Tatsächlich steckt Torf in vielen Produkten. So enthalten Presstöpfe für die Anzucht oder die Wurzelballen der meisten Pflanzen Torf. Viele Benefits des Torfs sprechen aus gartenbaulicher Sicht zunächst für ihn. Er ist strukturstabil, verleiht den Pflanzen perfekten Halt und speichert Wasser schnell und zuverlässig, um es anschließend wieder an die Pflanzen abzugeben. Auch weist er ein passendes und einheitliches Porenvolumen auf. Pflanzenwurzeln werden optimal mit Sauerstoff versorgt. Da Torf kaum Nährstoffe enthält, kann er simpel durch eine gezielte Aufdüngung oder Kalkung an die jeweiligen pH- und Nährstoffansprüche angepasst werden.
Für den Nachhaltigkeitsgedanken spricht hingegen der Verzicht auf Torf. Seit den 70ern ist die Entwässerung der Moore verboten. Seit dieser Zeit ist die Bedeutung des Moores bzw. Hochmoores bekannt. Sie dienen Tieren und Pflanzen als Lebensraum und leisten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. CO2 wird langfristig gebunden. Wird das Moor zum Abbau des wertvollen Torfs entwässert, entweicht das Gas und trägt zur Erderwärmung bei. Nicht zu vergessen, dass es 1000 Jahre dauert, bis ein Meter Torf gebildet wurde.
Ersatzstoffe wie: Grünkompost, Rindenhumus, Kokosprodukte, Perlite und Blähton sollen möglichst schnell den Platz des Torfs einnehmen. Keiner dieser potenziellen Begleitstoffe kann jedoch allein verwendet werden und aktuell komplett die genannten Eigenschaften ersetzen. Hinzu kommen bei Importen wie der Kokosprodukte soziale und Umweltschutzaspekte, die berücksichtigt werden müssen.
Die Entwicklung torffreier Substrate läuft auf Hochtouren. Ein entsprechend RPP- zertifiziertes (Responsibly Produced Peat) Substrat erhalten Sie bei Dehner. Dies bedeutet, diese "Erden" wurden ressourcen- und klimaschonend produziert – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und gemäß dem Wunsch von Dehner.