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Unkraut im Garten – erkennen, entfernen und dauerhaft reduzieren

Unkraut im Garten – erkennen, entfernen und dauerhaft reduzieren

Unkraut gehört zu den häufigsten Herausforderungen im Garten. Es wächst oft schneller als gewünschte Pflanzen, konkurriert um Wasser, Nährstoffe und Licht und kann Beete ungepflegt wirken lassen. Komplett vermeiden lässt sich Unkraut nicht – wohl aber kontrollieren und deutlich reduzieren, wenn man richtig vorgeht.
Autorin: Cornelia Förster

Was sind Unkräuter eigentlich?

Als Unkraut (auch Beikräuter genannt) bezeichnet man Pflanzen, die an einem unerwünschten Standort wachsen. Viele davon sind äußerst anpassungsfähig, robust und vermehren sich schnell durch Samen oder Wurzelausläufer. Manche sind sogar nützlich für Insekten oder den Boden, werden aber im Beet oder auf Wegen schnell als störend empfunden.

Häufige Ursachen für starkes Unkrautwachstum:
• Offene, unbedeckte Erde
• Nährstoffreicher Boden
• Samenflug aus Nachbargärten oder von Wegen
• Alte Wurzelreste im Boden

Unkraut erkennen: Einjährig oder mehrjährig?

Der richtige Zeitpunkt zum Unkraut zupfen

Wann Unkraut entfernt wird, ist ebenso entscheidend wie das Wie. Mit dem richtigen Timing lässt sich der Aufwand deutlich reduzieren und ein erneutes Austreiben wirksam verhindern

Unkräuter sollten möglichst jung und vor der Samenbildung entfernt werden. In diesem Stadium sind die Wurzeln noch schwach ausgeprägt, die Pflanzen lassen sich leichter herausziehen und können sich nicht weiter im Garten verbreiten. 

Die Wetterbedingungen spielen eine wichtige Rolle:
  • Nach Regen oder bei feuchtem Boden lässt sich Unkraut besonders gut entfernen, da sich die Wurzeln leichter lösen.
  • Bei starker Trockenheit bricht das Unkraut oft oberirdisch ab, während die Wurzel im Boden bleibt und erneut austreibt. 
  • Kein Jäten bei sehr nassem Boden, da dieser leicht verdichtet oder beschädigt wird.  Tages- und Jahreszeit nutzen 
  • Ideal sind milde Tage im Frühjahr und Frühsommer, wenn viele Unkräuter keimen. 
  • Auch im Herbst lohnt sich das Entfernen, um den Samenbestand für das nächste Jahr zu reduzieren. 
  • An heißen Sommertagen besser morgens oder abends jäten, um sich selbst und die Pflanzen zu schonen. 

Glühbirnen-Icon 

Ein guter Tipp? Entfernen Sie lieber häufiger kleine Mengen Unkraut als selten große Flächen. Regelmäßige Kontrolle verhindert, dass Unkraut die Oberhand gewinnt und spart langfristig Zeit und Mühe.

Unkraut richtig entfernen – die besten Methoden

      Die gängigsten Unkräuter im Überblick

        Unkraut im Ziergarten

        Unkraut im Ziergarten

        Im Ziergarten stört Unkraut vor allem die Optik und konkurriert mit Zierpflanzen um Platz und Nährstoffe.

        Bewährte Maßnahmen:
        • Händisches Jäten
        • Mulchen
        • Bodendecker pflanzen
        • Pflanzabstände schließen

        Unkräuter im Rasen

        Ein dichter, sattgrüner Rasen gilt als Inbegriff eines gepflegten Gartens. Umso störender fallen Unkräuter wie Klee, Löwenzahn oder Gänseblümchen auf – im weitesten Sinne auch Moos. Sie breiten sich vor allem dort aus, wo der Rasen geschwächt ist und Lücken bietet.

        Warum entstehen Unkräuter im Rasen?
        • Zu kurzes oder unregelmäßiges Mähen
        • Alte oder ungeeignete Rasensorten
        Unkraut im Rasen entfernen
        • Mechanisch: Einzelpflanzen mit Wurzelstecher oder Unkrautmesser entfernen
        • Nachsäen: Freie Stellen sofort mit Rasensaat schließen
        • Vertikutieren: Entfernt Rasenfilz und schafft bessere Wachstumsbedingungen
        Unkraut im Rasen vorbeugen
        • Richtig mähen: Schnitthöhe 4–5 cm, im Sommer eher höher
        • Regelmäßig düngen: Ausgewogene Nährstoffversorgung stärkt die Gräser
        • Boden verbessern: Bei Verdichtung sanden, bei saurem Boden kalken
        • Passende Mischung wählen: Strapazierfähige Rasensorten fördern dichten Wuchs
        Unkraut im Nutzgarten (Gemüse‑ & Kräuterbeete)

        Unkraut im Nutzgarten (Gemüse‑ & Kräuterbeete)

        Im Nutzgarten ist Unkraut besonders lästig, da es Wasser, Licht und Nährstoffe beansprucht, die Gemüsepflanzen dringend brauchen.

        Bewährte Maßnahmen:
        • Regelmäßiges und richtig angewandtes Hacken: Lockert den Boden 1–3 cm tief und zerstört junge Unkräuter frühzeitig. 
        • Mulch aus Stroh, Grasschnitt oder Rasenschnitt: Schützt den Boden und verbessert die Erntebedingungen.
        • Saatreihen freihalten: Gerade in der Keimphase von Gemüse ist Unkrautfreiheit entscheidend.
        • Mischkultur & dichter Pflanzabstand: Schnell wachsende Kulturen beschatten den Boden schneller.
        Unkraut auf Wegen, Terrassen und Einfahrten

        Unkraut auf Wegen, Terrassen und Einfahrten

        Unkraut auf befestigten Flächen ist nicht nur unschön, sondern kann auch Fugen beschädigen.

        Bewährte Maßnahmen:
        • Fugenkratzer oder Drahtbürste: Effektiv und umweltfreundlich.
        • Heißes Wasser oder Dampf: Zerstört Pflanzenzellen, ideal für kleinere Flächen.
        • Gas‑Unkrautbrenner: Wirksam, aber mit Vorsicht anzuwenden.
        • Vorbeugung: Fugen mit Sand oder speziellem Fugenmaterial auffüllen – weniger Raum für neue Keimlinge.
        Chemische Mittel sind auf befestigten Flächen in der Regel nicht erlaubt und schädigen Boden & Grundwasser.

        Unkraut im Bio‑ & naturnahen Garten

        Im Bio‑ und naturnahen Garten steht nicht die vollständige Unkrautfreiheit im Mittelpunkt, sondern ein stabiles, lebendiges Gleichgewicht. Unkräuter werden hier als Begleitpflanzen verstanden, die Hinweise auf den Boden geben und teilweise sogar einen ökologischen Nutzen haben.

        Natürlicher Umgang mit Unkraut:
        • Selektives Entfernen: Nur stark wuchernde oder konkurrenzstarke Pflanzen werden entfernt, schwach wachsende dürfen bleiben.
        • Beobachten statt Bekämpfen: Viele Wildkräuter verschwinden von selbst, sobald Beete dicht bepflanzt sind.
        • Schonende Bodenbearbeitung: Tiefe Eingriffe vermeiden, um Bodenleben und Mikroorganismen zu schützen.
        Einige Wildpflanzen wie Wegwarte, Schafgarbe oder Kriechender Günsel können als Bodenschutz genutzt werden. Sie lockern den Boden mit ihren Wurzeln, schützen vor Austrocknung und bieten Nahrung für Insekten.

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        Eine gute Idee: Viele blühende Wildkräuter sind wertvolle Nahrungsquellen für Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge. Eine Teilfläche des Gartens kann z. B. bereits die Artenvielfalt fördern und das ökologische Gleichgewicht im Garten stärken. Wer möchte, kann sich auch mit dem Thema "Essbare Wildpflanzen" auseinander setzen und sich über Löwenzahn, Gänseblümchen oder auch Giersch im Salat & Co. freuen. 

        FAQs: Häufige Fragen zum Thema Unkraut im Garten – wir antworten!

        • Warum kommt Unkraut jedes Jahr wieder? Unkrautsamen können viele Jahre im Boden überdauern und keimen, sobald die Bedingungen stimmen. Zusätzlich gelangen regelmäßig neue Samen durch Wind, Tiere oder Erde in den Garten. 

        • Ist Unkraut ein Zeichen für schlechten Boden? Nicht unbedingt. Viele Unkräuter bevorzugen sogar nährstoffreiche Böden. Häufig zeigt starkes Wachstum eher offene Bodenflächen oder mangelnde Beschattung an.

        • Wann ist der beste Zeitpunkt zum Unkraut entfernen? Am effektivsten ist das Entfernen im frühen Wachstum und bei feuchtem Boden. Junge Pflanzen lassen sich leichter mitsamt der Wurzel herausziehen. 

        • Kann man Unkraut kompostieren? Ja, aber nur junge Pflanzen ohne Samen. Wurzelunkräuter sollten nicht auf den Kompost, da sie dort oft weiter austreiben.

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