Papageien – Gewitzte Freunde fürs Leben

"Ring, ring Telefon! Teeelefon!" Wenn Sie bereits beim Loshechten sind und zum Telefon stürmen möchten, dann muss das nicht zwingend Ihr Telefon gewesen sein. Auch Ihr intelligenter Papagei mit seinem XXL-Sprachtalent kann Ihren Apparat nachahmen. Oft zu Scherzen aufgelegt, bringen die quirligen Federfreunde Leben in den Alltag und sorgen für eine gute Portion Abwechslung. Diesen Esprit versprühen die sensiblen Vögel für 10, 20, 50 oder sogar je nach Art 100 Jahre.

Papageien Know-how

Papageien Know-how
Wer sich ins Papageien-Fieber stürzt, sollte sich vorab mit den Bedürfnissen des lustigen Federfreundes auseinandersetzen. Kaum ein anderes Haustier hat eine solch hohe Lebenserwartung wie der Papagei. Zwar wirkt er dekorativ, ist jedoch meilenweit davon entfernt, ruhig in der Ecke zu hocken. 

Wer lebt schon gern allein? Nachdem die gefiederten Freunde nur mindestens paarweise und unter ihres Gleichen gehalten werden dürfen - kommt zum Papagei oft ein Mamagei on top. Im Duett ersetzen sie dann gerne das TV-Programm, quasseln auch mal eben Radiomoderatoren dazwischen und mischen sich gekonnt in das eine oder andere Gespräch mit ein. All die Eigenheiten der energiegeladenen Rabauken sind durchaus zu beachten, wenn es um die Anschaffung und artgerechte Haltung der dennoch sensiblen Vögel geht. 

Zu den besonders beliebten Powervögeln gehören die Graupapageien, diese punkten mit ihrer Intelligenz und ihrem ausgeprägten Sprachtalent.


Wussten Sie schon?
Die Gattung der Papageien umfasst ca. 350 Arten. Die gefiederten Gesellen lassen sich weiter unterteilen. So zählt der Kakadu beispielsweise nicht dazu. Kakadus besitzen eine schicke, aufstellbare Federhaube – die den Papageien "fehlt". Dafür leuchten die Federn der Papageien geradezu, wenn Licht einfällt. Diesen Farbglanz haben sie der sogenannten Dyck-Struktur der Federäste zu verdanken. 

Kleine Vorstellrunde der außergewöhnlichen Tiere


Papageien haben jeweils ihre Eigenheiten, Vorlieben, Vorzüge und wissen, wie sie das Herz Ihrer Besitzer verzaubern. Sie sind gute Beobachter, gesellig, gutmütig, verspielt, sensibel, lernwillig und klug – jeder auf seine Weise.

Agaporniden

  • Traumpaare aus Afrika – auch unter dem Namen "Liebesvögel" bekannt.
  • Teamwork wird bei dieser Art Groß geschrieben – am besten im Schwarm.

Rosen­köpfchen

  • Unterart der Agaporniden mit ähnlichen Ansprüchen.
  • Verstirbt ein Partner, wollen sich die Unzertrennlichen ihren Neuen selbst aussuchen.

Sperlings­papageien

  • Diese kleinen Vögel erinnern stark an Wellensittiche – ihnen fehlt die Schwanzfederlänge.
  • Sie sind vorsichtig, lebhaft, neugierig und können auch durchaus mal streiten. 

Pfirsich­köpfchen

  • Im Vergleich zu den anderen Agaporniden-Arten, ist dieser Vogel weniger menschenscheu.
  • Pfirsichköpfchen sind aktiv, witzig und gesellig unterwegs.

Grau­papagei

  • Fast unifarbene, kleine und selbstbewusste Papageienart aus Afrika
  • Feinfühliger Vogel mit viel Grips – intelligent, empathisch, eifersüchtig.

Ara

  • Majestätische und imposante Schönheit aus Südamerika
  • Sensible Tiere für Experten mit hohem Einfühlungsvermögen.

Gelbbrust­ara

  • Exotische Papageienart, die ihren Besitzer fordert und sich viel Zuwendung wünscht. 
  • Zahme Tiere suchen die Nähe und können durchaus auch eifersüchtig sein. 

Blaustirn­amazone

  • Diese Vögel sind auch in ihrer Heimat alles andere als scheu, und werden rasch zutraulich.
  • Auch in Paarhaltung wird die Blaustirnamazone schnell zahm und frech.

Home Sweet Home für Papageien

Das Zuhause eines Papageis kann nie groß genug sein. Zugluftfrei, hell und ruhig mit der passenden Raumtemperatur – so sollte der Platz aussehen, an dem eine Voliere bzw. ein Papageienkäfig seinen Platz findet. Zusätzlich braucht es eine Rückzugsmöglichkeit, einen sogenannten Schutzraum.

Wichtig ist auch, dass der Tag-Nacht-Rhythmus der besonderen Vögel berücksichtigt wird. Die meisten Papageienarten benötigen eine Beleuchtungs- bzw. Lichtdauer von 8–14 Stunden.


Zum perfekten Zuhause zählen darüber hinaus: Stabile Sitzstangen aus z. B. echten Zweigen, Papageiensand als Einstreu in Kombination mit Rindenmulch oder Holzspänen. 


Wussten Sie schon?
Die Sitzstangen aus Pappel, Haselnuss oder auch Linde werden nicht nur zum Sitzen, sondern auch zum geliebten Anknabbern und Nagen gebraucht. Die Kletterspezialisten halten sich gern mal eben mit dem einen Fuß an der Stange und mit dem Schnabel (als dritten Fuß) am Gitter ihrer Voliere fest. 

Privatunterkunft für Papageien: Volieren & Co.

... Aras benötigen z. B. eine Grundfläche von mindestens 4 x 2 x 2 m. 

Leckerbissen: So natürlich wie möglich ist Trumpf

In ihrem natürlichen Lebensraum finden Papageien allerhand zu Schnabulieren. Früchte, Nüsse, Saaten, Knospen etc. füllen den Speiseplan. In unseren Breiten wird der Speisezettel mit Papageienfutter-Mischungen ergänzt und aufgepeppt. Je nach Art besitzen die gefiederten Zweibeiner einen recht kräftigen Schnabel. Er eignet sich hervorragend zum Knacken von Kernen. Seine Krallen und starker Schnabel helfen beim Kleinkriegen der Leckerbissen.

Super ergänzt wird das Genussprogramm durch täglich frisches Wassernippen und das eine oder andere Badevergnügen zwischen durch. Steht den geselligen Frohnaturen kein Badebecken oder dergleichen zur Verfügung, können die Vögel beim Freiflug im Zimmer oder in ihrer Voliere besprüht werden.

Snacken und Futtern was das Zeug hält


Was steht neben Nüssen, Saaten & Körnern noch auf dem Plan?

Geeignet  Ungeeignet 
Gemüse / Kräuter Tomaten, Gurken, Zuchini, Mais, Erbsen, Blattspinat, Petersilie, Brokkoli, Fenchel, Süßkartoffeln, Kürbis ...
Salbei, Lavendel, Hufflattich, Breitwegerich, Löwenzahn, Petersilie ...
Kohlsorten, Zwiebeln, Pilze, Spargel ...
Obst Apfel, Birne, Trauben, Beeren jeglicher Art,  Wassermelone, Feigen, Kirschen, Ananas, Kiwis ... Avocado (giftig!), Zitrusfrüchte, Passionsfrüchte, Khaki, Datteln, getrocknete Feigen  ...
Ungiftig  Giftig 
Zimmerpflanzen Australischer Flaschenbaum, Bananenpflanzen, Crossandra, Frauenschuh, Katzengras, Nestfarn, Zyperngras, Kamelie ... Azaleen, Efeu, Efeutute, Einblatt, Dieffenbachia, Zimmerfarn, Erikagewächse, Flamingoblume, Hyanzinthe ...

Keine Langeweile für kluge Köpfe...

...Papageien brauchen Beschäftigung und spielen für ihr Leben gern.


Wussten Sie schon?
 Die gelehrigen Papageien lassen sich mindestens genauso gut trainieren wie ein Hund. Für die Vögel bedeutet dies Beschäftigung, Zuwendung, Spaß und Herausforderung. Ob nun Purzelbaum, Sprechstunde oder dergleichen es ist eine willkommene Abwechslung zu dem täglichen Freiflug, der fit und gesund hält. 
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