1. Wasserspeicherung und -abgabe
Normale Erden: Sie haben eine hohe Wasserspeicherfähigkeit, können aber bei Überwässerung zu nassen Bedingungen führen, die Wurzelfäule begünstigen.
Torffreie oder torfreduzierte Erden: Ihre Wasserspeicherung und -abgabe kann je nach verwendeten Materialien variieren. Einige können schneller austrocknen und erfordern möglicherweise häufigeres Gießen, bieten aber auch eine bessere Drainage.
2. Düngung und Nährstoffgehalt
Normale Erden: Normale Erden mit hohem Torfanteil sind hingegen oft arm an Nährstoffen, da Torf selbst nur wenige Nährstoffe bietet. Daher müssen normale Erden möglicherweise häufiger oder mit speziellen Düngemitteln angereichert werden, um den Pflanzen die benötigten Nährstoffe zu liefern.
Torffreie oder torfreduzierte Erden: Torffreie Erden basieren oft auf Kompost, Holzfasern, Kokosfasern, Rindenhumus oder mineralischen Bestandteilen wie Sand oder Perlite, die bereits eine Vielzahl von Nährstoffen enthalten können. Dies sollte bei Folgedüngungen berücksichtigt werden.
3. pH-Wert
Normale Erde: Haben durch den Torfanteil oft einen niedrigeren pH-Wert, der für bestimmte Pflanzenarten wie Rhododendren und Heidelbeeren vorteilhaft sein kann. Durch die Zugabe von Kalk, kann der pH-Wert den unterschiedlichen Pflanzenbedürfnisen angepasst werden.
Torffreie oder torfreduzierte Erden: Können einen breiteren pH-Wert-Bereich aufweisen, abhängig von den verwendeten Materialien.
4. Biologische Aktivitäten und Bodenleben
Normale Erde: Bei diesen Erden können durch den hohen Torfanteil die biologischen Aktivitäten eingeschränkt sein, da Torf ein relativ steriles Medium ist.
Torffreie oder torfreduzierte Erden: Fördern oft eine höhere biologische Aktivität und unterstützen ein gesundes Bodenleben durch die Verwendung von Kompost und anderen organischen Materialien, was zur Verbesserung der Bodenstruktur und Pflanzengesundheit beiträgt.
5. Nachhaltigkeit und Umwelt
Normale Erde: Normale Erden tragen durch den Torfabbau zu Moordegradation und CO2-Freisetzung bei. Dies soll vermieden werden, da es negative Auswirkungen auf den Klimawandel hat.
Torffreie oder torfreduzierte Erden: Die Erden sind umweltfreundlicher und nachhaltiger, da sie den Abbau von Torfmooren vermeiden und oft aus recycelten oder erneuerbaren Ressourcen bestehen.