Rosen schneiden - wann und wie?

Der Schnitt gehört zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen im Rosenjahr. Er dient der ständigen Verjüngung und Gesunderhaltung der Rosenpflanzen. Der richtige Schnittzeitpunkt wie auch die richtigen Schnittwerkzeuge sind das A und O.

Schnitttechnik

Schneiden Sie Ihre Rosen mit einer scharfen Gartenschere. Sie erhalten dadurch einen glatten Schnitt und verletzen die Pflanze weniger. Ein schräger Schnitt ermöglicht es Regen und evtl. auch mal Gießwasser besser abzufließen. Dies wirkt der Vermehrung von Krankheitserregern entgegen.

Stärkere Äste, wie sie bei Strauchrosen vorkommen, entfernen Sie mit einer Astschere. Altes Holz wird ohne Stummel entfernt, beim Rückschnitt der Triebe wird der Schnitt ca. 0,5 cm über der Knospe angesetzt.

Der Frühjahrsschnitt

Der Frühjahrsschnitt
Der optimale Schnittzeitpunkt hängt von der Witterung und dem Standort ab. Schwellen die Knospen im unteren Bereich der Pflanze, können Sie zum Schnittwerkzeug greifen. Auch können Sie sich grob an der Forsythienblüte orientieren.

Generell sollte bei allen Rosenarten beim Frühjahrsschnitt altes, krankes und dürres Holz entfernt werden, ohne dabei Stumpen zu hinterlassen. Auch über Kreuz wachsende oder zu dicht stehende Triebe werden entfernt. Grundsätzlich werden erfrorene Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Gesundes Holz erkennen Sie, wenn Sie die Rinde mit dem Fingernagel leicht anritzen und die darunterliegende Schicht grün ist.

Bei Beet- und Edelrosen sollten noch drei bis vier kräftige Haupttriebe mit bis zu fünf Augen (Knospen) nach dem Schnitt übrig bleiben.

Bei Kletterrosen bleiben die Haupttriebe stehen. Hier werden nur die Seitentriebe auf vier bis fünf Augen zurückgeschnitten.

Einmalblühende Rosen werden nur ausgelichtet. Bei Strauchrosen werden nur einzelne Äste und alte bei Bedarf entfernt.

Der Sommerschnitt bei Rosen

Der Sommerschnitt bei Rosen

In den Sommermonaten werden laufend die abgeblühten Blütenstände entfernt. Dies fördert den zweiten Flor (Nachblüte) und reduziert das Risiko eines Pilzbefalls.

Zudem können Wildtriebe in belaubtem Zustand besonders leicht erkannt werden: Wildtriebe sind Triebe, die aus dem Wurzelstock der Rose entspringen und wüchsiger sind als die Edeltriebe. Diese auffällig langen und geraden Triebe, die häufig schmälere und hellere Blätter tragen, sollten so früh wie möglich direkt an der Austriebsstelle entfernt werden.

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