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Steckbrief Rennschnecken

Steckbrief Rennschnecken

Ordnung: Weichtiere (Gastropoden)
Gattung: Neritina
Größe: bis zu 3,5 cm
Verhalten: Aktive Schneckenjäger, räuberisch
Wasser: Wasserhärte bis 30 °dGH und alkalisch bis basisch (pH-Wert ca. 7–8,5)
Temperatur: 20–28 °C
Futter: Aufwuchs wie Bakterien und andere Mikroorganismen in Biofilmen, Algen​​​​​​​
Vergessellschaftung: Garnelen, friedliche Zierfische, keine Raubschnecken

Autorin: Cornelia Förster

Wissenswertes

Rennschnecken, auch Rennis genannt, gehören zu den Gattungen Vittina und Neritina und stammen aus Südostasien. Ihre Larven wachsen im Meer auf und besiedeln dann die Flüsse. Die Zuordnung dieser kiemenatmenden Schnecken ist manchmal schwierig, aber generell zählen sie zu den Geweihschnecken der Familie Neritidae.

 

Die Färbung und Musterung der Schnecken bieten oft Hinweise zur Unterscheidung. Am bekanntesten sind die Zebra-Rennschnecken mit schwarz-braunen Streifen. Es gibt auch gepunktete Varianten mit gelblich-oranger Grundfarbe sowie dunkelbraune oder rötliche Schnecken. Das Geschlecht ist von außen nicht erkennbar, und eine Nachzucht im Aquarium ist nicht möglich.

 

In der Natur leben Rennschnecken im Brackwasser von Flussmündungen, in Süßwasser-Flüssen und Mangrovenwäldern. Sie können bis zu 8 Jahre alt werden und ziehen im Alter gerne ins reine Süßwasser.

Verhalten

Robust, friedlich und unempfindlich – dies beschreibt die Rennis am besten. Fleißig gehen sie ihrer "Arbeit" nach und suchen das Aquarium auf Algenbesatz oder abgestorbene Pflanzenreste ab.

Weibliche Schnecken wollen auch im Aquarium für Nachwuchs sorgen, was leider nicht möglich ist. Die Larven benötigen Meerwasser, um aus dem Larvenstadium zu entwachsen. Nach der Paarung bekleben die Weibchen alle harten Untergründe – so auch Deko-Gegenstände im Aquarium mit ihren sesamkornartigen Eikonkons. Sogar vor den Gehäusen der Schneckenkollegen machen sie dabei keinen Halt. 

Rennschnecken leben in der Natur zeitweise außerhalb des Wassers. Gern unternehmen sie auch im Aquarium lebend, wenn möglich Wandertouren. Damit sie sich trotz ihrer Wandergelüste nicht verirren, ist eine Abdichtung des Aquariums auch am oberen Beckenrand besonders wichtig. 

Haltung – Rennschnecken im Aquarium

Rennis können einzeln, aber auch in Gruppen gehalten werden. Die idealen Bedingungen für Rennschnecken liegen bei einer Gesamthärte von 30 °dGH, einem pH-Wert von 7–8,5 und einer Temperatur von 22–28 °C. Aquarien ab 20 Liter eignen sich für Schnecken bereits. Es gilt jedoch: Je größer, desto besser

Rennschnecken lieben sauerstoffreiches Wasser und eine durchaus starke Strömung. Wichtig ist, dass die Tiere sich nicht zwischen der Aquarieneinrichtung einklemmen, da sie nicht rückwärts kriechen und damit verhungern können. 

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    Beste Pflege für Rennis

    Beste Pflege für Rennis

    Auch wenn Rennschnecken robust und pflegeleicht sind, muss das Aquariumwasser (auch für alle anderen Mitbewohner) alle zwei Wochen gewechselt werden. Dabei werden 30 % des Beckeninhaltes ersetzt. Ein Filter reinigt das Wasser, baut Schadstoffe ab und stellt eine passende Strömung sicher.

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    Nahrung – geeignetes Futter

    Rennschnecken fressen verschiedene Algenarten wie kleinzellige Grünalgen, Schmieralgen wie auch Staubalgen und weitere Mikroorganismen. 

    Wenn Rennschnecken nicht ausreichend Aufwuchs im Aquarium finden, können sie im Extremfall sogar verhungern. Zum Zufüttern eignen sich Herbstlaub, Algenplatten oder Algensteine. Auch Gemüse wie gekochter Hokkaidokürbis wird gerne verputzt. 

     

    Vergesellschaftung

    Vergesellschaftung

    Neritina wie auch Vittina lassen sich sehr gut mit anderen friedlichen Aquarienbewohnern vergesellschaften. Sie kommen mit beinahe allen Zierfischen, Garnelen und auch Welsen gut zurecht.

     

    Auf Schnecken fressende Tiere sollte jedoch in jedem Fall verzichtet werden. Dazu zählen beispielsweise Raubschnecken. Diese sollten nicht zu Rennschnecken gesetzt werden – das geht lange gut, aber irgendwann schnappen die Helenen doch zu.

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