Zwerghamster

Steckbrief: Zwerghamster
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Art: Phodopus
Ursprungsgebiet: Nordosteuropa und Nordasien
Größe: 7–12 cm
Verhalten: Dämmerungs- & Nachtaktiv
Alter: 1,5–2,5 Jahre
Futter: Körnermischungen, Kräuter, Gemüse, tierische Eiweiße in Form von Insekten, hartgekochtem Ei oder fermentierten Milchprodukten
Besonderheiten: Füllen ihre Backentaschen und hamstern ihr Futter in ihren Vorratskammern

Wissenswertes

Wissenswertes

Von den rund 20 verschiedenen Zwerghamsterarten zählen der Dsungarische Zwerghamster, der Campbell Zwerghamster, der Roborowski-Zwerghamster und der Chinesische Streifenhamster zu den beliebtesten Heimtierarten. Sie alle stammen aus Nordosteuropa und Nordasien und fühlen sich dort in Wäldern, Steppen und Halbwüsten wohl.

Während der Dsungarische Zwerghamster, der Campbell Zwerghamster und der Roborowski-Zwerghamster zu den Kurzschwanz-Zwerghamstern (Phodopus) gehören, zählt der chinesische Streifenhamster zu den Grauen Zwerghamstern (Cricetulus).

    Welche Art soll es sein?

    Art Größe Aussehen
    Dsungarischer Zwerghamster 7–9 cm Aschgraues bis dunkelbraunes Fell der Oberseite mit schwarzbraunem Aalstrich. Das Fell der Unterseite ist weißlich.
    Campbell Zwerghamster 8–10 cm Gräulich-braungelbes Fell der Oberseite mit dunklem Aalstrich. Das Fell der Unterseite ist cremefarben bis braungelb.
    Roborowski-Zwerghamster ca. 7 cm Hellbraunes bis graues Fell der Oberseite ohne Aalstrich. Das Fell der Unterseite ist weißlich. Markanter weißer Fleck über jedem Auge.
    Chinesischer Streifenhamster 9–12 cm Sein Schwanz ist 2–3 cm lang, graubraunes oder weißes Fell der Oberseite mit dunklem Aalstrich. Das Fell am Bauch ist grauweiß.

    Verhalten

    Verhalten

    Zwerghamster sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere – während sie tagsüber Ruhe brauchen und es sich in ihrem Käfig bequem machen, steht nachts Aktion auf dem Programm. Buddeln, Fressen, ein Sprint im Laufrad und vieles mehr gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen und zum typischen Verhalten der aktiven, neugierigen, grab- und kletterfreudigen Tiere.

    Zwerghamster lassen sich zähmen und gewöhnen sich durch Aufmerksamkeit und das Aufnehmen in die Hand an menschlichen Kontakt. Schläft der kleine Nager jedoch, sollte er keinesfalls gestört werden. Anderenfalls kann es passieren, dass das Tier zubeißt, um sich zu verteidigen. Zusammengefasst ist ein Zwerghamster das perfekte Tier zum Beobachten, zum Schmusen und Herumtollen eignet er sich allerdings nicht.

    Haltung

    Bei der Gruppenhaltung von Zwerghamstern kann es immer wieder zu Unverträglichkeiten und schweren Auseinandersetzungen zwischen erwachsenen Tieren kommen. Halten Sie die Nager aus diesem Grund lieber einzeln – getrennt von ihren Artgenossen.

    Hamster fühlen sich in einem geräumigen und abwechslungsreich eingerichteten Käfig wohl. Der Tierschutzbund empfiehlt eine Grundfläche von 100 x 50 x 50 cm. Die Gitterabstände sollten für Dsungarische Zwerghamster, Campbells und Chinesische Streifenhamster 0,8–1 cm betragen, für die kleineren Roborowski-Zwerghamster 0,6–0,8 cm. Besonders wichtig ist es, dass die grabfreudigen Tiere die Möglichkeit haben, sich mindestens 20 cm in die aus Heu und Stroh gemischte Einstreu zu buddeln.

    Einrichtung des Hamsterheims

    Nach der Wahl des richtigen Käfigs geht es an die Inneneinrichtung. Für eine artgerechte Hamsterhaltung und ein glückliches Hamsterleben darf von verschiedenen Unterschlupfmöglichkeiten wie einem kleinen Häuschen über strukturgebende Elemente wie Tunnel, Wurzeln und Äste bis hin zum beliebten Laufrad nichts fehlen. Natürlich gehören auch ein Sandbad mit Chinchillasand, eine Tränke und ein Futternapf ins Hamsterheim. Entscheiden Sie sich beim Kauf des Zubehörs für das Gehege Ihres Hamsters unbedingt für natürliche Materialien wie Holz und sichern Sie alle Gegenstände vor dem Umkippen und Untergraben.

    Pflege

    Glücklicherweise sind Zwerghamster sehr reinliche Tiere, die bei der richtigen Haltung und einer geeigneten Ernährung ihre Zähne und ihr Fell von selbst auf Vordermann bringen. Von regelmäßigem Belecken bis hin zum Wälzen im Sandbad – die Tiere haben ihre typische Pflegeroutine.

    Bei der Reinigung des Käfigs sind Hamster jedoch auf ihre Halter angewiesen: Etwa einmal die Woche sollte verschmutzte Einstreu ausgetauscht werden, denn nur so können die Bildung von unangenehmen Gerüchen und die Entstehung von Keimen im Käfig verhindert werden. Eine komplette Reinigung des Käfigs Ihres Tiers steht ein- bis zweimal im Monat an. Neben dem täglichen Säubern der Urinecke sowie der Futter- und Trinkgefäße muss stets die sogenannte Vorratskammer des Hamsters kontrolliert und gereinigt werden.

    Nahrung

    Für eine ausgewogene Ernährung benötigt Ihr Tier täglich zwei Teelöffel von speziellen Körnermischungen für Zwerghamster sowie ein wenig Frischfutter. Ob Sie Ihren Hamster dabei mit Grünfutter wie Löwenzahn und Petersilie oder mit Gemüse wie Möhren, Gurken und Tomaten verwöhnen, spielt keine Rolle. Zur Abwechslung schmecken Ihrem Tier auch Nüsse und Sonnenblumenkerne, diese dürfen jedoch nur in Maßen verfüttert werden, da sie sehr fetthaltig sind. Tierisches Eiweiß in Form von Insekten, einem hart gekochten Ei oder fermentierten Milchprodukten macht den Speiseplan Ihres Hamsters schließlich komplett.

    Beschäftigung

    Neben Hirsekolben, Zweigen von ungespritzten Bäumen und Holz beugen Nagertreppen, Rascheltunnel & Co. Langeweile vor und beschäftigen die aktiven, flinken Tiere.

    Besonderheiten

    In der Natur gehen Hamster nachts in kargen Steppen und Halbwüsten auf Futtersuche. Essbare Pflanzensamen, Körner und Co. werden jedoch nicht gleich gefressen, sondern in ihren Backentaschen zurück mit in den Bau genommen. Ähnliches lässt sich auch bei der Heimtierhaltung erkennen – hier legen sich Hamster gern Vorratskammern an und bunkern das Futter in ihren Schlafhäuschen.

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