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Hühner im Garten halten leicht gemacht

Hühner im Garten halten leicht gemacht

Einen Hahn, brütende Hühner und frische Eier gibt es nur auf dem Bauernhof? Von wegen – mit den richtigen Voraussetzungen können auch Anfänger problemlos Hühner im eigenen Garten halten. Holen Sie sich mit diesen Tipps ein Stück Landleben nach Hause.
Autorin: Kathrin Knechtel

Hühnerhaltung im Garten: Diese Voraussetzungen sind wichtig

Bevor Hühner in den Garten einziehen, sollten die wichtigsten Grundlagen erfüllt sein:
  • Der Stall muss ausreichend groß sein – maximal drei Hühner pro Quadratmeter.
  • Ein großzügiger Auslauf ist für eine artgerechte Haltung unerlässlich.
  • Zubehör wie Futtertröge und Wasserspender gehören zur Grundausstattung.
Das Halten von Hühnern ist auch für Anfänger gut zu meistern, erfordert jedoch ausreichend Zeit für die Pflege. Morgens und abends müssen die Tiere versorgt werden: frisches Futter, sauberes Wasser sowie das Ein- und Auslassen aus dem Stall gehören zur täglichen Routine.
Sind alle Voraussetzungen für eine artgerechte Hühnerhaltung erfüllt, können Sie sich für eine passende Rasse entscheiden. Glücklicherweise gibt es viele Hühnerrassen, die sich besonders für Anfänger eignen: Plymouth Rocks und Vorwerkhühner gelten als robust und zutraulich, Sundheimer legen besonders viele Eier.
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Was sollten Sie beachten, wenn Sie privat Hühner halten?

    • Nachbarn

      Nachbarn

      Bei der Hühnerhaltung im Wohngebiet sollten Sie Ihre Nachbarn frühzeitig informieren. Planen Sie Stall und Gehege mit ausreichend Abstand, um Geruchs- und Lärmbelästigungen zu vermeiden. Die genauen Vorgaben regeln die örtlichen Vorschriften. Beachten Sie außerdem: Das Krähen eines Hahns ist auch an Sonn- und Feiertagen in den frühen Morgenstunden zu hören.

    • Anmeldung & Gesundheit

      Anmeldung & Gesundheit

      Hühner müssen beim Veterinäramt und bei der Tierseuchenkasse angemeldet werden. Zudem ist eine regelmäßige Impfung gegen die Newcastle-Krankheit Pflicht – entweder alle sechs Wochen über das Trinkwasser oder alternativ einmal jährlich beim Tierarzt.

    • Wohnraum

      Wohnraum

      Beim Bau oder Kauf eines Hühnerstalls sind die baurechtlichen Vorgaben zu beachten. Mobile Ställe sind meist genehmigungsfrei, feste Bauten hingegen genehmigungspflichtig. Sind alle Anforderungen erfüllt, steht einer erfolgreichen Hühnerhaltung nichts mehr im Weg.

    Der richtige Hühnerstall: Das sollten Sie wissen

    In jedem artgerechten Hühnerstall sollten Sitzstangen für Hennen angebracht sein, auf denen die Tiere genügend Platz zum Schlafen finden. Es ist wichtig, die Stangen im oberen Drittel des Stalles zu befestigen, da Hühner nachts gerne weiter oben sitzen. Als Bodenbelag eignet sich eine dicke Schicht Einstreu. Materialien wie Stroh, Heu oder Hobelspäne binden die Hinterlassenschaften der Tiere und laden gleichzeitig zum Picken und Scharren ein.

    Einzug ins neue Zuhause

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    Neben Futterautomaten gehören auch Legenester, Sandbäder, ein Kotbrett sowie bei Bedarf künstliche Beleuchtung für den Winter zur Grundausstattung eines gut ausgestatteten Hühnerstalls.
    Futterautomat finden

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    Artgerecht: Auslauf muss sein

    Hühner sind sehr intelligente und neugierige Tiere, die nicht nur im Stall bleiben, sondern auch ihre Umgebung und den Garten erkunden möchten. Mit einer Hühnerklappe ermöglichen Sie es ihnen, sich frei zwischen Stall und Freiland zu bewegen. Besonders wohl fühlen sie sich in naturnah gestalteten Ausläufen mit Büschen, Hecken und Bäumen sowie sandigen Flächen zum Scharren und Baden.

    Für die Eingrenzung des Gartens empfiehlt sich ein Zaun. Bewährt haben sich Maschendraht- oder spezielle Netzzäune. Die erforderliche Höhe richtet sich nach der Hühnerrasse: Für schwere, nahezu flugunfähige Tiere reichen etwa 1 m, mittelschwere Rassen benötigen 1,20–1,50 m, während leichte und flugfreudige Hühner rund 1,80 m Zaunhöhe brauchen. Eine zusätzliche Überdachung bietet Schutz vor Raubvögeln.
    Zu den Zäunen

    Glühbirnen-Icon 

    Tipp: Mobile Hühnerställe mit Wechselweiden sorgen für eine Erholung des Bodens und bieten den neugierigen Tieren Abwechslung.

    Hühnerhaltung ohne Hahn – geht das überhaupt?

    Eine Gruppe Hennen mit einem stolzen Hahn gehört zum klassischen Bild der Hühnerhaltung – doch sein Krähen kann gerade im Wohngebiet schnell zum Problem werden. Daher stellt sich die Frage: Geht es auch ohne Hahn?

    Grundsätzlich profitieren Hühner von einem Hahn, der Ruhe in die Herde bringt, sie zum Nest begleitet und während der Ablage der Eier über sie wacht. Doch gerade bei der Hühnerhaltung für Anfänger geht es auch ohne den männlichen Anführer: Hennen legen auch ohne männliches Tier Eier und können ein gesundes, artgerechtes Leben im Garten führen – solange keine Nachzucht geplant ist.

    FAQs: Häufige Fragen zur Hühnerhaltung – wir antworten!

    • Können Hühner in der Stadt gehalten werden? Ja, unter Einhaltung der örtlichen Vorschriften und Ruhezeiten. Lärm und Gerüche müssen berücksichtigt werden.
    • Warum legt mein Huhn keine Eier? Mögliche Ursachen: Stress, Krankheit, falsches Alter, Futtermangel, zu kurze Tageslichtdauer oder brütiges Verhalten.
    • Wie erkennt man eine gesunde Henne im Vergleich zu einer kranken? Gesunde Hühner sind aktiv, neugierig, haben klares Gefieder, sauberen Kot und eine normale Legeleistung. Krankheitsanzeichen sind Lethargie, Durchfall, Federverlust oder verändertes Verhalten.
    • Wie kann man Hühner bei Hitze schützen? Schattenplätze, frisches Wasser, ausreichend Auslauf im Schatten, Kühlung durch Sand- oder Wasserstellen und Luftzirkulation im Stall.

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