
Außengehege für Kaninchen
Ein Haustier zu halten kann eine echte Bereicherung sein. Die tierischen Freunde sorgen einerseits für Abwechslung und Spaß, schärfen andererseits aber auch Verantwortungsbewusstsein und Fürsorge. Beliebte Haustiere – wie das Kaninchen – können sowohl im Haus als auch im Freien gehalten werden. Welche Voraussetzungen braucht es für eine Haltung im Außengehege?
Autorin: Silvia Schröder
Wissenscheck: Unterschied Kaninchen und Hase. Das Kaninchen ist im Vergleich zum Hasen kompakter gebaut mit kürzeren Hinterbeinen und Ohren. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Sozialisation. Während Hasen gut alleine zurechtkommen, brauchen Kaninchen immer Gesellschaft. Ebenfalls unterschiedlich ist ihr Nestverhalten. Kaninchen sind Nesthocker, Feldhasen sind Nestflüchter.
Welche Anforderung an ein Außengehege gibt es zu beachten?
Ein Außengehege muss nicht nur bequem, sondern vor allem einbruch- und ausbruchsicher sein und Wind und Wetter standhalten. Wichtig ist zudem die passende Größe, um den Kleintieren genügend Auslauf zu ermöglichen.
Das passende Außengehege finden
Der richtige Standort für das Außengehege
Sie sind sich noch unsicher, wo das Außengehege im Garten platziert werden soll? Achten Sie darauf, einen Standort zu wählen, der den Bedürfnissen der Kaninchen gerecht wird. Ideal ist ein halbschattiger Platz, der vor intensiver Mittagssonne schützt. Der Untergrund sollte eben und trocken sein, um Staunässe zu vermeiden. Zudem empfiehlt sich ein windgeschützter Bereich, damit die Tiere vor Zugluft und Kälte geschützt sind. Halten Sie außerdem ausreichend Abstand zu Bäumen, da herabfallende Äste oder Vogelkot ein Sicherheits- und Hygienerisiko darstellen können.
Die 3–3–3 Regel
Es ist Winter – was nun?
Kaninchen gelten als robuste Tiere. Sie bekommen im Winter ein dickes Fell und können sich daher gut an die Kälte anpassen, so dass eine Überwinterung im Außengehege gut möglich ist. Von Vorteil sind neben einem wetterfesten Unterschlupf ohne Zugluft eine gute Einstreu, in das sich die Verbeiner kuscheln können. Da Sie immer mindestens 2 Tiere halten sollen, können sich die Tiere gegenseitig erwärmen. Als sinnvoll erweist sich auch, das Futter im Winter anzupassen, da die Tiere mehr Energie brauchen. Sorgen Sie dafür, dass ihr Fellfreunde stets Heu und anderes ballaststoffreiches Trockenfutter zur Verfügung haben. Frische Kräuter und Gemüse bringen Abwechslung in den Speiseplan und stärken darüber hinaus das Immunsystem.
Gut zu wissen? Natürlich ist auch eine Mischhaltung – sowohl innen als auch draußen – möglich. Nutzen Sie die wärmere Jahreszeit ab den Frühlingsmonaten, um die Kaninchen an der frischen Luft zu halten. Sobald es im Herbst kälter wird, können Sie entweder das Außengehege nach drinnen verlegen (den Platzbedarf bedenken) oder auf einen kleineren Stall mit ausreichend Freilauf zurückgreifen. Wichtig bei der Innenhaltung ist, dass die Tiere genügend Bewegungsmöglichkeit haben und die Gehege gut belüftet sind.
Hygiene und Sauberkeit
Ein zentraler Punkt ist die Sauberkeit des Geheges. Futterreste, Kot und feuchte Einstreu sollten regelmäßig entfernt werden, um Geruchsbildung, Fliegenbefall und Krankheiten vorzubeugen. Besonders Schlafhäuser, Toilettenbereiche und überdachte Zonen benötigen häufige Kontrolle. Frisches Wasser muss täglich bereitgestellt und Näpfe oder Tränken gründlich gereinigt werden.
Das Gehege muss im Winter über gut isolierte und wetterfeste Schlafhäuser verfügen. Diese sollten:
- erhöht stehen, um Bodenkälte zu vermeiden
- mit viel Stroh ausgepolstert sein
- vor Wind, Regen und Schnee geschützt platziert werden
Regelmäßige Kontrolle der Tiere
Neben dem Gehege selbst gehört auch die Gesundheitskontrolle der Kaninchen zur Pflege. Tägliche Beobachtungen helfen, Veränderungen im Verhalten, Fellzustand oder Fressverhalten frühzeitig zu erkennen. So können Verletzungen, Parasiten oder Erkrankungen rechtzeitig bemerkt und behandelt werden.
FAQs: Häufige Fragen zum Außengehege für Kaninchen– wir antworten!
- Können Kaninchen im Winter draußen gehalten werden? Ja, Kaninchen sind robuste Tiere mit einem dicken Fell im Winter. Ein wetterfester Stall und dem Winter angepasstes Futter sind dennoch wichtig.
- Welche Anforderungen gibt es an die Stallgröße? Als Richtline gelten 6m² für 2 Kaninchen und weitere 2m² pro zusätzlichem Tier.
- Was besagt die 3–3–3 Regel? Die Regel besagt, wie lange Kaninchen brauchen um sich an ein verändertes Umfeld zu gewöhnen: 3 Tage Ankommen & Beobachten, 3 Wochen Eingewöhnen und 3 Monate Sicherheit & Vertrauen.





.jpg&w=3840&q=75)

