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Steckbrief Stichlinge

Steckbrief Stichlinge

Ordnung: Stichlingsartige (Gasterosteiformes)
Familie: Stichlinge (Gasterosteidae)
Gattung: Gasterosteus
Größe: 4–11 cm
Alter: Bis zu 6 Jahre, meist 1–2 Jahre
Verhalten: außerhalb der Brutzeit Einzelgänger – sonst Schwarmfisch, komplexe, instinktive Verhaltensweisen
Wasser: anpassungsfähig, können zwischen Süß- und Salzwasser wechseln,
im Aquarium Wasserhärte 8–15° dGH und pH-Wert: 6,5–8,0
Temperatur: 15–22 °C, aufgrund der Wärmeempfindlichkeit sind höhere Temperaturen ab 25 °C ungeeignet, extreme Schwankungen vermeiden
Futter: tierisches Lebend- und Frostfutter, Trockenfutter – am besten abwechselnd
Vergesellschaftung: kleiner Schwarm von ca. 8 Tieren für den Anfang empfehlenswert, kombinierbar mit Kardinalfisch, Bergbachschmerle oder Elritzen

Autorin: Cornelia Förster 

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Wissenswertes

Zu der bekanntesten Art des Stichlings zählt der Dreistachlige Stichling (Gasterosteus aculeatus). Er wird etwa 4–6 cm groß und lebt in Süß-, Brack- und Meerwasser.

Ursprünglich stammt die Fischart aus der nördlichen Hemisphäre und ist heute in ganz Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. Er kommt inzwischen in klaren Bächen, Flüssen, Seen sowie Küstengewässern vor und ist sehr anpassungsfähig.

Manche Populationen leben dauerhaft im Süßwasser, andere wandern zwischen Meer und Fluss hin und her.

Zur Fortpflanzungszeit unterscheiden sich die Geschlechter deutlich:
  • Männchen färben sich leuchtend rot am Bauch und bauen ein Nest.
  • Weibchen bleiben unscheinbar silbrig-grau.

Verhalten

Der Dreistachlige Stichling ist ein kleiner, aber faszinierender Fisch, der seinen Namen den drei Stacheln vor der Rückenflosse verdankt. Diese werden bei Gefahr aufgerichtet und signalisieren deutlich: „Bis hierhin und nicht weiter!“
 

Besonders bemerkenswert ist sein ausgeprägtes Sozial- und Brutverhalten. Im Frühjahr baut das Männchen mit Pflanzenteilen und Schleim ein kunstvolles Nest am Boden, zu dem er Weibchen mit einem auffälligen „Zickzack-Tanz“ lockt. Nach der Eiablage übernimmt er die alleinige Brutpflege: Er bewacht das Gelege, sorgt durch ständiges Fächeln mit den Flossen für frisches, sauerstoffreiches Wasser und verteidigt das Nest energisch gegen Eindringlinge.

Auch nach dem Schlupf kümmert er sich um die Jungfische, führt sie ins Nest zurück und schützt sie, bis sie selbstständig sind. Stichlinge gelten zudem als „Modellorganismus“ in der Verhaltensforschung. Ihr stark ausgeprägtes Reaktionsmuster – etwa auf die rote Kehle rivalisierender Männchen – machte sie zu einem wichtigen Studienobjekt, um tierisches Instinkt- und Balzverhalten besser zu verstehen.

So zeigt der kleine Fisch mit einer Körperlänge von nur 4–6 cm, dass Fürsorge, Anpassungsfähigkeit und spannendes Sozialverhalten auch im Miniaturformat beeindrucken können.

Glühbirnen-Icon 


Wissen on top: Männliche Dreistachlige Stichlinge können während der Balzzeit ihren Bauch so rot färben, dass sie fast wie kleine Bodybuilder aussehen – sie pumpen sich sozusagen optisch auf, um Weibchen zu beeindrucken und Rivalen einzuschüchtern. Dabei sind sie aber nur etwa 5 cm groß! Für so einen Mini-Fisch eine ganz schön große Show.

Haltung & Pflege

Die Haltung von Stichlingen im Aquarium oder Teich bietet die Möglichkeit, diese faszinierenden, kleinen Fische mit ihrem besonderen Sozialverhalten und der einzigartigen Brutpflege ganz nah zu erleben und artgerecht zu pflegen. 

Für die Haltung der Tiere eignet sich ein naturnah gestaltetes Aquarium oder ein gut strukturierter Teich mit ausreichend Pflanzen, Versteckmöglichkeiten und freiem Schwimmraum. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser sind wichtig, um die Tiere gesund zu erhalten und ihr natürliches Verhalten zu fördern.

Aquarium

Aquarium

  • Gut geeignet sind Becken mit 80+ Liter mit viel Struktur
  • Viele Pflanzen, Verstecke (Steine, Wurzeln) und zum Nestbau feiner Bodengrund
  • Moderat, keine zu starke Beleuchtung
  • Ruhige, kühle Kaltwasserfische; keine aggressiven oder scheuen Arten


Vorteil: Temperatur, Wasserqualität und Beleuchtung können optimal angepasst werden

Glühbirnen-Icon 


Schon gewusst? Beim Transport von Stichlingen ist es wichtig, die Wassertemperatur stabil zu halten und für ausreichend Sauerstoff im Transportbehälter zu sorgen, um Stress zu vermeiden. Nach Ankunft sollten die Fische langsam an das neue Wasser und die neuen Bedingungen gewöhnt werden, um einen sicheren Übergang zu gewährleisten. 

Nahrung

Nahrung

Stichlinge fressen vor allem kleine Wasserinsekten, Larven und Zooplankton. Im Aquarium eignen sich Mückenlarven, Wasserflöhe und Frostfutter besonders gut. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert Gesundheit und Aktivität.

Zum Fischfutter

Stichlinge in bester Gesellschaft

Stichlinge sind territoriale Fische und fühlen sich am wohlsten in Gruppen mit einem Männchen und mehreren Weibchen. Aggressive oder deutlich größere Fische wie Barsche oder Skalare sollten vermieden werden, da sie Stichlinge stressen können.

Geeignete Mitbewohner sind ruhige Kaltwasserfische wie Moderlieschen, Gründlinge oder kleine Bitterlinge sowie wirbellose Tiere wie Garnelen und Schnecken. Eine strukturreiche Einrichtung mit vielen Pflanzen, Steinen und Verstecken hilft, Revierkämpfe zu vermindern und für Harmonie zu sorgen.

FAQs: Häufige Fragen zu Stichlingen – wir antworten!

1. Wie erkenne ich das Geschlecht bei Stichlingen?
Männchen haben zur Laichzeit einen roten Bauch und bauen Nester, Weibchen sind meist grau und unauffällig.

2. Wie oft legen Stichlinge Eier?
In der Fortpflanzungszeit können Stichlinge mehrmals Eier legen, meist im Frühling und Sommer.

3. Brauchen Stichlinge spezielle Pflanzen im Aquarium?
Ja, Pflanzen wie Hornkraut oder Wasserpest eignen sich gut zum Nestbau und als Versteck.

4. Wie pflege ich die Wasserqualität bei Stichlingen?
Regelmäßiger Wasserwechsel, Filterung und Messung von pH, Temperatur und Härte sind wichtig.

5. Können Stichlinge auch allein gehalten werden?
Nein, Stichlinge sind Schwarmfische und brauchen mindestens eine kleine Gruppe.

6. Was tun bei Aggressionen unter Stichlingen?
Genügend Verstecke schaffen und das Geschlechterverhältnis beachten, um Revierkämpfe zu minimieren.

7. Wie unterscheidet sich der Stichling vom Neunstachligen Stichling?
Der Neunstachlige hat mehr Rückenstacheln (bis zu 9) und lebt oft in kühleren Gewässern.

8. Wie überwintern Stichlinge im Teich?
Sie ziehen sich in den kühleren Teichboden zurück und halten eine Art Winterruhe.

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Stichlinge sind in vielen Dehner Märkten erhältlich. Unser Team berät Sie gerne zur richtigen Teichgröße und zur passenden Filterung und Gestaltung Ihres Teichbiotops.

 

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