
Steckbrief Agaporniden
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Gattung: Agapornis
Größe: 13–18 cm
Verhalten: Laute, helle Stimmen, monogame Paarbindung
Alter: 10–15 Jahre
Futter: Halbreife, reife und gekeimte Sämereien, spezielle Pellets oder Extrudate, Frischfutter wie Früchte, Gemüse und Wildkräuter, Naturbelassene Äste und Zweige von Laubbäumen, Mineral- und Vogelgrit
Besonderheiten: Weniger menschenbezogen wie andere Papageien, das Zähmen erfordert durchaus Geduld und Training
Autorin: Kathrin Knechtel
In unseren Märkten zu finden
Wissenswertes
Agaporniden stammen vom afrikanischen Festland, mit Ausnahme der Grauköpfchen, die auf Madagaskar leben. Die meisten Arten, außer den Grünköpfchen, bewohnen trockene Savannen und leben dort in großen Schwärmen.
Die kleinen Papageien zeichnen sich durch einen auffällig großen Schnabel aus, dessen Farbe je nach Art variiert: Grauköpfchen und Rosenköpfchen haben helle Schnäbel, viele andere Arten rote. Ihr überwiegend grünes Gefieder zeigt häufig an Kopf, Brust oder Nacken farbliche Abzeichnungen. Eine äußere Geschlechtsbestimmung ist nicht möglich. Häufige Arten in Menschenobhut sind Rosen-, Schwarz-, Pfirsich- und Rußköpfchen.
Verhalten
Agaporniden, auch bekannt als Unzertrennliche, Liebesvögel oder Lovebirds, sind ausgesprochen soziale Vögel. Sie schnäbeln und kuscheln ständig mit ihren Artgenossen und betreiben wechselseitige Gefiederpflege. Dabei fallen die lauten, hellen Stimmäußerungen besonders auf.
Der Name Unzertrennliche spiegelt auch ihre monogame Lebensweise wider. Agaporniden gehen eine streng monogame Paarbindung mit einem Artgenossen ein, die oft ein Leben lang hält. Stirbt ein Partner, kann der zurückgelassene Vogel nicht lange alleine sein. Er geht eine neue Partnerschaft mit einem anderen Agaporniden ein.
Haltung
Agaporniden sind sehr soziale Tiere und dürfen nur paarweise gehalten werden. Für bis zu drei Vogelpaare empfiehlt der Tierschutzbund eine Voliere mit einer Grundfläche von 200 x 60 cm und einer Höhe von 150 cm. Wollen zwei zusätzliche Vogelpaare mit in den Käfig einziehen, muss die Grundfläche um 50 % erhöht werden.
Täglich steht ein mindestens einstündiger, besser ein beliebig langer Freiflug auf dem Programm der Unzertrennlichen. Kann den Tieren ihr Wunsch nach Freiflug nicht erfüllt werden, schafft ein freier Flugraum mit einer Größe von mindestens 2,5 m³ für bis zu drei Vogelpaare Abhilfe.
Einrichtung des Vogelheims
Statten Sie die Voliere der Unzertrennlichen mit Sitz- und Klettermöglichkeiten aus. Dafür eignen sich Äste, Zweige und Sitzstangen mit unterschiedlichen Durchmessern. Auch eine Bademöglichkeit in Form einer Wasserschale findet Einzug ins Vogelheim. Im oberen Bereich des Käfigs sind Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke anzubringen. Zu guter Letzt benötigt jedes Vogelpaar ein an der Vorderseite geöffnetes Schlafhäuschen.
Für ein glückliches Zuhause
Beschäftigung
Es hat sich bewährt, Unzertrennliche so zu füttern, dass sie sich ihr Futter wie in freier Wildbahn zunächst erarbeiten müssen. Verstecken Sie hierfür Futter in Höhlen oder bringen Sie etwas Kolbenhirse an mehreren Stellen in der Voliere an. So können die Agaporniden gemeinsam mit ihren Artgenossen auf Futtersuche gehen und ihre natürlichen Instinkte trainieren.
Gestalten Sie die Voliere der Unzertrennlichen so entdeckungsreich wie möglich. Neben typischem Vogelspielzeug wie Schaukeln, Kletterseilen & Co. werden auch unterschiedliche Materialien wie Heu, Stroh und Gras von den Tieren angenommen.
Agaporniden sind in vielen Dehner-Märkten erhältlich. Unser Team berät Sie gerne zur artgerechten Haltung und passenden Käfiggestaltung.
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