
Paprika – Vitamin-C-Bomben aus dem Garten
Grün, gelb, orange oder rot – mit ihren kräftigen, farbenfrohen Früchten ist die Paprika nicht mehr aus den heimischen Gemüsegärten wegzudenken. Auch in der Küche erfreut sie sich hoher Beliebtheit. Mit ihrem aromatischen Geschmack und ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt peppt die Pflanze vielerlei Gerichte auf.
Autorin: Cornelia Förster
Wissenswertes zum Nachtschattengewächs
Die Paprika (Capsicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist im tropischen Südamerika zuhause. Hier beeindruckt das Gemüse in unzähligen Formen und Farben. Hierzulande wird überwiegend der Spanische Pfeffer kultiviert.
Je nach Sorte entwickeln sich Paprikafrüchte zunächst grün und reifen später zu gelben, orangen oder roten Leckereien. Grüne Paprika können zwar verzehrt werden, doch je reifer die Früchte, desto aromatischer ihr Geschmack und desto höher ihr Nährstoffgehalt. Besonders ihr hoher Vitamin-C-Gehalt, der von kaum einem anderen Gemüse übertroffen wird, macht Paprika so gesund.
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Aussaat & Anzucht: Früchte aus eigenem Anbau
Bereits ab März können Paprika auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogen werden. Für die Anzucht werden die Samen in mit Anzuchterde gefüllte Pflanztöpfe gelegt und mit Erde überdeckt. Achten Sie darauf, die Samen doppelt so tief zu setzen, wie sie groß sind.
Anschließend wird die Aussaat vorsichtig, aber gründlich angegossen und mit einer durchsichtigen Haube abgedeckt. Dies sorgt für optimale Keimbedingungen, da nicht nur eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit garantiert wird, sondern auch Temperaturschwankungen im Topf reduziert werden.
An einem hellen und warmen Standort bei ca. 25 °C keimen die Samen innerhalb von 4 Wochen. Sobald die Keimblätter voll ausgebildet sind, werden die kleinen Pflanzen in Töpfe pikiert und bei einer hohen Luftfeuchtigkeit sowie einem hellen Standort mit warmen Temperaturen zu Jungpflanzen weiterkultiviert.
Paprika pflanzen
Ab Ende April dürfen die Paprika in ein unbeheiztes Gewächshaus ziehen. Ins Freiland wandert das vorgezogenen Gemüse erst Mitte Mai nach den Eisheiligen.
Pflanzen Sie die Jungpflanzen in ein sonniges Beet mit lockerer, humusreicher Erde. Für optimale Bedingungen wird der Boden mit Kompost und Hornspänen versorgt. Sollen mehrere Pflanzen in einer Reihe stehen, wünschen sich Paprika einen Pflanzabstand von 40–50 cm in der Reihe und 60 cm zwischen den Reihen. Binden Sie das Gemüse vorsorglich bereits schon bei der Pflanzung an Bambusstäben fest. Diese verhindern ein Umknicken bei stärkerem Wind.
Neben dem Garten und Gewächshaus sind auch die Terrasse und der Balkon beliebte Orte für den Anbau. Hier werden die Pflanzen in große, vor Regen geschützte Blumenkübel gepflanzt.
Profi-Tipp: Hobbygärtner decken beim Anbau von Paprika gern den Boden mit schwarzer Mulchfolie ab und pflanzen das Gemüse in kleine Schlitze. Dies wärmt den Boden, hält die Feuchtigkeit zurück und garantiert optimale Bedingungen.
Die perfekte Pflege
- Gießen: Paprikas haben einen hohen Wasserbedarf und wachsen am besten bei gleichmäßiger Feuchtigkeit. Gießen Sie die Pflanzen im Sommer daher täglich. Regelmäßiges Mulchen verhindert übermäßiges Verdunsten.
- Düngen: Zwischen Juni und August freut sich das Gemüse alle zwei bis drei Wochen über mäßige Nährstoffgaben. Besonders geeignet sind organische Gemüsedünger, Kompost oder Brennnesseljauchen.
- Schnitt: Förderlich für die Fruchtbildung bei großfruchtigen Sorten ist das Auskneifen der ersten Blüte, auch Königsblüte genannt. Diese wächst zwischen dem Haupttrieb und dem ersten Seitentrieb.
Mischkultur
Diese Pflanzen gedeihen gut neben Paprika






