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Steckbrief Singsittiche

Steckbrief Singsittiche

Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Gattung: Psephotus haematonotus
Größe: 27–31 cm
Verhalten: Sehr sozial, Paarhaltung
Alter: 11–15 Jahre
Futter: Hirsesaaten, Glanz-, Kardi- und Negersaaten, Leinsamen, Weizen, Hafer, Buchweizen, Frischfutter in Form von Kräutern, Beeren, Obst und Gemüse, Mineralstoffmischung, feinkörniger Mineralstein sowie Vogelgrit
Besonderheiten: Ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus – Hahn und Henne unterscheiden sich im Aussehen
Autorin: Kathrin Knechtel

Wissenswertes

Singsittiche stammen ursprünglich aus den weiten, offenen Landschaften Australiens, wo sie bevorzugt in Gebieten mit lockerem Baumbestand leben. Die mittelgroßen, schlanken Papageien zeichnen sich durch ihre langen, gestuften Schwänze aus.

Meist begeistern Singsittiche mit einem angenehmen, eher dezenten Gesang. Geht es jedoch um die Verteidigung ihrer Bruthöhle, geben Singsittiche durchaus auch schrille Schreie von sich.

Zur Gattung der Singsittiche zählen die Arten Goldschultersittich, Hooded-Sittich, Singsittich, Paradiessittich und der Vielfarbensittich. In der Heimtierhaltung sind vor allem der Sing- und Vielfarbensittich zu finden.

Verhalten

Die paarweise in Gruppen zusammenlebenden Vögel sind Höhlenbrüter. Nachdem ausschließlich das Weibchen brütet, schlüpft nach ca. 19 Tagen die Brut. Nach einem Monat verlassen die Jungvögel dann das Nest, werden aber noch für kurze Zeit von den Elterntieren betreut.

Singsittiche sind sehr soziale Tiere, die mit ihren Artgenossen eine ausgiebige Gefiederpflege betreiben. Doch damit nicht genug: Die reinlichen Vögel besitzen ein großes Badebedürfnis – so wundert es auch nicht, dass den Tieren selbst eine starke Beregnung nichts ausmacht.
Haltung

Haltung

Singsittiche fühlen sich nur als gegengeschlechtliches Paar wohl. Für die Innenhaltung von bis zu drei Paaren empfiehlt der Tierschutzbund eine Voliere mit einer Mindestgrundfläche von 300 × 100 cm und einer Höhe von 200 cm. Zusätzlich sollte täglich mindestens eine Stunde Freiflug ermöglicht werden, der bei Bedarf auch verlängert werden kann.

Kann kein regelmäßiger Freiflug gewährt werden, benötigen die Tiere einen ausreichend großen Flugraum. Für drei Paare empfiehlt der Tierschutzbund ein Volumen von mindestens 8 m³, eine Grundfläche von etwa 4 m² sowie ein bis zwei blickdichte Volierenseiten.
Passendes Heim finden

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Wissenswert: Bei ganzjähriger Außenhaltung benötigen Singsittiche einen frostfreien Schutzraum mit einer Mindestgröße von etwa 100 × 50 × 100 cm. Dieser sollte ausreichend hell gestaltet und in der Dämmerung zusätzlich beleuchtet werden. Das groß gestaltete Einflugloch wird in der Mitte der Voliere platziert – so trauen sich auch ängstlichere Vögel in den Schutzraum zu fliegen.

Einrichtung des Vogelheims

Statten Sie das Zuhause Ihrer Singsittiche mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten aus – von Ästen über Zweigen bis hin zu Sitzstangen in verschiedensten Größen. Ein Sandbad sollte ebenfalls nicht fehlen, damit die Vögel ihrem natürlichen Badeverhalten nachgehen können. Bei der Innenhaltung stellen eine UVA- und UVB-Beleuchtung das Seh- und Erkennungsvermögen und somit die Orientierung sicher. Zudem ist sie für die Bildung verschiedener Vitamine zuständig und unterstützt so die Stoffwechselfunktionen der Sittiche.
Zur Ausstattung

Pflege & Nahrung

Pflege

Pflege

Singsittiche fühlen sich bei Temperaturen von 18–25 °C an einem zugluftfreien und vor Feuchtigkeit geschützten Standort am wohlsten. Um ihren natürlichen Rhythmus zu unterstützen, sollte die tägliche Lichtphase bei künstlicher Beleuchtung 10–14 Stunden betragen. Anschließend wird das Licht langsam gedimmt, um die Tiere auf die Ruhephase vorzubereiten. In vollständig dunklen Räumen bietet ein schwaches Orientierungslicht zusätzliche Sicherheit.

Zur täglichen Pflege gehört die Reinigung von Futter- und Trinkgefäßen sowie das Entfernen von Frischfutterresten. Der Kot sollte – je nach Tieranzahl und Verschmutzung – mindestens einmal pro Woche entfernt werden.

Zu den Pflegeprodukten

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Dehner Tipp: Singsittiche halten sich gerne auf dem Boden der Voliere auf. Bepflanzen Sie diesen mit Gräsern und Kräutern. Das bringt nicht nur Abwechslung in die Fütterung, sondern erinnert auch an den natürlichen Lebensraum der Tiere.

Beschäftigung

Neben herkömmlichem Vogelspielzeug freuen sich Singsittiche auch über eine große Auswahl an unterschiedlichen Materialien. Ob Heu, Stroh oder Gras – je abwechslungsreicher, desto besser. Auf Spiegel und Plastikvögel sollte dagegen verzichtet werden, da Ihr Sittich diese in der Regel füttern will und das ständige Heraufwürgen von Körnern zu einer Kropfentzündung führen kann. Auch Kletterseile mit langen Fasern haben nichts im Käfig verloren.
Zum Spielzeug
Besonderheiten

Besonderheiten

Bei Singsittichen besteht ein auffälliger Geschlechtsdimorphismus. So besitzt der Hahn an Stirn, Vorderscheitel und unterer Wangenregion eine bläulich grüne Färbung. Sein Kopf sowie die Kehle und der Brustbereich sind grün und gelb. Der Rücken und die Schirmfedern des Männchens sind matt blau bis grün, der Bürzel ist rot.

Anders als der bunt gefärbte Hahn haben die Weibchen einen Scheitel und eine Körperoberseite in matt grün bis oliv. Die Stirn und die Wangen besitzen eine graue bis blassolive Färbung. Ausschließlich der Bürzel und die Oberschwanzdecken der Henne strahlen in einem leuchtenden Grün.

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