Rund um die Katzenhygiene

Katzen sind sehr reinliche Tiere, die viel Wert auf Hygiene legen. Zum Wohlfühlen gehört für sie nicht nur die tägliche, manchmal stundenlange Fellpflege, sondern auch der perfekte Ort fürs kleine und große Geschäft sowie die richtige Streu. Lesen Sie hier, was für ein Katzenklo mit Deckel spricht, welche Sorten Katzenstreu zur Auswahl stehen und weitere wichtige Tipps. 

Sauberkeit von Anfang an

Sauberkeit von Anfang an

Schon kleine Kätzchen gewöhnen sich ab dem zweiten Lebensmonat an die Benutzung einer Katzentoilette. Sie lernen von ihrer Mutter, wie sie für Sauberkeit sorgen und ihren Kot verscharren. Wer sich dafür entscheidet, eine junge Katze bei sich aufzunehmen, benötigt deshalb von Anfang an ein geeignetes Katzenklo und die passende Katzenstreu. Dies ist wichtig, da spätere Vorlieben schon durch die erste Streu geprägt werden. Da Kitten gerne Mal die Katzenstreu fressen, muss unbedingt nicht klumpende Streu genutzt werden, um eine Klumpenbildung im Magen zu verhindern.

Das richtige Katzenklo macht die Katze froh!

Katzenklos gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die verbreitetsten sind:  

Die Schalentoilette hat einen erhöhten Rand und keinen Deckel. Hier kann beim Verscharren leicht die Katzenstreu über den Rand verteilt werden. Allerdings bietet sie Ihrer Katze einen Rundumblick und passt besser zu den natürlichen Bedürfnissen einer Katze.

Die Haubentoilette ist ein Katzenklo mit Deckel und erhöhtem Rand. Zudem ist ein solches Katzenklo oft mit einer Klappe oder Schwingtür ausgestattet, über die die Katze einsteigen kann. Streu wird kaum herausgescharrt und unangenehme Gerüche verteilen sich weniger im Raum.

Welches Katzenklo das Richtige ist, entscheidet letztlich Ihre Katze. Folgende Faktoren spielen bei der Anschaffung aber eine Rolle:

  • Ist das Katzenklo groß genug? Bei den Maßen der Katzentoilette sollten Sie sich an der Körpergröße Ihrer Katze orientieren, sie muss sich darin problemlos umdrehen und ausstrecken können.
  • Auch kleine Kätzchen und Seniorenkatzen müssen einfach hinein und wieder herauskommen. Der Einstieg sollte deshalb nicht höher als 15 cm sein.
  • Grundsätzlich gilt: Mindestens ein Katzenklo pro Katze, optimal wäre sogar eines mehr.
  • Manche Katzen benutzen für das große und kleine Geschäft nicht die gleiche Katzentoilette und benötigen zwei Exemplare.
  • Der richtige Platz für ein Katzenklo ist an einem geschützten Standort weitab von Futter- und Ruheplatz.

Klumpend oder nicht klumpend – das ist hier die Frage

Generell zeichnen folgende Merkmale eine gute Katzenstreu aus: 

  • Saugstark
  • Bindet Gerüche
  • Staubt wenig
  • Angenehm für die Katzenpfoten

Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl der richtigen Streu und testen ruhig mehrere Sorten, da Katzen bei diesem Thema genau wissen, was sie wollen. Zudem beeinflusst die Art der Streu, wie oft Sie das Katzenklo sauber machen sollten.

Klumpstreu bildet feste Klumpen und bindet zuverlässig Gerüche, sobald sie mit Flüssigkeit in Kontakt kommt. Täglich muss die Streu im Katzenklo mit einer Streuschaufel von Ausscheidungen befreit werden. Ein kompletter Austausch der Streu erfolgt mindestens zweimal im Monat. Klumpstreu ist im Verbrauch sparsam und sehr ergiebig, für junge Kätzchen aber ungeeignet: Wenn die Streu gefressen wird, kann sie im Magen verklumpen.

Nicht klumpende Streu schließt Gerüche und Flüssigkeit ein, ohne Klumpen zu bilden. Auch hier sollten täglich die Ausscheidungen aus dem Katzenklo entfernt werden. Bevor Gerüche auftreten bzw. kein Urin mehr aufgenommen wird, ist die komplette Streu zu wechseln. Dies fällt etwa einmal in der Woche an. Bei nicht klumpender Katzenstreu sind der zeitliche Aufwand und der Verbrauch deshalb höher.

Eine Sonderform ist die Silikatstreu, die dank spezieller Eigenschaften große Mengen Flüssigkeiten aufnehmen, Geruch binden und Keime einschließen kann. Dank längerer Wechselintervalle ist sie zudem ergiebiger.

Mineralisch, pflanzlich, ökologisch oder aus Silikat?

Mineralisch, pflanzlich, ökologisch oder aus Silikat?

Neben der Entscheidung „klumpend oder nicht klumpend“ ist bei Katzenstreu die Frage nach dem richtigen Material zu beantworten. Je nach Ausgangsstoff punkten die verschiedenen Materialien bei der Klumpfähigkeit bzw. beim Gewicht, sind biologisch abbaubar und neigen unterschiedlich stark zum Stauben. 

Mineralisch Pflanzlich Ökologisch Silikatstreu
Ausgangsstoff Bentonit oder Sepiolith Pflanzenfasern Pflanzenfasern Gemisch aus Kieselgel, Sauerstoff und Wasser
Klumpfähigkeit klumpend oder nicht klumpend klumpend oder nicht klumpend klumpend oder nicht klumpend nicht klumpend
Gewicht hoch gering gering gering
biologisch abbaubar nein ja ja ja
Staubneigung abhängig von der Qualität des Ausgangsstoffs gering gering nicht vorhanden

Die passende Katzenstreu finden

Wussten Sie schon? Viele Halter fragen sich früher oder später: Wie viel Streu sollte eigentlich ins Katzenklo? Die Antwort: Wenn Sie die Streu etwa 5–10 cm hoch in das Katzenklo füllen, können die Tiere ihre Hinterlassenschaften problemlos verscharren.

    Richtig entsorgen – gewusst wie

    Abhängig vom Wohnort gibt es unterschiedliche Regelungen zur Katzenstreu-Entsorgung. Sie machen alles richtig, wenn Sie gebrauchte Streu mit dem Hausmüll in die Restmülltonne geben. Um eine Verstopfung von Rohrleitungen zu vermeiden, sollte Katzenstreu niemals über die Toilette entsorgt werden. Biologisch abbau- und kompostierbare Katzenstreu ohne Verunreinigungen wie Kot oder Urin kann zudem über den Biomüll bzw. Kompost beseitigt werden. Beachten Sie hierzu bitte die Anweisungen auf der Verpackung.

    Für ein gutes Gefühl auf dem stillen Örtchen

    Für ein gutes Gefühl auf dem stillen Örtchen

    Damit Ihre Katze die Toilette auch nutzt, müssen die hygienischen Voraussetzungen stimmen. Katzen sind sehr geruchsempfindlich und reagieren sensibel auf Unsauberkeit. Um den Katzenklo-Geruch zu neutralisieren, ist neben dem Wechsel der Katzenstreu deshalb eine regelmäßige gründliche Säuberung Pflicht. Dafür eignen sich heißes Wasser und ein milder Reiniger.

    Bei Fußbodenheizungen verhindert eine Matte als Isolierschicht unter dem Katzenklo die Geruchsbildung durch Erwärmen.

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