#Ausbildung
8. Oktober 2026
Tipps für eine erfolgreiche Klausurenphase
Der Lernplan als Fundament
Wenn an der DHBW wieder die Prüfungsphase ansteht, schießt mir jedes Mal aufs Neue der Puls in die Höhe. Nach den intensiven Wochen in den Vorlesungen und dem ständigen Wechsel zwischen Theorie- und Praxisphasen wird einem erst einmal bewusst, wie viel Stoff sich eigentlich angesammelt hat. Während des Semesters beschäftigt man sich meist Schritt für Schritt mit den einzelnen Themen und hat dabei gar nicht das Gefühl, dass es besonders viel ist. Sobald die Klausuren jedoch näher rücken, sieht das plötzlich ganz anders aus: Skripte, Foliensätze und eigene Mitschriften liegen auf dem Schreibtisch und man fragt sich, wie man das alles in der verbleibenden Zeit noch schaffen soll.
Gerade im dualen Studium kann die Menge an Stoff durch die enge Taktung im ersten Moment ziemlich erschlagend wirken und schnell ein Gefühl von Überforderung auslösen. In solchen Momenten hilft es mir vor allem, einen kühlen Kopf zu bewahren, anstatt in Panik zu verfallen. Denn je mehr man sich von der Menge des Lernstoffs einschüchtern lässt, desto schwerer fällt es, überhaupt einen sinnvollen Anfang zu finden.
Ein realistischer und zeitlich gut durchdachter Lernplan ist für mich deshalb das absolute Fundament. Ich verschaffe mir frühzeitigen einen Überblick darüber, welche Module besonders umfangreich sind und welche mir persönlich eher schwerfallen. Genau diesen Fächern räume ich von Anfang an mehr Zeit und größere Lernblöcke ein. Wenn die Struktur erst einmal steht, wirkt der riesige Berg an Lernstoff gleich deutlich überschaubarer. Statt alles gleichzeitig im Kopf haben zu müssen, kann ich mich auf konkrete Tagesziele konzentrieren und genau das nimmt unglaublich viel Druck raus.
Lernmethoden für die Vorbereitung
Bei der eigentlichen Vorbereitung habe ich für mich schnell gemerkt, dass es wenig bringt, Skripte einfach nur durchzulesen oder möglichst viel bunt anzustreichen. Viel wichtiger ist für mich die aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten. Ich erstelle deshalb meine eigenen Zusammenfassungen und gestalte sie so, dass sie zu meiner persönlichen Art zu lernen passen.
Dabei spielt der eigene Lerntyp meiner Meinung nach eine große Rolle, denn nicht für jeden funktioniert die gleiche Art der Zusammenfassung. Ich selbst bin jemand, der sehr stark über die Optik lernt. Deshalb stelle ich Grafiken aus den Vorlesungsunterlagen oft selbst noch einmal neu dar, vereinfache sie oder gestalte sie in meinem eigenen Stil. Dadurch beschäftige ich mich automatisch intensiver mit den Inhalten und kann mir Zusammenhänge später deutlich leichter wieder ins Gedächtnis rufen. Bei begriffslastigen Themen und Formeln greife ich zusätzlich gerne auf klassische Karteikarten zurück.
Ein echter Gamechanger in meiner Prüfungsvorbereitung ist mittlerweile auch der gezielte Einsatz von künstlicher Intelligenz. Dabei lasse ich mir nicht einfach fertige Zusammenfassungen erstellen, sondern gebe der KI meine eigenen Unterlagen und lasse mich gezielt abfragen. Gerade durch Transferfragen merke ich schnell, ob ich ein Thema wirklich verstanden habe oder noch Wissenslücken bestehen. Auch der Austausch mit höheren Jahrgängen hilft mir bei der Vorbereitung. Altklausuren geben eine gute Orientierung, um ein Gefühl für den Fragestil der Dozenten zu bekommen und besser einschätzen zu können, auf welche Themen ich beim Lernen besonders viel Wert legen sollte.
Das Ziel vor Augen
Je näher die Prüfungen rücken, desto wichtiger werden für mich neben der Vorbereitung auch die mentale Stärke und die richtige Regeneration. Gerade am Tag vor einer Klausur bringt es meiner Erfahrung nach wenig, noch zehn Stunden am Stück durchzulernen. Irgendwann ist der Kopf einfach voll und man beschäftigt sich mehr mit den Themen, bei denen noch Unsicherheiten bestehen, als mit dem Wissen, das man sich bereits erarbeitet hat. Das sorgt häufig für zusätzlichen Druck und lässt einen schnell vergessen, wie viel man eigentlich schon gelernt hat.
Deshalb versuche ich, am Tag vor einer Prüfung bewusst etwas Abstand zu gewinnen. Ich ziehe mir lieber die Laufschuhe an oder gehe eine längere Runde an der frischen Luft spazieren. So bekomme ich den Kopf frei und kann das Gelernte noch einmal in Ruhe sacken lassen. Schließlich kommt es am nächsten Tag darauf an, die Inhalte konzentriert und strukturiert abrufen zu können.
Und sind wir mal ehrlich: Das Gefühl direkt nach der letzten geschriebenen Klausur ist einfach unbezahlbar. Der sprichwörtliche Stein, der einem vom Herzen fällt, und die plötzlich wiedergewonnene Zeit für Freunde, Hobbys und einfach ein bisschen Durchatmen entschädigen für die anstrengenden Wochen davor. Für mich gehört deshalb zu einer guten Prüfungsvorbereitung nicht nur eine gute Planung, sondern auch die Fähigkeit, rechtzeitig einen Gang zurückzuschalten. So lässt sich die gesamte Klausurenphase deutlich entspannter angehen.
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