Süßkirschen und Sauerkirschen im eigenen Garten

Kirschen haben es in sich! Neben ihrem verführerischen Aussehen und ihrem leckeren Geschmack punkten die knackigen Früchtchen mit vielen verschiedenen Vitaminen & Co. Je nach Platz, Standort und eigener Vorliebe lassen sich die Arten der Süß- und Sauerkirsche wunderbar im Hausgarten oder sogar teils im Pflanzgefäß anbauen.

Ein eigener Kirschbaum im Garten

Unwiderstehlich, schmackhaft, süß oder leicht säuerlich – Kirschen zählen zu den beliebtesten Früchten. Besitzen Sie einen großen sonnigen Garten, können Sie einem Kirschbaum ein tolles Zuhause bieten. Wichtig ist, dass sich die herrlichen Pflanzen prächtig entwickeln können. Die meisten Zuchtformen lassen ihr Blätter- und Zweigdach in die Höhe und Breite wachsen. Mit einem Durchmesser von 3–4 m ist gern zu rechnen.

Neben dem entsprechenden Platzangebot sind ein sonniger, windarmer Standort und ein durchlässiger bzw. humoser Boden von Bedeutung. Je sonniger das Plätzchen, umso saftiger und süßer die Früchte.

Ihr Garten ist eher kleiner, aber Sie wünschen sich dennoch eigene Kirschen? Natürlich gibt es auch Varianten wie die Säulenkirsche oder kleinere Zuchtformen (meist Sauerkirschen), die sich in Pflanzgefäße setzen lassen. Diese hübschen Zwerggehölze zählen dann zur Fraktion "Naschen erlaubt".

Auf die Art und Sorte kommt es an

Interessieren Sie sich für ein Kirschbäumchen in Ihrem Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse, können Sie bei Dehner in Kirschträumen schwelgen. Gut zu wissen: Jede Sorte bringt ihre eigenen Eigenschaften mit, mit welchen sie punktet. So ist z. B. die Sorte 'Burlat' der Süßkirschen für süße große Früchte bekannt – während die Sorte 'Morellenfeuer' bei den Sauerkirschen für saftige Früchte mit milder Säure sorgt. Haben Sie ein eher begrenztes Platzangebot, können Sie eine schmal wachsende Säulenkirsche in ein Pflanzgefäß mit mindestens 30 l Volumen setzen. 

Vor allem Süßkirschen benötigen einen sonnigen Platz, Sauerkirschen hingegen kommen auch mit einem halbschattigen Standort klar. Stehen 3–4 m Platz zur Verfügung, damit sich Ihr Obstgehölz in seiner Pracht zeigen kann? Und sind in der Nähe andere Kirschbäume, die als Befruchter infrage kommen – oder ist Ihr Kirschbaum der Einzige auf weiter Flur? All diese Fragen sind bei der Sortenwahl zu berücksichtigen. 

  Süßkirschen Sauerkirschen
Sorten 'Regina'. 'Kordia'. 'Tamara', 'Stella', 'Sunburst', 'Burlat', 'Merchant', 'Claudia', 'Sylvia' 'Achat', 'Vowi' 'Morellenfeuer' 'Kordia' 'Ungarische Traubige' 'Schattenmorelle'
Kirsch-Duo-Sorten (zwei Sorten an einem Baum) 'Regina/Napoleon', 'Regina/Napoleon', 'Sunburst/Burlat', 'Regina/Merchant', 'Kordia/Burlat'
Zwergkirschen 'Stella Compact' In Sorten, 'Gritotella'
Befruchter benötigen in der Regel eine Befruchtersorte sind häufig selbstfruchtbar

Wussten Sie schon? Haben Sie einen Kirschbaum im Garten, der eine Befruchtersorte benötigt und steht in der Nachbarschaft kein passender Kirschbaum, können Sie eine zweite Sorte pflanzen. Alternativ können Sie auf einen Baum auch mehrere Sorten veredeln – bzw. eine "Duo-Kirsche" wählen. 

Standort und Pflege bei Kirschbäumen

Süßkirschen blühen in der Regel sehr früh im Jahr und bieten damit vielen Brummern wie Bienen eine vorzügliche Nahrungsquelle. Die Bäume bevorzugen einen warmen, sonnigen und geschützten Platz, der sie vor Frösten & Co. schützt. Sauerkirschen entzücken hingegen später mit ihrer Blüte und stellen keine allzu hohen Wärmeansprüche. Auch ihnen und vor allem den Früchten und ihrem Aroma kommt ein sonniger Standort entgegen.

Gut zu wissen: Damit Kirschen zur Blüte kommen, ist ein Kältereiz notwendig, wie es ihn in unseren Breiten über die Wintermonate gibt. 

Kirschbäume haben ein tiefgehendes Herzwurzelsystem. Süßkirschen brauchen deshalb tiefgründige, leicht kalkhaltige und gut durchlüftete Böden. Sauerkirschen bevorzugen einen eher humusreichen und lehmigen Sandboden. Staunässe mögen beide Kirscharten nicht. Gedüngt wird im zeitigen Frühjahr mit einem Volldünger. Willkommen sind alternativ 2–3 l/m² gereifter Kompost wie auch Hornspäne. Ein pH-Wert des Bodens von 7 ist optimal für Kirschen. Süßkirschen vertragen etwas Trockenheit. Bei länger anhaltenden Trockenphasen sollte jedoch rechtzeitig bewässert werden. 

Pflanzung der Süß- und Sauerkirschen

Bei Dehner erhalten Sie Kirschbäume, die in Töpfen herangewachsen sind und daher vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst gepflanzt werden können. Pflanzen Sie möglichst nicht bei großer Hitze oder starker Kälte, um dem Baum ein rasches Anwachsen zu ermöglichen. Die beste Pflanzzeit oder Zeit für das Umtopfen ist der Herbst. Haben Sie sich die passende Sorte ausgesucht und den perfekten Platz in Ihrem Garten gefunden, kann die Pflanze in die Erde oder das Pflanzgefäß gepflanzt werden. Dafür wird die Kirsche aus ihrem Topf genommen. An dem Topf kann ein wenig gerüttelt oder gedrückt werden, um den Erdballen zu lösen. 

Wichtig zu wissen: Der Kirschbaum sollte nicht tiefer gepflanzt werden, als er vorab im Container stand. Sinnvoll ist ein entsprechend großes Pflanzloch, das ca. doppelt so groß ist wie der Wurzelballen.

Ist der Baum gepflanzt, empfiehlt sich ein Pfahl, der den jungen Baum stützt und das Wurzelsystem und dessen feine Wurzeln bei z. B. Windeinfall schont. Säulenbäume wie auch zwergige Kirschen sollten ihren Pfahl behalten. 

Kirschen richtig schneiden

Kirschen richtig schneiden
Süß- und Sauerkirschen werden zur Erziehung am besten in den Sommermonaten nach der Ernte zurückgeschnitten. Damit wird der Wuchs gehemmt und Schnittwunden verheilen noch im selben Jahr. Auch wird damit dank Auslichtung die Fruchtbarkeit des Kirschbaums erhöht.

Im oberen Kronenbereich werden dicke und alte  Fruchtäste herausgenommen. Je weiter man nach unten oder zum Stamm kommt, desto mehr Äste dürfen verbleiben und desto dicker und verzweigter dürfen sie sein. Überzählige, ungünstige wie auch verkahlte Triebe können hierbei entfernt werden. Altes Fruchtholz wird entfernt. Für Süßkirschen gilt on top: Triebspitze werden parallel auf flachere Seitentriebe umgeleitet. 
Ganz speziell – die Sauerkirsche: Hier werden zwei unterschiedliche Baum- oder Wuchstypen unterschieden. Sauerkirschen des Typs Schattenmorrelle sollten am besten direkt nach der Ernte geschnitten werden. Der Austrieb neuer starker Fruchttriebe wird damit gefördert. Ist die Krone eher schwach verzweigt, können Sie auch stärker ins mehrjährige Holz schneiden. 

Der Typ Weichselkirsche ist ähnlich wie eine Süßkirsche zu behandeln. Sie bildet auch an den zwei- bis dreijährigen Zweigen kurze Fruchtquirle. Die Krone darf nach dem Schnitt locker und gut belichtet aussehen. 

Passendes Werkzeug für den Schnitt

Ernte und Verwendung der leckeren Früchtchen

Süßkirschen und Sauerkirschen stehen ganz oben auf der Hitliste der Obstfans. Ob geerntet und direkt in den Mund oder weiterverarbeitet – mit Kirschen lässt sich superviel machen. 

Wie wäre es z. B. mit einer Kirschtorte, einer roten Grütze, Marmelade, Gelee, eingeweckt oder eingefroren für späteren Genuss? Auch für Saft und Liköre lassen sich Kirschen gut verwenden. Nachdem sich die Früchte mehrere Tage gut halten, lassen sie sich auch wunderbar in Obstsalaten, Kirschjoghurts oder Müslis integrieren. Zu einer ganz besonderen und gesunden Leckerei werden Kirschen, wenn man sie im Dörrautomaten trocknet: Kirschgenuss das ganze Jahr!


Wichtig ist, dass die Kirschen ausreifen konnten, um ihr volles Aroma zu erhalten. Pflücken Sie die Kirschen samt Stiel, halten sie länger und verlieren keinen leckeren Kirschsaft.

Hat das Obst seine volle Reife erreicht, kann es easy vom Ast gedreht werden. 

Einkochautomaten und weitere Helfer

Mollig eingepackt

Gerade junge Kirschbäume oder Pflanzen im Gefäß benötigen Winterwärme

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