Aussaat & Anzucht – Vom Samenkorn zur fertigen Pflanze

Gemüse, Kräuter, herrliche Blumen im eigenen Garten? Kein Problem! Entdecken Sie die bunte Welt der Aussaat und Anzucht und legen Sie einen Kräuter- Blumen- oder Gemüsegarten an. Je Art der Pflanze steht die direkte Aussaat ins Freiland, die Anzucht im Gewächshaus oder das Vorziehen auf dem Fensterbrett auf dem Programm. Das Beste am eigenen Anbau sind jedoch die Ernte und das Erfolgserlebnis, das Sie jedes Mal haben werden, wenn die Tomate, Paprika,Zucchini oder frische Kräuter auf dem Teller landen.

Eine kunterbunte Auswahl für den Anbau

Wann vorziehen, anbauen und aussäen?

Bevor Sie mit der Anzucht Ihrer Pflanzen loslegen können, ist es wichtig, den optimalen Zeitpunkt dafür abzuwarten. Der Startschuss zum Samensetzen hängt von den Licht- und Temperaturverhältnissen ab und liegt meist im zeitigen Frühjahr. Wärmebedürftige Pflanzen werden auf der Fensterbank vorgezogen, winterharte Samen wie Möhren können direkt ins Beet einziehen. Auch Frühbeete und Gewächshäuser bieten Top-Bedingungen fürs Vorziehen Ihres Gemüses.

Auf den Topf gekommen

  • Für das Keimen bzw. Vorziehen des Saatguts, eignen sich spezielle Anzuchttöpfe und -häuser. Töpfe aus natürlichen Materialien wie Zellulose können später samt Pflanze ins Beet gesetzt werden und ersparen dieser so den Umpflanzschock. Zudem minimieren Sie dadurch das Risiko, die zarten Wurzeln zu beschädigen.
  • Sie können Ihr Saatgut auch in speziellen, wieder verwendbaren Paletten anziehen, bei denen je ein Samen pro Auskerbung "ausgesät" wird – dann ist auch das Pikieren leichter.
  • Wichtig ist außerdem die Verwendung einer durchsichtigen Abdeckhaube, die für die optimale Wärme und Luftfeuchte sorgt. Um einen Luftaustausch zu gewähren, wird die Haube entweder einmal täglich abgenommen oder Sie nutzen gleich eine Haube mit Luftschlitzen.

Nährstoffarme, keimfreie Erde

... fördert kräftiges Wurzelwachstum

Lichtkeimer

  • Leichte, kleinere Samen
  • Nur wenig mit Erde bedecken
  • Brauchen Sonne, um zu keimen
  • Bsp.: Karotten, Basilikum, Kresse, Sellerie, Tomaten

Dunkelkeimer

  • Größeres, schweres Saatgut
  • Dicke Erdschicht über Saat ausbringen (ca. 3–4 x so breit wie Korn)
  • Sonnenstrahlen hemmen die Keimung der Pflanzen
  • Bsp.: Aubergine, Kürbis, Feldsalat, Gurke, Zucchini

Schritt für Schritt ins Glück:

  1. Aussaatkiste mit 3 cm Erdschicht befüllen & glatt streichen
  2. Erde leicht mit Wasser besprühen
  3. Saatgut verteilen (Abstände auf der Samenpackung) 
  4. Bei Dunkelkeimern Erdschicht anbringen & leicht andrücken
  5. Erde nochmals mit Wasser befeuchten
  6. Abdeckhaube anbringen
  7. Gleichmäßig feucht halten bis zum Pikieren


Wussten Sie schon? 
Manche Pflanzensamen wie z. B. die von Karotte, Dill und Spinat benötigen eine Kälteperiode oder gar Minusgrade, um mit der Keimung starten zu können.

Pikieren, pflanzen & abwarten

Pikieren bezeichnet das Vereinzeln der gekeimten Pflänzchen. Dies geschieht, sobald sich die jungen Pflanzen gut mit den Fingern fassen lassen bzw. sich die ersten Keimblätter gebildet haben. Die Keimlinge werden einzeln in kleine Töpfe gesetzt, um der Gemüsepflanze genügend Platz und Nährstoffe zum Wachsen zur Verfügung zu stellen. Verzichtet man auf das Pikieren, haben die Pflänzchen zu wenig Platz und können sich nicht optimal entwickeln.

Je nach Gemüseart werden die vorgezogenen Jungpflanzen dann im April oder im Mai in das vorbereitete Beet gepflanzt. Dabei sollte auf genügend Abstand zwischen den Pflanzen geachtet werden. Setzen Sie die Pflänzchen nicht zu tief in die Erde, besonders Salat reagiert darauf mit schwachem Wuchs.

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