#Ausbildung
28. August 2026
Meine Gesellenprüfung: Der letzte Schritt zum Abschluss
Aufgewärmt? Fertig? LOS!
Bevor der eigentliche Sprint begann, stand zunächst die Anmeldung zur Gesellenprüfung an. Dafür mussten verschiedene Unterlagen, wie Nachweise über Maschinenkurse oder weitere Qualifikationen, eingereicht werden. Erst danach wird man zum ersten Fachgespräch eingeladen und damit begann einer der wichtigsten Bestandteile der Abschlussprüfung: das Gesellenstück.
Dieses entstand nicht erst kurz vor der Prüfung, sondern wurde lange im Voraus geplant. Im ersten Fachgespräch präsentierte ich meinen Entwurf dem zugeteilten Prüfpaten. Nach dem fachlichen Austausch und eventuellen Verbesserungsvorschlägen erhielt ich schließlich die Zulassung zur Prüfung. Anschließend ging es an die Detailplanung. Die Ausarbeitung der Fertigungszeichnungen am Computer gab genaueren Einblick in Farbe, Form und natürlich die Maße meines Gesellenstücks. Um hierbei den Überblick nicht zu verlieren, wurden neben der Auswahl der Holzart alle benötigten Materialien und Beschläge in einer Liste notiert. Die Erstellung einer genauen Arbeitsablaufplanung war ebenfalls essenziell für die Planung des Gesellenstücks.
Nun hieß es: 80 Stunden Zeit und volle Konzentration. Die Fertigung des Gesellenstücks soll Auskunft über handwerkliches Geschick, maschinelles Verständnis und die Fähigkeit, um die Ecke zu denken, geben. Zudem wird Zeitmanagement großgeschrieben, was sich später anhand der Eintragungen im Tätigkeitsbericht nachvollziehen ließ..
Durchhalten bis zur letzten Etappe
Ist das Gesellenstück fertig, folgt schon die nächste Herausforderung. In der schriftlichen Prüfung wird das Fachwissen abgefragt, das man sich während der Ausbildung angeeignet hat. Die Aufgaben orientierten sich an einem praxisnahen Kundenauftrag und begleiteten einen von der Planung bis zur fertigen Umsetzung. Dabei ging es unter anderem um Themen aus dem Möbelbau, dem Innenausbau und der Bauschreinerei.
Ein weiterer Bestandteil ist die Programmierung eines vorgegebenen Arbeitsschritts am Computer. Hier zeigt sich, wie sicher man moderne Fertigungsprozesse beherrscht und digitale Arbeitsabläufe anwenden kann. Den Abschluss des theoretischen Prüfungsteils bildete schließlich das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde. Dort standen wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Themen im Mittelpunkt. Bei dieser Mischung zeigt sich, wie vielseitig unser Beruf eigentlich ist.
Vollsprint bis ins Ziel
Nach den theoretischen Prüfungen geht es in das zweite Fachgespräch. Jetzt wird das fertige Gesellenstück den Prüfern vorgestellt und bewertet. Dabei geht es nicht nur um das Endergebnis, sondern auch um die Planung, die Fertigung und die Herausforderungen, die während der Umsetzung aufgetreten sind. Gemeinsam mit den Prüfern reflektierte ich den gesamten Entstehungsprozess meines Gesellenstücks.
Und dann hieß es: Vollsprint! In der letzten praktischen Prüfung muss innerhalb von nur sieben Stunden anhand vorgegebener Zeichnungen ein Kleinmöbel gefertigt werden. Gerade der Zeitdruck macht diesen Teil besonders anspruchsvoll. Jetzt zeigt sich, ob jeder Handgriff sitzt und man das Gelernte sicher anwenden kann.
Finish! Nach drei Jahren Ausbildung ist die Ziellinie erreicht. Wer alle Prüfungsteile erfolgreich besteht, darf sich endlich Geselle nennen. Wenn ich heute auf meine Ausbildungszeit zurückblicke, weiß ich, dass sich jeder einzelne Trainingskilometer gelohnt hat. Die Ausbildung bei Dehner hat mich auf diesem Weg fachlich und persönlich begleitet. Und wie bei einem Marathon gilt auch hier: Ohne das Team wäre so ein Erfolg kaum möglich gewesen. Deshalb möchte ich einfach Danke sagen – an alle, die mich auf diesem Weg unterstützt haben. Jetzt heißt es: Ziel erreicht!
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