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Harte Schale, leckerer Kern – Walnüsse aus dem eigenen Garten

Prächtig und mächtig strecken Walnussbäume ihre Äste in den Himmel. Ihr Erscheinungsbild ist dank ihrer Wuchsgröße (20–30 m), durchaus beachtlich. Ist der Platz im Garten vorhanden, ist ein Walnussbaum fast schon ein Muss. Nicht nur sein tolles Blätterdach für Schatten im Sommer, auch seine herrlichen Nüsse bringen Baum- und Nussliebhaber zum Schmelzen.

Wissen kompakt rund um die Walnuss

Ursprünglich stammt der Walnussbaum (Juglans regia) aus dem Orient. Schließlich wanderte er in Italien ein und erhielt auch bei uns im 18. Jahrhundert Einzug. Die Pflanze mit den typischen Nüssen gehört zu der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Auf Grund des majestätischen Habitus und des üppigen Fruchtertrags wurde der Nussbaum seit Alters her mit Fruchtbarkeit und Königswürde in Verbindung gebracht. 

Tatsächlich gibt es verschiedene Arten von Walnussbäumen. Sie alle bilden eine Gattung. In Europa ist meist nur die "Echte Walnuss" anzutreffen.
Junge Walnussbäume wachsen in milden Regionen immerhin 50 cm im Jahr. Gemeinsam haben sie abgesehen von ihrer Wuchshöhe und ihrem tiefen Wurzelwerk, ihr hohes Alter. Einige Exemplare werden sogar 200 Jahre alt.

Allein, allein – Walnussbäume fühlen sich besonders in Einzelstellung wohl. So benötigen sie auch keinen "Partner", wenn es um die Bestäubung oder Fruchtbildung geht. Die weiblichen und männlichen Blüten sind an einer Pflanze. Die Bestäubung übernimmt der Wind von April bis in den Mai. Im September ist es dann soweit: Die Nussfülle wartet auf die Ernte.

Walnuss-Wohlfühlprogram: Anspruchslose Gartengesellen


Generell benötigen Walnussbäume nicht viel, um sich pudelwohl zu fühlen. Bekommt Ihr Schützling zum Austrieb eine Gabe Kompost und Hornmehl, ist das Walnussjahr beinahe schon geritzt. Ist der Sommer heiß und trocken, heißt es Wasser bzw. Bewässerung marsch. Klopft schließlich der Winter an die Baumrinde, ist ein Weißanstrich ganz sinnvoll. Dieser schützt bei Sonneneinstrahlung vor den eventuellen Frostrissen und versorgt in der Regel den Baum mit Nährstoffen.

Standort

  • Sonnige, warme, helle und geschützte Standorte liebt die lichtbedürftige Walnuss besonders.
  • Gut geeignet sind: Fruchtbare, tiefgründige und lehmig-humose Böden.

Pflanzung

  • Ausreichend Platz ist das A und O beim Walnussbaum, der gerne ausladend wächst und kaum einen Pflanzpartner duldet.
  • Beste Pflanzzeit: Das Frühjahr, sodass die Pflanzen noch vor den ersten Frösten gut einwurzeln. 

Pflege

  • Tatsächlich benötigt der Walnussbaum keine Schnittmaßnahmen.
  • Muss der Baum dennoch einmal geschnitten werden, dann nur von Juli bis Mitte September. Andernfalls "blutet" der Baum u. U. monatelang.

Nutzen

  • Der Walnussbaum macht sich besonders in Solitärstellung gut bzw. als Gartenbaum.
  • Spezielle Sorten wie das Walnussbäumchen 'Mars' fruchten bereits nach 5 Jahren und nicht wie üblich nach 10.


Wussten Sie schon?
Walnussbäume bieten einen großzügigen Lebensraum für tierische Gartenbewohner. Ob als Unterschlupf, Zuhause, Nahrungsquelle oder Überwinterungsquartier. Klicken Sie sich in unseren Ratgeber und erfahren Sie mehr über "Tiere im Garten".

Ernte und Verwendung der Nüsse

Ernte und Verwendung der Nüsse
Klasse – nach dem zweiten Standjahr warten in der Regel die ersten Walnüsse auf den Erntekorb. Bereits im Mai können die noch unreifen Früchte teils geerntet werden und zu den sogenannten "Schwarzen Honig-Nüssen" verarbeitet werden. Soll es der reguläre Erntetermin sein? Dann heißt es warten, bis die Fruchtschalen grünbraun und aufgeplatzt sind. Meist ist dies Ende September der Fall. In diesem Zustand fallen die Nüsse meist von selbst vom Baum. Ansonsten hilft leichtes Schütteln, um die heißbegehrten Walnüsse einsammeln zu können.

Möchten Sie sich vor verfärbten Fingern schützen, helfen Gartenhandschuhe prima. Wichtig ist, dass die Nüsse regelmäßig aufgesammelt werden. Liegengebliebene Nüsse sind ein idealer Nährboden für Schädlinge. Möchten Sie Ihre Ernte länger genießen und nicht gleich alle verarbeiten, können Sie diese dunkel, trocken und warm lagern.

Mama mia, der Herbst klopft an – wohin mit dem Falllaub?


Die Blätter der Walnuss lassen sich in kleinen Mengen kompostieren. Allerdings sollte Urgesteinsmehl oder Kalkmehl untergemischt werden, um die Gerbstoffe der Walnussblätter zu neutralisieren. Versauert der Kompost, ist er anschließend nicht für die Pflanzen im Garten geeignet. Sinnvoller ist es, die Blätter in die Biotonne zu geben oder bei (vermutlich) größeren Mengen zur Kompostieranlage zu fahren.

Unterpflanzung eines Walnussbaums

... ein kleines Kunststück auf Grund der Gerb- und Hemmstoffe!


Wussten Sie schon?
Bei älteren Walnussbäumen haben Bodendecker & Co. bessere Karten. Sie wachsen gut an und gedeihen leichter. Im Fall des Falles können die Stauden zur Unterpflanzung auch in Töpfen eingegraben werden, das verbessert ebenfalls die Chancen.
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