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Steckbrief Große Teichmuscheln

Steckbrief Große Teichmuscheln

Ordnung: Fluss- und Teichmuscheln (Unionida)
Gattung: Anodonta cygnea
Größe: Bis zu 26 cm
Verhalten: Friedlich, pflegeleicht
Wasser: Wasserhärte weich bis hart und pH-Wert 7–8
Temperatur: 4–28 °C
Futter: Lebendfutter aller Art, auch Flockenfutter
Vergessellschaftung: Garnelen, Schnecken, Karpfen und Bitterling im Teich
Autorin: Cornelia Förster 

In unseren Märkten zu finden

Wissenswertes

Die Teichmuschel, auch als Schwanenmuschel bekannt, stammt ursprünglich aus Mitteleuropa. Sie lebt bevorzugt in Teichen, Seen sowie in langsam fließenden Gewässern

Teichmuscheln sind ruhige und friedliche Teichbewohner. Sie halten sich am Gewässergrund auf, wo sie sich teilweise eingraben und kontinuierlich Wasser filtrieren. Aufgrund dieser natürlichen Filterleistung sind Teichmuscheln sehr beliebt und werden gern als Biofilter eingesetzt.

Das Gehäuse der Muschel besteht aus zwei schützenden Kalkschalen. Diese sind eiförmig, dünnrandig und gelblich bis dunkelbraun. Auf der Außenschale befinden sich konzentrisch verlaufende Streifen. Die Wachstumsstreifen verlaufen parallel. Die Innenseite überzeugt durch eine edle, perlmuttartig schimmernde Oberfläche.

Verhalten

Teichmuscheln gehören zu den typischen Bodentieren. Mit ihrem kräftigen Fuß verankern sie sich im weichen, sandigen Untergrund und beginnen rasch mit ihrer Tätigkeit als natürliche Wasserfilter. Mithilfe dieses Fußes sind sie zudem in der Lage, sich langsam fortzubewegen.

Auch ihre Fortpflanzung ist bemerkenswert: In den Wintermonaten geben die männlichen Muscheln ihre Samen direkt in das Teichwasser ab. Wichtig sind hierbei Temperaturen um die 18–19 °C. Die weiblichen Muscheln filtern die Eier mit ihren Kiemen aus dem Wasser, lagern sie an den Kiemen an und befruchten sie. Im Frühjahr werden die Larven herausgespült und sinken zu Boden. Ziehen Fische vorbei, heften sie sich an deren Haut bzw. Schuppen und verbleiben dort für 2–10 Wochen. Die dann fertige Muschel wird von dem Wirtsfisch abgescheuert und beginnt ihr eigenständiges Leben.

Haltung der Teichmuscheln

Für jede Muschel sind ca. 120 Liter zu berechnen. 1–2 Muscheln genügen zu Beginn. Auch anfänglich kleine Muscheln wachsen und können bis zu 18 cm Größe erreichen. Eine Konkurrenz um Nahrung wäre ungut. Zu bedenken ist auch, dass sich Teichmuscheln wie jedes andere Lebewesen fortpflanzen können und bis zu 15 Jahre leben. 

Die Süßwassermuscheln fühlen sich in ca. 10 cm hohen Sand an einem geschützten Platz besonders wohl.

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    Schon gewusst? Eine große Teichmuschel kann fast 40 Liter Wasser pro Stunde filtern und entfernt dabei Mikroorganismen, Schwebealgen sowie Fischkrankheiten. Sie nimmt Wasser auf und filtert in den Kiemen Sauerstoff und Nahrung heraus. Unter idealen Bedingungen erreicht sie eine Größe von bis zu 26 cm und ein Alter von 15 Jahren. Die Geschlechtsreife tritt nach etwa 2–3 Jahren ein.

    Pflege & Überwinterung

    Die Pflege der Muscheln während des Jahres fällt eher gering aus. Wichtig ist jedoch, auf den Einsatz leistungsstarker Filteranlagen zu verzichten, da diese den Muscheln die im Wasser enthaltene Nahrung entziehen würden.

    Im Gartenteich wird je nach Verdunstung und Fischbesatz Leitungswasser nachgefüllt. Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Winterzeit, da sie für Teichmuscheln kritisch sein kann. Friert ein kleiner oder flacher Teich vollständig zu, dürfen die Tiere nicht im Teich überwintern. Sie müssen in diesem Fall in ein Aquarium mit dicker Sandschicht umgesiedelt werden.

    Ist der Teich tief genug (mindestens 80 cm), können die Muscheln darin verbleiben. Allerdings sollten sie in einem Eimer mit etwa 20 cm Sand an den tiefsten Punkt des Gewässers umgesiedelt werden. Dort verbleiben sie in einer Art Winterschlaf. Im Frühling können die Tiere wieder an den Teichrand oder andere geschützte Stellen umgesiedelt werden.

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    Nahrung für Teichmuscheln

    Teichmuscheln ernähren sich überwiegend von feinsten Schwebstoffen, die sie aus dem Wasser filtrieren. Zu ihrer natürlichen Nahrung zählen unter anderem zersetzter Fischkot, Blau-, Grün- und Kieselalgen sowie tierische Kleinstlebewesen. In einem gesunden Gartenteich sind diese Nahrungsquellen in der Regel ausreichend vorhanden, sodass Teichmuscheln normalerweise keine zusätzliche Fütterung benötigen.

    Ein zusätzlicher Nährstoffbedarf kann jedoch entstehen, wenn der Nahrungsgehalt im Wasser erschöpft ist, zu viele Muscheln im Teich leben oder eine Filteranlage eingesetzt wird, die Schwebstoffe reduziert. In solchen Fällen empfiehlt sich eine gezielte Zufütterung. Hierzu wird der Filter wird für etwa 5–10 Minuten deaktiviert. Anschließend wird eine Emulsion aus feinem Futter (Staubfutter, fein zerriebenes Flockenfutter oder Spirulinapulver) und Wasser in unmittelbarer Nähe der Muscheln ins Wasser gegeben. Die Tiere filtern die Nährstoffe anschließend selbstständig aus dem Wasser. Danach kann der Filter wieder in Betrieb genommen werden.

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    Gut zu wissen: Teichmuscheln sind in vielen Dehner Märkten erhältlich. Unser Team berät Sie gerne zur richtigen Teichgröße und zur passenden Filterung und Gestaltung Ihres Teichbiotops.
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