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Kiwi – exotischer Genuss aus dem eigenen Garten

Kiwi – exotischer Genuss aus dem eigenen Garten

Die Kiwi begeistert weltweit mit ihrem intensiven Aroma und ihrer leuchtend grünen Farbe. Ob als Snack, im Frühstück oder auf Desserts – sie bringt Frische auf den Teller. Was viele nicht wissen: Mit etwas Geduld lässt sich die exotische Frucht auch im eigenen Garten anbauen. Dort wachsen die Kiwipflanzen an Spalieren empor.
Autorin: Cornelia Förster

Kiwi im Überblick: Herkunft, Sorten und Besonderheiten

Kiwis bereichern den Speisezettel im asiatischen Raum bereits seit über 1000 Jahren. Auch wenn die Gattung aus mehreren Arten besteht, hat sich der kurze und einprägsame Name "Kiwi" etabliert. Weniger bekannt ist die Bezeichnung "Chinesische Stachelbeere", die auf die ursprüngliche Herkunft des Strahlengriffelgewächses hinweist.

Am verbreitetsten ist die klassische, große Kiwi mit brauner, behaarter Schale und grünem Fruchtfleisch (Actinidia deliciosa). Daneben hat sich inzwischen auch die glattschalige, gelbfleischige Variante etabliert. Sie überzeugt mit milderem Geschmack und geringerer Säure – Eigenschaften, die sie besonders bei Kindern beliebt machen.
Möchten Sie Kiwis im eigenen Garten ernten, ist das durchaus möglich. Während großfruchtige Sorten vor allem in milderen Regionen wie Weinbaugebieten gedeihen, werden Mini-Kiwis (Actinidia arguta) zunehmend auch in kühleren Gegenden erfolgreich angebaut.
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Der ideale Standort für Kiwibeeren

Für ein gesundes Wachstum benötigen Kiwibeeren einen windgeschützten, warmen und hellen Standort. Besonders geeignet ist ein Platz an einer Hauswand mit Südwest- oder Westausrichtung. Wärme und Schutz wirken sich nicht nur positiv auf die Wuchskraft der Pflanzen aus, sondern auch auf den Geschmack der Früchte: Je sonniger und wärmer der Standort, desto süßer werden die Kiwis.

Kiwipflanzen können vom Frühjahr bis in den Herbst gepflanzt werden. Ein humoser, gut durchlässiger Boden bietet optimale Bedingungen. Auf trockenen und kalkhaltigen Böden wachsen die Pflanzen nur spärlich. 

Kiwis sind starkwindende Kletterpflanzen, die ca. 2–3 m hoch werden und eine passende Stützhilfe benötigen. Beim Pflanzen ist auf ausreichenden Abstand zu achten: Großfruchtige Sorten sollten etwa 2,5–4 m auseinanderstehen, kleinfruchtige Varianten kommen mit 2–3 m aus.

Für eine erfolgreiche Fruchtbildung ist ein passender Befruchter notwendig. In der Regel sorgt eine männliche Pflanze dafür, dass bis zu acht weibliche Pflanzen durch Bienen und Hummeln bestäubt werden – vorausgesetzt, der Abstand beträgt weniger als 20 Meter. Aus Samen gezogene Pflanzen benötigen etwa 3 bis 4 Jahre bis zur ersten Blüte und Ernte. Alternativ gibt es selbstfruchtbare Sorten wie die Kiwi ‚Issai‘, die keinen separaten Befruchter benötigen.

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Gut zu wissen: Kiwipflanzen können auch in größeren Kübeln auf der Terrasse ihren Platz finden. Dank ihres starken Klettertriebs eignen sie sich ideal zur Begrünung von Pergolen oder als Sichtschutz. Besonders praktisch: Sorten wie ‚Weiki‘ liefern kleine, süße Früchte, die direkt mit Schale gegessen werden können.

Kräftiger Wuchs durch die richtige Pflege:

Kräftiger Wuchs durch die richtige Pflege:

Regelmäßiges Gießen ist entscheidend – besonders an heißen Tagen. Kübelpflanzen benötigen dabei häufiger Wasser als ausgepflanzte Kiwis. Staunässe und Trockenheit sollten jedoch vermieden werden, da sie Wachstum und Fruchtbildung beeinträchtigen.
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So ranken Ihre Kiwis fast bis zum Himmel hoch

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Tipp: Als rankende Kletterpflanzen brauchen Kiwis eine stabile Unterstützung. Spaliere aus Holz oder Metall sind ideal, besonders mit waagerechten Streben oder Seilen für besseren Halt. 

Düngung:

Düngung:

Kiwis reagieren empfindlich auf Salze und profitieren von Kompost oder einer MulchschichtJunge Pflanzen brauchen meist keinen Dünger, während bei älteren im Frühjahr etwas Hornmehl sinnvoll ist. Kalkhaltige Böden lassen sich mit Torf oder Hornspänen verbessern, schwere Lehmböden mit Sand auflockern.
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Kiwis richtig schneiden: Groß- oder kleinfruchtig?

  • Großfruchtige Kiwis schneiden: In den ersten zwei Jahren ist kaum Schnitt nötig. Ab dem dritten Jahr erfolgt Ende Februar/Anfang März ein kräftiger Rückschnitt auf wenige Knospen. Um eine Fruchtbildung zu fördern, folgt dann im August der Rückschnitt zwischen dem 5. und 6. Blatt oberhalb des Fruchtansatzes. Wichtig: Diese Sorten sind wärmebedürftig und brauchen Winterschutz.
  • Kleinfruchtige Kiwis schneiden: Mini-Kiwis werden alle 2–4 Jahre ausgelichtet, idealerweise im Februar. Lange Sommertriebe sollten erhalten bleiben, da sie wichtige Reserveknospen tragen und vor Frost schützen. Sie sind deutlich robuster und vertragen Temperaturen bis etwa −20 °C, profitieren aber ebenfalls von leichtem Winterschutz.
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Ernte und Genuss der Kiwi

Ernte und Genuss der Kiwi

Beim Kiwi-Anbau ist Geduld gefragt: Erst nach etwa drei Jahren tragen die Pflanzen Früchte. Kleinfruchtige Kiwis können ab September/Oktober direkt mit Schale genossen werden, großfruchtige Sorten sind je nach Art bis in den November erntereif. Ob frisch, als Marmelade oder eingefroren – Kiwis lassen sich vielseitig verwenden.
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