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Die Blattläuse

Seit über 280 Millionen Jahren saugen Blattläuse an Pflanzen, um sich zu ernähren. Mit ihren ca. 800 verschiedenen Arten gehören sie zweifelsohne zu den bekanntesten Pflanzenschädlingen weltweit und zu den Gewinnern der Evolution. Ob gelb, grün, schwarz oder grau, Blattläuse kommen an vielen Nutz- und Zierpflanzen vor und können sich rasant verbreiten.

Schadbild des Schädlings

Schadbild des Schädlings

  • Durch die saugende Tätigkeit der 1−7 mm großen Läuse entstehen deformierte, gerollte oder gekräuselte Blätter. Auch die Triebspitzen und Knospen sind häufig von den Verformungen betroffen. Die Blätter vergilben oder sterben teils ab.

  • Befallene Pflanzenteile kleben und schimmern im Licht. Ursache hierfür ist der Honigtau, den die Blattläuse über ihre Ausscheidungen hinterlassen. Dieser wird besonders von Ameisen geschätzt. Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber Ameisen

  • Ab April vermehren sich die Blattläuse entweder durch Eiablage (40−100 Eier/Weibchen) oder Lebendgeburten. Mit einem relativ kurzen Entwicklungszyklus von 7−14 Tagen treten sie in ganzen Kolonien auf, entziehen Pflanzen Nährstoffe und können Viren übertragen.

  • Eine ebenfalls unschöne Begleiterscheinung stellt der schwärliche Rußtau dar, der sich auf Grund des Honigtaus auf den Blättern zeigt.

Vorbeugende Maßnahmen

    • Prävention heißt das Zauberwort bei Blattläusen. Fördern Sie in allererster Linie die Feinde der Blattlaus und damit Nützlinge auf Ihrem Balkon, der Terrasse oder in Ihrem Garten/Gewächshaus. Zu ihnen gehören: der heimische Marienkäfer und seine Larven, Florfliegenlarven, Schlupfwespen, Ohrwürmer, Gallmücken und Schwebfliegen.

    • Setzen Sie Pflanzen wie Bohnenkraut gegen die schwarze Blattlaus ein oder Lavendel, der mit seinen ätherischen Ölen Blattläusen vorbeugt. Eine Mischkultur ist in der Regel in jedem Fall ein Pluspunkt.

  • Vermeiden Sie eine stickstoffbetonte Düngung, um diesen Insekten keine allzureiche Nahrungsquelle zu bieten.

Bekämpfung der Blattläuse

Bekämpfung der Blattläuse

  • Statt Chemie versuchen Sie es zunächst mit einem kräftigen Wasserstrahl, der die Läuse von den Knospen, Trieben und Blättern spült.

  • Erhöhen Sie die Anzahl der Nützlinge in Ihrem Garten oder Gewächshaus, indem Sie Larven zukaufen.

  • Gehören chemische Mittel zu Ihrer Wahl, können Sie auf systemisch wirksame Pflanzenschutzmittel oder Kontaktgifte zurückgreifen. Während erstere von der Pflanze z. B. via Gießen aufgenommen und damit von saugenden Insekten direkt aufgesogen werden, wirken Kontaktgifte von außen und müssen die Schädlinge direkt treffen. Sie sollten gespritzt werden.

Hinweis: Beachten Sie hierbei bitte, dass Sie beim Einsatz von Insektiziden u. U. auch Ihre Nützlinge abtöten.

Nützlinge im Garten fördern

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