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Steckbrief Schleierschwanz

Steckbrief Schleierschwanz

Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Gattung: Carassius auratus
Größe: Bis zu 25 cm
Verhalten: Friedlich, gesellig
Wasser: Wasserhärte 10–25 °dGH und neutral–alkalisch (pH-Wert 6,5–8)
Temperatur: 15–24 °C
Futter: Hochwertiges Goldfisch-Granulatfutter, Pflanzenflocken, Frostfutter, überbrühter Salat
Vergessellschaftung: Gesellig, jedoch für Zierfische untypische Anforderungen, vertragen sich mit anderen Arten von Goldfischen sowie mit Kardinalfischen, Makropoden und Prachtbarben
Autorin: Kathrin Knechtel

Wissenswertes

Der Schleierschwanz ist eine Zuchtform des aus China stammenden Goldfisches. Mittlerweile gehört er zu den beliebtesten Fischen überhaupt und schmückt weltweit Aquarien, Gartenteiche und andere, wenig fließende Gewässer.

Typisch sind seine große Rückenflosse sowie die lange geteilte Schwanz- und Afterflosse. Meist erreicht er eine Größe von 10–15 cm – es gibt jedoch auch Exemplare, die eine Größe von bis zu 25 cm erreichen. Diese finden ihr Zuhause zumeist in großen Aquarien und Teichen.

Neben der klassischen Färbung in schimmerndem Orange treten Schleierschwänze auch in Rot, Weiß, Schwarz oder als zwei- und dreifarbige Varianten auf. Bekannte Zuchtformen sind der Löwenkopf-Schleierschwanz mit markanter Kopfstruktur und der Teleskopaugen-Schleierschwanz mit hervortretenden Augen. Leider gibt es im Bereich der Schleierschwänze auch extreme Zuchten, die die Lebensqualität der Tiere herabsetzen.

Verhalten

Schleierschwänze sind gesellige und friedliche Fische, die sich nur in der Gruppe wirklich wohlfühlen. Idealerweise werden sie in kleinen Schwärmen von mindestens 4–6 Tieren im Aquarium oder Teich gehalten. Mit ihrem ruhigen Schwimmverhalten und ihrem auffälligen, farbenfrohen Erscheinungsbild ziehen sie schnell alle Blicke auf sich und laden zum Beobachten ein. Häufig halten sie sich in der mittleren Wasserzone auf oder durchwühlen auf Futtersuche den Bodengrund.

Während der Laichzeit lässt sich ein lebhaftes Balzverhalten beobachten, bei dem Männchen die Weibchen verfolgen. Nach der Eiablage haftet das Weibchen die Eier an Schwimmpflanzen oder nahe der Wasseroberfläche. Nach etwa einer Woche schlüpfen daraus 1–2 mm kleine, zunächst unscheinbar gefärbte Larven. Erst im Laufe mehrerer Monate entwickeln sie ihre typische, kräftige Färbung.

Haltung – Aquarium oder Teich?

Für die Haltung im Aquarium eignet sich ein großes, unbeheiztes Kaltwasseraquarium mit einer Kantenlänge von mindestens 100 cm. Pro Fisch sollten dabei etwa 50 Liter Wasser eingeplant werden – für vier Tiere entspricht das einem Volumen von mindestens 200 Litern.

Aufgrund des hohen Platzbedarfs werden Schleierschwänze häufig im Teich gehalten. Dieser sollte sich an einem leicht sonnigen oder halbschattigen Standort befinden, mindestens 100 cm tief sein und ein Wasservolumen von 5 m³ aufweisen. Pumpen und Filteranlagen gewährleisten die Sauerstoffversorgung und verhindern starke Wassereintrübungen.

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    Wissenswert: Schleierschwänze fühlen sich bei Temperaturen von 15–24 °C wohl, können jedoch temporär Temperaturen bis 4 °C tolerieren. Bei starken Frösten empfiehlt es sich deshalb, die Fische nicht im Gartenteich, sondern in einem Aquarium an einem kühlen Ort mit einer Temperatur von 12–15 °C überwintern zu lassen.

    Pflege der Fische

    Pflege der Fische

    Schleierschwänze bevorzugen leicht alkalisches Wasser mit einem pH-Wert von 6,5–8 und einer Gesamthärte von 10–25 °dGH.

    Für eine gute Wasserqualität sollte etwa alle zwei Wochen rund ein Drittel des Wassers durch frisches, chlorfreies Wasser ersetzt werden. Ein leistungsstarker Filter unterstützt den Abbau von Schadstoffen. Auch die richtige Beleuchtung ist wichtig – ideal sind täglich 8–10 Stunden.

    Halten sich die Fische häufig an der Wasseroberfläche auf, kann ein Sauerstoffmangel vorliegen. In diesem Fall hilft eine Luftpumpe, den Sauerstoffgehalt zu erhöhen.
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    Nahrung – das schmeckt den Schleierschwänzen

    Schleierschwänze sind Allesfresser. Ihr Futter setzt sich aus hochwertigem Goldfisch-Granulatfutter, Pflanzenflocken, Frostfutter und überbrühtem Salat zusammen. Auch Algen, Wasserlinsen und weiche Wasserpflanzen dienen den Zierfischen als Nahrung.

    Lebendfutter wie Artemia oder weiße Mückenlarven sorgen für Beschäftigung und halten Ihre Fische in Bewegung. Besonders Wasserflöhe zählen dank ihres hohen Gehalts an Ballaststoffen zu den beliebtesten Mahlzeiten der Tiere.

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    Vergesellschaftung

    Vergesellschaftung

    Schleierschwänze sind friedliche und gesellige Fische, benötigen jedoch viel Platz und stellen für Zierfische eher ungewöhnliche Ansprüche an Temperatur und Wasserwerte. Am besten eignen sich Vergesellschaftungen mit anderen Goldfischen ähnlicher Größe. Auch eine gemeinsame Haltung mit Kardinalfischen, Makropoden oder Prachtbarben ist unter passenden Bedingungen möglich.
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