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Steckbrief Raubschnecken

Steckbrief Raubschnecken

Ordnung: Sauggehäuseschnecken (Sorbeoconcha)
Gattung: Clea helena
Größe: Bis zu 3 cm
Verhalten: Anpassungsfähig, räuberisch
Wasser: Wasserhärte 5–25 °dGH und leicht basisch bis leicht sauer (pH-Wert 6,0–8,0)
Temperatur: 20–28 °C
Futter: Carnivore Ernährung, Aas, Schnecken, Futtertabletten mit tierischen Bestandteilen, Frostfutter
Vergessellschaftung: Mit Artgenossen und friedlichen Zierfischen, Welse
Autorin: Cornelia Förster

Wissenswertes

Raubschnecken sind unter verschiedenen Namen bekannt, darunter Raubturmdeckelschnecke, Clea helena und Anentome helena. Umgangssprachlich werden sie im Aquarium oft als "Helenen" bezeichnet.

Diese beliebten Schnecken stammen ursprünglich aus Südostasien, wo sie in Teichen, Seen und Flüssen leben. Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nicht unterscheiden. Ihr Gehäuse ist meist dunkelbraun-beige gestreift oder einfarbig. Der Weichkörper ist braun und wird durch einen verschließbaren Deckel (Operculum) geschützt. Besonders auffällig sind der weiße, relativ große Fuß sowie der lange, ausstreckbare Rüssel, mit dem sie mithilfe von Tentakeln ihre Beute orten.

Raubschnecken erreichen eine Größe von etwa 3 cm und sind untereinander friedlich. Ihre Fortpflanzung ist bislang noch nicht vollständig erforscht.

Verhalten

Die Helena ist eine der wenigen Süßwasser-Schneckenarten, die tatsächlich andere Schnecken aktiv jagt und erbeutet. Alternativ gräbt sie sich gern im Sand oder feinen Kies ein und wartet geduldig, bis eine andere Schnecke vorbeikommt. Hat sie ein potentielles Opfer geortet, steckt sie ihr Maul unter das Haus der anderen Schnecke und injiziert ihren sauren Speichel. Der Speichel ist in der Lage, das Gewebe der betroffenen Schnecke zu zersetzen.

Neben dem Einbuddeln im Sand klettert sie aber auch auf Einrichtungsgegenständen und Steinen umher. Schnecken können nicht rückwärts kriechen. Deshalb sollten die Dekogegenstände so eingebracht werden, dass sie sich nicht verklemmen können.

Haltung der Raubschnecken

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    Mehr Wissen: Manchmal nehmen kleine Schnecken wie Blasenschnecken und indische Turmdeckelschnecken in Aquarien überhand. Diese können durchaus lästig werden. An diesem Punkt kommen die Raubschnecke ins Spiel, die die Plagegeister als Futter nutzen. Im Gegenzug sollten Sie das Thema "Futter" immer im Auge behalten, damit z. B. gewollte Schneckenmitbewohner nicht in Gefahr geraten. 

    Pflege

    Pflege

    Die Wassertemperatur sollte zwischen 20 und 28 °C liegen und kann mithilfe eines Heizstabs konstant gehalten werden. Dauerhaft hohe Temperaturen können jedoch die Lebensdauer verkürzen – im Aquarium erreichen Raubschnecken in der Regel ein Alter von bis zu 3 Jahren. Sie sind insgesamt sehr anpassungsfähig und kommen sowohl in weichem als auch in hartem Wasser zurecht. Der pH-Wert darf zwischen 6 und 8,0 liegen.

    Der Wasserwechsel sollte 14-tägig erfolgen. Dabei werden ca. 30 % des alten Wassers durch neues ersetzt. Eine Filteranlage sorgt on top für eine passende Wasserqualität.
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    Nahrung – das schmeckt den Räubern

    Bei Raubschnecken ist der Name Programm: Sie ernähren sich bevorzugt von anderen Schnecken im Aquarium, etwa von Blasen- oder Posthornschnecken. Artgenossen stehen jedoch nicht auf ihrem Speiseplan. Zusätzlich fressen „Helenen“ auch Schneckengelege, Aas und Futterreste.

    Diese Vorliebe macht sie für viele Aquarianer besonders interessant, denn sie können helfen, eine Schneckenplage auf natürliche Weise einzudämmen. Geht das Futter aus, können Futtertabletten oder Frostfutter mit einem hohen Anteil an tierischem Eiweiß zugefüttert werden.
    Vergesellschaftung

    Vergesellschaftung

    Helenen kann man mit allen Zierfischen und auch Welsen zusammen halten, solange diese keine Schnecken fressen. Im Gegenzug frisst die Raubschnecke andere Schnecken auf. Und erbeutet u. U. auch schwache Garnelen oder am Boden schlafende Fische. Sie ist dennoch unproblematisch in der Vergesellschaftung.

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