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Sprossen selber ziehen – frisch, gesund und voller Power

Sprossen selber ziehen – frisch, gesund und voller Power

Kaum zu glauben, welche Nährstoffkraft in kleinen Samen steckt! Keimsaaten sind wahre Powerpakete, die Ihrem Körper ganzjährig wertvolle Vitamine und Mineralstoffe liefern. Werden Sie selbst zum Sprossenzüchter und erwecken Sie die schlummernden Körner zu frischem, gesundem Grün für Küche und Salat.

Autorin: Cornelia Förster

Warum sind gekeimte Sprossen so gesund?

Sprossen sind eine hervorragende Quelle für Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und Antioxidantien, oft in konzentrierter Form. Die Keimung steigert nicht nur den Nährstoffgehalt, sondern macht die Samen auch leichter verdaulich und stoffwechselaktivierend.

 

Bei der Keimung passiert Folgendes:

 

  • Reduzierung des Fettgehalts des Saatgutes
  • Aufspaltung von Proteinen in leicht verwertbare Aminosäuren
  • Aktivierung der Enzyme, die den Stoffwechsel unterstützen
  • Umwandlung komplexer Kohlenhydrate in einfache Glucosemoleküle
  • Steigerung des Nährstoffgehaltes – insbesondere der B-Vitamine
  • Erhöhung der Bioaktivität
  • Verbesserte Verträglichkeit und leichte Verdaulichkeit

Equipment: Leckere Vitaminbomben keimen

Früher nutzte man für die Sprossenzucht oft ein umgekehrtes Einweckglas mit einem Stück Stoff oder dünnem Sieb als Deckel.

Heute gibt es verschiedenste Keimgefäße, mit denen sich eine große Vielfalt an Sprossen und Keimen ziehen lässt. Besonders gut geeignet sind Glas- oder Plastikgefäße in unterschiedlichen Formen und Größen.

Der Vorteil moderner Keimgeräte: Viele besitzen eine automatische Bewässerung, die die Saaten regelmäßig mit der optimalen Wassermenge versorgt. Aber auch manuelle Keimgefäße wie das klassische Sprossenhaus haben ihre Vorteile:
 

  • Tägliche Kontrolle des Keimfortschritts
  • Einfaches Nachfüllen von Wasser
  • Gleichzeitiges Ziehen unterschiedlicher Saaten


So wird die Sprossenzucht einfach, flexibel und vielseitig – perfekt für frische Vitamine das ganze Jahr über.

Keimgefäße und -geräte im Überblick

Sprossenhaus

Sprossenhaus

  • Ein Sprossenhaus hat mehrere übereinanderliegende Schalen, sodass Samen mit unterschiedlichen Keimzeiten parallel keimen können.
  • Das Wasser fließt von oben durch alle Schalen, spült nacheinander jede Ebene und lässt überschüssiges Wasser einfach ablaufen.

Alles was Sie für den Anbau brauchen können

Anzuchthäuschen, Sprossengläser, Sprossentürme & mehr

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Gute Idee? Sie lieben Kresse und möchte das gesunde Grün auch gerne Ihren Kids näher bringen? Wie wäre es mit einem Kresseigel. Nach und nach sprießen die essbaren "Kressestacheln".   

Die gesunde und leckere Auswahl

Die gesunde und leckere Auswahl

Sie mögen es gern süß, nussig oder eher scharf und deftig? Die Sprossenpalette hat alles zu bieten

Jetzt genießen

Das A und O beim Sprossenanbau

Haben Sie sich für Ihre Lieblingssprossen wie Brokkoli, Radieschen oder Alfalfa entschieden, kann es losgehen. Die richtige Menge Saatgut ist entscheidend: Es sollte den Boden bedecken, aber nicht übereinanderliegen, um Fäulnis zu vermeiden und Konkurrenz um Licht und Wasser zu reduzieren.

Tipp: Getreide- und Hülsenfrüchte-Samen über Nacht in lauwarmem Wasser quellen lassen – so verkürzt sich die Keimdauer deutlich.

Je nach Sorte brauchen Sprossen 2 bis 8 Tage zum Keimen. Bleiben sie etwas länger im Gefäß, bilden sich kleine Blättchen – ebenfalls lecker. Wird die Keimung zu lange hinausgezögert, verlieren die Sprossen ihren Geschmack.

 

 

Unsere Top 5 Sprossen:

 

1. Alfalfa-Sprossen – reich an Vitamin K, C, Folsäure, Ballaststoffen, Proteinen, Kalzium, Magnesium (Keimdauer: 4–5 Tage)

2. Mungbohnen-Sprossen – hoher Gehalt an Vitamin C, B, Eisen, Magnesium, Proteinen (Keimdauer: 3–5 Tage)

3. Brokkoli-Sprossen – sehr reich an Sulforaphan (ein starkes Antioxidans), Vitamin C, A, Kalium (Keimdauer: 4–6 Tage)

4. Radieschen-Sprossen – Vitamin C, A, E, Eisen, Kalium, Antioxidantien (Keimdauer: 4–6 Tage)

5. Kichererbsen-Sprossen – hoher Proteingehalt, Ballaststoffe, Folsäure, Eisen, Vitamin B6 (Keimdauer: 3–4 Tage)

 

Verwendung & Sicherheit:

Sprossen lassen sich roh, gedünstet oder in Salaten genießen. Vor dem Verzehr sollten sie unter lauwarmem Wasser gewaschen oder kurz blanchiert werden. So werden Bakterien entfernt und das potenziell gesundheitsschädliche Protein Hämagglutinin reduziert – besonders bei Soja-, Kichererbsen- und Erbsensprossen empfehlenswert.

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Schon gewusst? Riechen die Keimlinge faulig, sind sehr schleimig oder haben eine unnatürliche braune Verfärbung, gehören sie in den Müll.   

Microgreens – die nächste Stufe nach der Sprossenanzucht

Was sind Microgreens? Der Name ist hier Programm: „Micro“ bedeutet klein, „Greens“ steht für junges Grün. Microgreens sind winzige, junge Pflänzchen, die direkt nach der Ausbildung der ersten Keimblätter geerntet werden – deutlich früher als ausgewachsene Gemüsepflanzen, aber etwas später als Sprossen. Sie sind klein, zart und voller Aroma.

Während Sprossen schon nach wenigen Tagen Salate & Co. bereichern, benötigen Microgreens 7–14 Tage, bis sie erntereif sind. Häufig besitzen sie eine höhere Nährstoffkonzentrationen als Sprossen – und zählen damit zu den wahren Kraftpaketen unter den Pflanzen.

Die Anzucht gelingt ganz einfach: Füllen Sie eine flache Anzuchtschale mit einer dünnen Erdschicht – sie gibt den jungen Pflänzchen Halt und sorgt für gleichmäßiges Wachstum. Die Samen werden einfach aufgestreut.

Ob Radieschen, Brokkoli, Rotkohl oder Erbsen: Microgreens bringen – wie ihre „Geschwister“, die Sprossen – Farbe, zarte Texturen und viel Vitalkraft in die Küche.
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