
Leckere Tomaten dank super Standort, Pflege & Co.
Tomaten stehen ganz weit oben auf der Hitliste der beliebtesten Gemüsearten. Süßlich-fruchtig im Geschmack, erfrischend saftig und knackig ziehen sie den Tomatenfreund mit ihrem leuchtenden Rot oder ihren außergewöhnlichen Farben an. Und auch ihre tollen Inhaltsstoffe überzeugen: Dank wichtiger Vitamine wie Vitamin C und vielerlei Mineralstoffe bieten Tomaten gesunden Genuss.
Autorin: Cornelia Förster
Wissenswertes zu Tomaten
Ursprünglich stammt die Tomate aus Süd- und Mittelamerika. Erst im 19. Jahrhundert erhielt die Tomate (Lycopersicon esculentum) ihren Namen. Vorab wurde sie als Liebesapfel oder auch Goldapfel bezeichnet. In Österreich und Südtirol heißt sie Paradeiser.
Auch wenn sich viele Tomatensorten ähneln, gibt es weltweit immerhin ca. 10.000 verschiedene Prachtexemplare. Generell zählt sie zu den Nachtschattengewächsen, ist jedoch im Vergleich zu Auberginen und Kartoffeln roh genießbar. Die krautige, meist einjährige Pflanze hat es in sich und weiß die Gesundheit in vielen Punkten zu unterstützen.
Obwohl sie umgangssprachlich gern zu den Gemüsen gezählt wird, handelt es sich eigentlich um eine Beerenfrucht. Spätestens wenn aus den gelben Blüten reife Früchte heranwachsen, schlägt das Herz eines jeden Tomatenfans höher.
Tomaten säen oder pflanzen?
Sowohl beim Saatgut wie auch bei den Jungpflanzen lockt eine große Sortenvielfalt. Ob Sie auf der Fensterbank mit Samen vorziehen oder unter Glas aussäen – beides ist ab Ende Februar möglich. Alternativ können Sie ab Mai zugekaufte Jungpflanzen direkt in den Garten oder in Töpfen auf den Balkon oder die Terrasse auspflanzen. Für beide Varianten ist es ratsam, die Eisheiligen abzuwarten, da milde Temperaturen und warme Böden den frostempfindlichen Pflanzen entgegenkommen.
Tomaten aus Samen ziehen
Möchten Sie Ihre Tomaten aus Samen selbst anziehen, können Sie diese in kleine Anzuchttöpfe, Multitopfplatten oder in ein Mini-Gewächshaus säen. Alles passt gut auf ein breiteres Fensterbrett.
Gut geeignet ist Anzuchterde, mit der Sie die Samen dünn bedecken. Wichtig ist eine Abdeckung, die für ein feuchtes Klima sorgt und zusätzlich zum Gießen das Substrat feucht hält. Bei einem hellen Standort und einer Temperatur von 18–25 °C recken die Tomatenpflänzchen nach ca. 10 Tagen ihre Blättchen in die Höhe.
Jetzt ist der Zeitpunkt für das Pikieren. Die kleinen Pflänzchen werden vorsichtig mit einem Pikierstab vereinzelt und in größere Töpfe umgesetzt. Wichtig sind auch hier der helle Standort und eine Temperatur von 18–20 °C. Bei höheren Temperaturen geilen die Pflanzen, da sie zu stark wachsen, ihnen aber das Licht fehlt.
Haben Sie ca. 30 cm erreicht, können Sie ab Mitte Mai ins Freiland umsiedeln.
Tipp: Wenn Sie Ihre Jungpflänzchen etwas tiefer in die Erde setzen, als sie im Topf standen, bilden Ihre Schützlinge neue Wurzeln. Mit diesen können sie mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen.
Bekannte Wuchsformen und verschiedene Sorten
Prinzipiell werden zwei Wuchstypen unterschieden. Zum einen gibt es die Strauchtomaten bzw. Buschtomaten, zum anderen die Stabtomaten. Strauchtomaten haben viele Triebe und wachsen eher in die Breite. Sie eigenen sich perfekt für den Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse.
Stabtomaten besitzen einen Trieb, der schnell in die Höhe klettert und deshalb einen Stab als Stütze benötigt. Sie punkten mit guten Erträgen.
Auch die Vielfalt der Sorten ist überwältigend: Das Angebot umfasst kleine, leichte Cocktail-, Kirsch- oder Cherrytomaten, die einzeln oder in Rispen geerntet werden sowie längliche Eier- und Flaschentomaten.
Auch Stab- und Rundfruchttomaten oder Fleischtomaten können sich durchaus sehen lassen und erfreuen den Gaumen. Ebenso sind immer mehr Besonderheiten in Form, Farbe und Aroma erhältlich.
Gute Nachbarn für Tomatenpflanzen
Pflegemaßnahmen
Diese Pflegemaßnahme bringt oft Unsicherheiten – das Ausgeizen bei Strauchtomaten. Handelt es sich um einen Geiztrieb oder doch um einen Fruchttrieb? Geiztriebe sprießen exakt aus der Verzweigung zwischen Stamm und Blattstiel. Ab einer Länge von 3–5 cm wird der unerwünschte Geiztrieb entfernt, da er sonst Nährstoffe abzieht, die die Pflanze für einen üppigen Wuchs und eine reiche Ernte benötigt.
Steht die nächste Dünger- oder Wassergabe an, lässt sich das prima mit dem Ausgeizen verbinden. Ganz einfach den Trieb am unteren Ende zwischen zwei Finger nehmen und abknipsen. Bei Buchstomaten, Strauchtomaten und Cocktailtomaten wird nicht geknipst.
Wassernachschub gibt es am besten in den frühen Morgenstunden direkt auf die Erde. An heißen Tagen kommt die Gießkanne oder der Gartenschlauch durchaus häufiger zum Einsatz. Eine Überkopfbewässerung oder Staunässe finden Tomaten weniger witzig. Häufig wird dies mit Erkrankungen wie Kraut- und Braunfäule quittiert.
Regelmäßiges düngen ist ebenfalls wichtig, um die Starkzehrer mit den passenden und ausreichenden Nährstoffen zu versorgen. Grundsätzlich gilt: Nach dem Einsetzen der Jungpflanzen heißt es ca. alle 2 Wochen düngen. Gut geeignet sind entsprechende Tomatendünger, aber auch Gemüsedünger.
Gut zu wissen: Tomaten können auch nachreifen. Aromatischer sind natürlich meist ausgereifte Früchte, dennoch müssen grüne Früchte zum Ende der Erntesaison nicht auf den Kompost. Eingewickelt in Zeitungspapier oder neben Ethylen verströmenden Äpfeln liegend, reifen sie nach. Die Haltbarkeit der selbst geernteten Tomaten lässt sich mit einem einfachen Trick verlängern. Belassen sie ein Stück des grünen Stiels an der Frucht.







