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Ackerwinde bekämpfen – so werden Sie die Kletterpflanze los

Ackerwinde bekämpfen – so werden Sie die Kletterpflanze los

Die Ackerwinde gehört zu den hartnäckigsten Unkräutern im Garten. Sie windet sich um andere Pflanzen, entzieht ihnen Licht und Nährstoffe und breitet sich sowohl über Samen als auch über ein weit verzweigtes Wurzelsystem aus.
Autorin: Cornelia Förster

Warum ist die Ackerwinde so schwer zu bekämpfen?

  • Extrem tiefe Wurzeln (bis mehrere Meter)
  • Stark verzweigte Rhizome
  • Vermehrung über Samen und Wurzelausläufer
  • Kann aus kleinsten Wurzelstücken neu austreiben

Effektive Methoden zur Bekämpfung

    • 1. Das A und O: Konsequentes Entfernen

      1. Das A und O: Konsequentes Entfernen

      • Winde möglichst frühzeitig und regelmäßig ausreißen
      • Dabei versuchen, möglichst viel Wurzel mit zu entfernen
      • Alle 1–2 Wochen wiederholen, um die Pflanzen nach und nach zu erschöpfen

    • 2. Wurzeln gründlich ausgraben

      2. Wurzeln gründlich ausgraben

      Bei starkem Befall:  
      • Boden auflockern 
      • Wurzeln sorgfältig absammeln 

    • 3. Licht entziehen durch Abdecken

      3. Licht entziehen durch Abdecken

      Fläche mit:
      • Unkrautvlies
        • Pappe/Karton + Mulch
        • Schwarzer Folie
      • Mindestens mehrere Monate, besser eine ganze Saison, um die Pflanzen zu schwächen

    • 4. Mulchen

      4. Mulchen

      • Dicke Schicht (ca. 5–10 cm) 
      • Geeignete Materialien, um die Keimung und das Wachstum zu hemmen:  
        • Rindenmulch 
        • Stroh 
        • Rasenschnitt 

    • 5. Konkurrenzpflanzen einsetzen

      5. Konkurrenzpflanzen einsetzen

      Dicht wachsende Pflanzen unterdrücken die Winde, nehmen Platz und verhindern die Ausbreitung:
      • Bodendecker (z. B. Storchschnabel)
      • Dichte Stauden
      • Kräftige Nutzpflanzen

    • 6. Rankhilfe vermeiden

      6. Rankhilfe vermeiden

      Eine Winde braucht Halt, denn ohne Kletterhilfe bleibt sie schwächer.

      Entfernen Sie deshalb:
      • Stäbe
      • Zäune (zeitweise freihalten)

    Glühbirnen-Icon 

    Ein Tipp on top: An der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf experimentierte man mit einer einfachen Methode zur Bekämpfung der Ackerwinde. Im Sichtungsgarten wurden Stäbe in die Erde gesteckt, an denen sich die Kletterpflanze hochwinden konnte. Sobald die Triebe ausreichend entwickelt waren, zog man die Ackerwinde zusammen mit den Stäben wieder heraus.

    Gut zu wissen bei der Bekämpfung der Ackerwinde

    Was wenig hilfTypische Fehler
    Einmaliges Entfernen → kommt schnell zurückWinde blühen und samen lassen 
    Oberflächliches Hacken → verteilt Wurzelstücke Beim Jäten Wurzeln im Boden lassen
    Chemische Mittel → schwer wirksam wegen tiefer Wurzeln Zu selten eingreifen 

    Glühbirnen-Icon 

    Schon gewusst? Entsorgen Sie die Pflanzenreste nicht auf dem Kompost, da Wurzelstücke wieder austreiben können. Besser wandern die Pflanzenteile und Wurzeln in den Restmüll oder in der Biotonne.

    FAQs: Häufige Fragen zum Thema Ackerwinde bekämpfen – wir antworten!

    • Was ist die Ackerwinde? Die Ackerwinde (Convolvulus arvensis) ist eine mehrjährige Kletter- und Kriechpflanze aus der Familie der Windengewächse. Sie bildet bis zu zwei Meter lange Triebe und charakteristische weiß bis zart rosa gefärbte Trichterblüten.

    • Warum gilt die Ackerwinde als Problem im Garten? Die Pflanze wächst sehr schnell und konkurriert mit anderen Gartenpflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe. Ihre Triebe können Stauden, Gemüse und Gehölze überwuchern und deren Wachstum beeinträchtigen.

    • Weshalb ist die Bekämpfung so schwierig? Die Ackerwinde besitzt ein tiefreichendes und weit verzweigtes Wurzelsystem. Schon kleine im Boden verbleibende Wurzelstücke können neue Pflanzen bilden. Zudem bleiben die Samen viele Jahre keimfähig.

    • Sollte man den Boden fräsen? Nein. Beim Fräsen werden die Wurzeln oft zerteilt. Aus den einzelnen Wurzelstücken können anschließend neue Pflanzen entstehen, wodurch sich die Ackerwinde noch stärker ausbreitet.

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