#Ausbildung
18. Juni 2026
Nachhaltigkeitsprojekt – Einsatz in der Degro
Neue Perspektiven bei der Degro
Bisher habe ich meine Praxisphasen hauptsächlich in Abteilungen der Dehner Holding und im Garten-Center verbracht. Der aktuelle Einsatz in der Degro GmbH & Co. KG eröffnet mir nun eine völlig neue Perspektive. Als Großhandelsunternehmen entwickelt und produziert die Degro unter anderem Düngemittel sowie Garten- und Heimtierprodukte. Darunter fallen beispielsweise auch die bekannten Dehner Natura Meisenknödel aus eigener Herstellung.
Im Vergleich zum Einzelhandel stehen hier ganz andere Abläufe im Mittelpunkt. Damit die Produktion reibungslos funktioniert, müssen Rohstoffe und Verpackungsmaterialien rechtzeitig verfügbar sein und die Zusammenarbeit mit Lieferanten eng abgestimmt werden. Dadurch bekomme ich einen Einblick in die Prozesse hinter den Produkten und lerne, wie viele Bereiche ineinandergreifen müssen, damit am Ende alles funktioniert. Besonders spannend finde ich dabei, wie eng Einkauf und Produktion zusammenarbeiten und welche Auswirkungen Entscheidungen auf die gesamte Wertschöpfungskette haben.
Ein neues Projekt
Ein besonderes Highlight meiner aktuellen Praxisphase ist die Mitarbeit am Thema PPWR. Hinter der Abkürzung verbirgt sich die neue europäische Verpackungsverordnung „Packaging and Packaging Waste Regulation“, die ab August 2026 schrittweise in Kraft tritt. Ziel dieser Verordnung ist es, Verpackungen nachhaltiger zu gestalten indem recycelter Materialien eingesetzt werden, weniger Verpackungsmüll anfällt oder eine stärkere Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette gewährleistet wird. Zu Beginn war das Thema alles andere als leicht greifbar. Viele neue Anforderungen, komplexe Formulierungen und zahlreiche offene Fragen machten es schwierig, den Überblick zu behalten. Genau das hat jedoch meinen Ehrgeiz geweckt.
Durch Recherchen, Webinare und den regelmäßigen Austausch mit meinen Kolleg*innen entstand für mich Schritt für Schritt ein klareres Bild. Besonders interessant ist für mich, dass es nicht nur darum geht, gesetzliche Vorgaben zu verstehen, sondern diese auch in konkrete Maßnahmen zu übersetzen. Dazu gehören beispielsweise die Abstimmung mit Lieferanten, Anpassungen interner Prozesse und die Frage, wie Produkte künftig den neuen Anforderungen entsprechen können.
Komplexe Themen gemeinsam meistern
Je tiefer ich mich mit dem Thema PPWR beschäftigt habe, desto mehr wurde mir bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit im Team ist. Viele Fragestellungen lassen sich nicht allein beantworten, sondern erfordern unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen. Deshalb stehen wir im regelmäßigen Austausch und diskutieren gemeinsam mögliche Lösungsansätze.
Genau diese Zusammenarbeit macht das Projekt für mich besonders spannend. Aus vielen einzelnen Informationen entsteht nach und nach ein Gesamtbild, das dabei hilft, die Anforderungen der neuen Verordnung erfolgreich umzusetzen. Für mich ist es beeindruckend zu sehen, wie aus einem zunächst abstrakten Thema konkrete Aufgaben und Entscheidungen entstehen. Gleichzeitig bekomme ich die Möglichkeit, mich intensiv mit aktuellen Fragestellungen auseinanderzusetzen und aktiv an deren Umsetzung mitzuwirken. So erlebe ich jeden Tag, wie Theorie und Praxis miteinander verbunden werden und welchen Beitrag man bereits während des dualen Studiums leisten kann.
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