalate, Sellerie, Paprika, Gurke, etc. Kohlsorten, Bohne, rohe Kartoffel, etc.
Zimmerpflanzen
Bergpalme, Drehfrucht, Geldbaum, Gloxinie, Goldfruchtpalme, Hanfpalme, etc. Aloe, Christusdorn, Agave, Bogenhanf, Dreimasterblume, Elefantenfuss, etc.
Obst in Maßen Apfel, Birne, Melone, Banane, Aprikose, Beeren (aller Art), Mandarine, etc. Zitrusfrüchte, Avocado, Pflaume, etc. 
Einmal im Jahr werfen die Kanarien ihre Federn ab und neue wachsen nach. Während der Mauser haben die Vögel einen erhöhten Eiweißbedarf. Tiere, die als Haustier gehalten werden, bekommen diesen nicht über die normale Ernährung gedeckt. Perfekt ergänzt werden kann der Speisezettel mit einem hart gekochten Ei, Frischkäse, Quark oder auch Joghurt.

Sepia zum Schnabelwetzen

Bestens gefuttert

Frisches Wasser

Beschäftigung

Beschäftigung
Sie fliegen für ihr Leben gern, trainieren beim Freiflug ihre Flugmuskulatur und brauchen das tägliche "Ausschwärmen", um gesund zu bleiben. Kanarien benötigen kaum Spielzeug in ihren "vier Wänden" – dafür bringen die täglichen Exkursionen Farbe und Abwechslung ins Vogelleben. Eine Stunde Freiflug am Tag mit kleinen Pausen sollte es für den Kanarienvogel mindestens sein.

Wichtig ist ein kanariengesicherter Raum, in dem die Fenster geschlossen und die Scheiben zumindest anfänglich verhängt sind. Kanarien sehen die gläserne Barriere nicht und brauchen Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Auch giftige Pflanzen haben während der Flugshow nichts in dem Zimmer verloren. Lose Kabel wie auch Steckdosen werden ebenso vogelsicher gemacht.

Besonderheiten

Besonderheiten
Kanarienvögel lassen sich mit Geduld, Ruhe und Zeit zähmen. Die Neugierde des kleinen Abenteurers hilft bei der Zähmung. Akzeptiert Ihr kleiner, gefiederter Freund Sie in seiner Nähe, ohne nervös auszufliegen & Co., ist der erste Schritt getan. Mit Leckerbissen wie Hirsebröckchen auf der Handoberfläche lässt sich Nähe gewinnen.

Die Handinnenseite meiden Kanarien eher. Schieben Sie Ihre Hand vorsichtig in den Käfig und warten Sie ab. Zwingen Sie Ihren Kanarienvogel zu nichts. Fasst er mit der Zeit Zutrauen und kommt irgendwann auf die Hand – haben Sie einen Freund fürs Leben. 

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