Lustige Gesellen: Wellensittiche lassen grüßen

Auf den Vogel gekommen: Wellensittiche sind gewieft, schlau und intelligent. Sie gehören zu den Papageien und haben schon so manchen Vogelliebhaber überzeugt. Seit dem 19. Jahrhundert ist der aufgeschlossene Gesprächspartner aus Down Under bei uns bekannt. Weibchen und Männchen unterscheiden sich bezüglich ihres Federkleides kaum - auch die Jungtiere und adulten Wellensittiche sehen sich ähnlich.

Wissenswertes über Wellis

Wer nach einem tierischen WG-Mitbewohner sucht, ist bei Wellensittichen gut aufgehoben. Neben seinen tschilpenden Kontaktlauten entzückt der muntere Geselle mit Brabbeln, Klick- und Schnalzlauten. Passt ihm etwas gar nicht in den Kram, kann es auch mal zu einem lautstarken Gezeter kommen. 

Wellensittiche, die als Haustier gehalten werden, können bis zu 15 Jahre alt werden. Die australische Wildform entzückt in schickem grün-gelb. Inzwischen gibt es  die niedliche Quasselstrippe jedoch auch in vielen anderen Farben. Eins ist klar: Kommt ein charmanter Wellensittich ins Haus, wartet ein immer aufgeschlossener „Gesprächspartner“ auf die nächste Austauschrunde.

Gediegene Verschnaufpausen gibt es dann nachts. Mit mindestens 10 Stunden "Augen zu" gehört der kleine Papagei zu den Langschläfern. 


Wussten Sie schon?
Wellis lieben den sozialen Kontakt zu Artgenossen. Allein sein ist beinahe Höchststrafe... So fühlen Sie sich in der Gesellschaft anderer Wellensittiche und Sittiche wie z. B. den Nymphensittichen besonders wohl. 

Was braucht ein Wellensittich für ein glückliches Vogelleben?

Darf ein gefiederter Freund einziehen, geht es darum seine Bedürfnisse optimal zu erfüllen. Die agilen, dennoch pflegeleichten Haustiere brauchen viel Bewegung und Platz, um sich wohl zu fühlen. Ein großer Vogelkäfig und regelmäßige Freiflüge sind ein "must have"!

Vogelheime & Volieren für Wellis

... ein zu groß gibts nicht!

Näpfe

  • Frisches Wasser und immer ausreichend frisches Futter sind wichtig.
  • Das Wasser sollte täglich gewechselt werden.

Sepia­schale

  • In jedem Vogelheim sollte, zum Wetzen der Schnäbel, ein Wetzstein zu finden sein.
  • Die Nährstoffe der Sepiaschale sind wichtig für den Knochenaufbau und die Federbildung.

Sitz­stangen

  • Sitzstangen immer mit unterschiedlichem Durchmesser wählen, um Sitzgeschwüre zu vermeiden.
  • Gut geeignet sind auch Äste wie Pappel, Erle, Linde aus der Natur.

Vogel­streu

  • Vogelsand gehört in jedes Vogelheim.
  • Er wirkt desinfizierend, liefert wertvolle Mineralien und ist wichtig für die Verdauung der Wellis.


Wussten Sie schon?
Wellensittiche lieben den Plitsch-Platsch-Wasserspaß... gut geeignet sind Badehäuschen, die am Käfig angebracht werden können oder Blumenspritzen zum Nassspritzen. Auch flache Schälchen auf dem Käfigboden garantieren chlorfreien Badespaß. 

Yummi - Wellensittiche sind Körnerfresser

Hirse wie Kolbenhirse und Sämereien stehen ganz oben auf dem Speiseplan. Anreize bei der Futtersuche sorgen für Anti-Langeweile...


Was "futtern" Wellis sonst noch für ihr Leben gern und wovon sollten sie lieber den Schnabel lassen?

Geeignet z.B.  Ungeeignet z.B.
Gemüse Fenchel, Karotten, gekochte Kartoffeln, Kürbis, Gurke, Paprika, Rote Bete, Zucchini, junge Spinatblätter, ungespritzte Salate etc... Kohlsorten, Pilze, Spargel, Zwiebeln...
Obst Apfel, Birne, Banane, Brombeere, Erdbeere, Heidelbeeren, Himbeeren, Litschi, Melone, Mango, Orange, Quitte, Stachelbeere... Zitrusfrüchte, Passionsfrüchte, Khaki, Datteln, getrocknete Feigen, Avocado...
Ungiftig z.B.  Giftig z.B.
Zimmerpflanzen Australischer Flaschenbaum, Bananenpflanzen, Crossandra, Frauenschuh, Katzengras, Nestfarn, Zyperngras, Kamelie... Azaleen, Efeu, Efeutute, Einblatt, Dieffenbachia, Zimmerfarn, Erikagewächse, Flamingoblume, Hyanzinthe und weitere...

Uuuund Freiflug - Bewegung ist das A & O

In ihrer Heimat Australien schwärmen Wellensittiche auf der Suche nach Nahrung gemeinsam aus. Wellis sind ausgezeichnete Flugkünstler und benötigen mehrere Stunden "Freigang" am Tag. Wichtig ist, dass das Fluggebiet gesichert ist. Die Fenster z.B. zu, ebenfalls die Türen von den für Wellis gefährlichen Räumen - der Küche und dem Bad. 

Generell zählen diese kleinen Papageien zu den neugierigen Vögeln, die gern auf Entdeckungstour gehen. Ein gewisser Schwund der Einrichtung kann vorkommen, da diese Höhlenbrüter auf den Bau von Nisthöhlen spezialisiert sind. Ihre Baukünste stellen sie gern auf Holz, Tapeten oder Papier zur Schau.

Sprech- und Kuschelstunde? Nichts ist unmöglich... 

Generell sind Wellensittich in der Regel erst mal scheu unterwegs. Ihr Vertrauen lässt sich am besten mit ruhigem Umgang, viel Geduld und Leckereien gewinnen. Steht der Käfig auf Augenhöhe, ist das bereits ein Pluspunkt und nimmt die Angst vor dem "menschlichen Riesen". Auch bei einer Haltung mehrerer Wellis gemeinsam ist es möglich, das Zutrauen der Vögel zu gewinnen. Oft übernimmt sogar einer die Vorbildfunktion. 

Nach Ankunft der neuen Mitbewohner heißt es ruhig sprechen und ruhig handeln. Mit der Zeit kann z.B. eine Hirsestange in den Käfig gehalten werden. Wichtig ist, nichts zu erzwingen. Fasst der Wellensittich Mut, kann die Hirsestange Tag für Tag nach Draußen wandern. Nicht jeder Vogel wird zutraulich. Auch nicht jeder Vogel möchte vorsichtig gestreichelt werden oder gar das Sprechen lernen. 

Einige Wellis sind allerdings wahre Sprachtalente. Sie plappern alles nach, was ihnen vorgesagt wird. Auch hier gilt es, viel Geduld und Verständnis aufzubringen.
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