
Steckbrief Moderlieschen
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie: Weißfische (Leuciscidae)
Gattung: Leucaspius
Größe: 6–9 cm
Alter: 1–4 Jahre
Verhalten: Robuster, tagaktiver Schwarmfisch, aber sehr stressempfindlich
Wasser: Bevorzugt Süßwassergewässer wie Seen, Weiher, Teiche, aber auch Tümpel und Pfützen;
im Aquarium Wasserhärte 12–18° dGH und pH-Wert: 7,0–7,8
Temperatur: 10–20 °C, auf Grund der Wärmeempfindlichkeit sind höhere Temperaturen ab 25 °C ungeeignet, Eis und Kälte stellen hingegen keine Probleme dar, hoher Sauerstoffbedarf
Futter: Plankton, Mückenlarven, Algen
Vergesellschaftung: Kleiner Schwarm von ca. 8 Tieren für den Anfang empfehlenswert, gut mit Bitterling, Goldfisch oder Elritze kombinierbar
Autorin: Silvia Schröder
Wissenswertes
Das Moderlieschen stammt ursprünglich aus Europa und Teilen Westasiens. Verbreitet ist es vor allem in langsam fließenden oder stehenden Gewässern wie Teichen, Altwassern und Tümpeln. Durch menschlichen Einfluss wurde es auch in andere Regionen eingeführt. Die Tiere leben bevorzugt in flachen, pflanzenreichen Uferzonen und kommen oft in großen Schwärmen vor. Das Moderlieschen, auch als Malinchen oder Sonnenfischchen bekannt, gilt als anpassungsfähig und tolerant gegenüber schlechter Wasserqualität.
Der beliebte Teichfisch erreicht als eher kleiner Kollege im Durchschnitt eine Länge von 6–9 cm, wobei die Weibchen in der Regel etwas größer als die Männchen sind. Im ausgewachsenen Zustand kann er bis zu 4 Jahre alt werden. Auffällig sind die sehr großen runden Augen, die am seitlich abgeflachten und schlanken, langgestreckten Körper hervorstechen. Die Haut des Fisches schimmert blau-grün bis silbrig-weiß und manchmal lässt sich ein dezenter blass-blauer Längsstreifen entlang der Flanke erkennen. Die Flosse ist durchsichtig mit leicht röter Färbung.
Wissenscheck:Zur Herleitung des deutschen Namens gibt es zwei Varianten. Variante A besagt, dass der Name eine Zusammensetzung der Wörter Moder (gleich Dreck oder Schlamm mit Bezug auf die modrigen Gewässer) und Lieschen (Koseform von Elisabeth mit Bezug auf Verniedlichung für den kleinen Fisch) ist. Glaubt man Variante B, so findet der Name seinen Ursprung im halbniederländischen Mutterloseken, was so viel wie mutterlos bedeutet. Hintergrund hierfür ist, dass der sehr klebrige Laich oft an den Füßen verschiedener Vögel haften bleibt und durch deren Bewegung ungewollt in andere Gewässer transportiert wird, wo er ohne Mutter (und Vater) aufwachsen muss.
Verhalten
Das Moderlieschen ist ein robuster und tagaktiver Schwarmfisch. Sein bevorzugter Lebensraum ist nahe der Oberfläche eines Gewässers. Moderlieschen sind zwar äußerst anpassungsfähig, reagieren jedoch empfindlich auf Stress und hohe Temperaturen. Sie benötigen zudem einen hohen Sauerstoffgehalt im Wasser, um sich wohlzufühlen und gesund zu bleiben.
Haltung & Pflege
Als genügsamer und anspruchsloser Fisch kann das Moderlieschen auch Anfänger-Aquaristen viel Spaß machen – egal ob Sie die Tiere im Teich oder Aquarium halten. Hier die Unterschiede der beiden Haltungsformen:
Unser Tipp: Moderlieschen reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen und Erschütterungen. Besonders beim Transport in ihr neues Zuhause ist daher auf eine gleichmäßige Wassertemperatur und einen möglichst ruhigen Umgang zu achten.
Moderlieschen in bester Gesellschaft
Moderlieschen sind keine Einzelgänger, sondern Schwarmfische und sollten immer in einer Gruppe mit mindestend 8 ihrer Art zusammen sein. Als ruhige und gesellige Fische lassen sie sich aber auch gut mit anderen ruhigen Teichbewohnern vergesellschaften. Besonders geeignet sind Bitterling, Goldfisch oder Elritze. Wichtig ist, dass die Mitbewohner ähnliche Ansprüche an Temperatur, Wasserqualität und Platz haben.





