Kaninchenhaltung leicht gemacht

Beim Anblick der kuscheligen Langohren leuchten Kinderaugen - Kaninchen als Haustiere stehen auf vielen Wunschzetteln. Was Sie alles über die putzigen Hoppler wissen sollten und was die geselligen WG-Bewohner zum Glücklichsein brauchen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wer passt zu wem?

Wer passt zu wem?
Hauskaninchen stammen von europäischen Wildkaninchen ab. Inzwischen gibt es allein in Deutschland rund 90 anerkannte Rassen in diversen Farben und Felllängen. Allen gemeinsam ist, dass sie sich nur in Gesellschaft richtig wohlfühlen. Als WG-Mitbewohner kommen allerdings keine Meerschweinchen in Frage, da die Tiere verschiedenen Arten angehören und schlichtweg zu unterschiedlich sind.

Eine Kaninchengruppe besteht am besten aus einem kastrierten Männchen mit einem oder mehreren Weibchen. Denn bei einer reinen Damentruppe droht öfter Zickenkrieg, Tiere in einer Männer-WG sollten bereits vor der Geschlechtsreife kastriert worden sein.

Doch nicht nur die Geschlechter, auch die Charaktere und das Alter müssen harmonieren. Zu dominanten passen eher unterwürfige, zu jungen ebenfalls junge Tiere. Kaninchensenioren sind Artgenossen im gleich gesetzten Alter am liebsten. 


Schöner Wohnen für Kaninchen


Neben den richtigen Mitbewohnern macht Kaninchen ein artgerecht eingerichtetes und geräumiges Heim glücklich. Für die Innenhaltung von zwei Tieren kleiner Rasse empfiehlt der Tierschutzbund eine Mindestgröße von 1,5 x 0,75 m bei ständigem Zugang zum kaninchensicheren Zimmer. Bei einer Außenhaltung von 2-3 Tieren muss ein Gehege von mindestens 6 m² Grundfläche zur Verfügung stehen, das für jedes weitere Tier um 20% vergrößert wird. Der richtige Standort für das Hasenheim ist an einem ruhigen, vor Zugluft und direktem Sonnenlicht geschützen Platz, denn die Nager sind ausgesprochen lärm- und hitzeempfindlich.

Die perfekte Einrichtung fürs Kaninchenheim


Bringen Sie Abwechslung in den Alltag der Häschen, indem Sie ihr Gehege mit Tunneln, Rampen und Co. ausstatten. Für Ruhepausen nach aufregenden Entdeckungstouren benötigen die Tiere ein Schlafhäuschen als Rückzugsort. Hasen sind sehr saubere Tiere und verrichten ihr Geschäft gern an einem festen Platz, stellen sie den Nagern deshalb eine Toilette zur Verfügung. Natürlich dürfen auch ein Futternapf, eine Trinkflasche sowie Einstreu und Stroh in einem artgerechten Kaninchenstall nicht fehlen.


Freilauf muss sein

Ein Freilaufgehege bietet den aufgeweckten Nagern genügend Platz zum Spielen und Hoppeln. Doch was gibt es zu beachten?

  • Sorgen Sie an sonnigen Tagen mit Hilfe von Abdeckungen oder Sonnenschutz-Netzen für Schatten im Gehege.
  • Achten Sie darauf, dass die Gitterwände engmaschig genug sind und Ihre Lieblinge nicht ausbüxen können.
  • Entscheiden Sie sich für ein hochwertig verarbeitetes Gehege ohne lose und spitzige Teile, an denen sich die Nager verletzen können.
  • Bieten Sie den Tieren Wasser zum Trinken an und platzieren Sie ein Häuschen zum Rückzug im Gehege.
  • Achten Sie darauf, dass im Gehege keine giftigen Pflanzen wachsen, die von den Tieren gefressen werden können.

Frischluft für Hoppler

Einfach herrlich, Gras und saftigen Löwenzahn zu futtern. Und so viel Platz zum Herumtollen!

Auf die Löffel, fertig, los!

Kaninchen sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Rinden und Zweigen. Auf dem Speiseplan sollten deshalb neben Heu auch Grünfutter, Gemüse und gelegentlich Obst stehen. Frische oder trockene Zweige dienen dem Abrieb der ständig nachwachsenden Zähne.

Nun muss nur noch ein Napf mit frischem 
Wasser ins Kaninchenheim gestellt werden und schon können Ihre vierbeinigen Lieblinge jederzeit ihren Durst löschen.
Wichtig: Das Wasser muss täglich gewechselt werden!
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