
Mäuse
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Art: Mus musculus f. domestica
Ursprungsgebiet: Steppengebiete von Zentralasien bis Ägypten
Größe: 7–11 cm
Verhalten: Sehr bewegungsfreudig, schlafen am Tag nur stundenweise
Alter: 2–3 Jahre
Futter: Körnermischungen, Obst und Gemüse sowie tierisches Eiweiß (z. B. Mehlwürmer, Eier, Milchprodukte, Katzen- oder Hundetrockenfutter)
Besonderheiten: Sehr flink, graben sich gerne Höhlen und Gänge
Autorin: Kathrin Knechtel
In unseren Märkten zu finden
Wissenswertes
Ursprünglich war die Hausmaus in den Steppengebieten von Zentralasien bis Ägypten beheimatet. Etwa 4000 v. Chr. erreichte der agile Nager vermutlich mit früheren Bauern Mittel- und Westeuropa. Von dort gelangten die Mäuse durch Seefahrer in den Mittelmeerraum, nach Afrika, Amerika und Australien und breiteten sich so auf dem gesamten Globus aus.
Die hierzulande als Haustiere angebotenen Mäuse sind Zuchtrassen der grauen Hausmaus. Heute gibt es die Tiere in zahlreichen Farben und Zeichnungen. Einfarbig, zweifarbig und auch dreifarbig entzücken die Mäuse ihre Besitzer.
In der freien Natur leben Mäuse in großen Kolonien mit komplexen sozialen Strukturen. Sie fühlen sich in Wäldern und Savannen wohl, sind aber auch im alpinen Bergland anzutreffen.
Verhalten
Während sich frei lebende Mäuse nur in der Dämmerung und in der Nacht außerhalb ihrer unterirdischen Höhlen und Gänge aufhalten, zeigen sich die als Heimtiere gehaltenen Nager rund um die Uhr immer wieder aktiv. In ihren Aktivitätsphasen können die flinken Mäuse beim Klettern, Knabbern und Erkunden. beobachtet werden. Zum Kuscheln eignen sie sich wegen ihrer zarten und zerbrechlichen Statur nur bedingt.
Trotz ihrer Neugier und der schnellen Gewöhnung an Menschen brauchen Mäuse Gesellschaft. Ob zum Spielen, zur Fellpflege oder einfach zum Zusammenleben – mit Artgenossen fühlen sich die Tiere am wohlsten!
Haltung
Mäuse leben in der freien Natur in Sippen zusammen und benötigen auch als Haustiere soziale Kontakte zu Artgenossen. Besonders wohl fühlen sich die Nager deshalb mit mindestens einer weiteren Maus. Ideal ist eine Gruppe aus mehreren Weibchen und zwei kastrierten Männchen. Reine Weibchengruppen funktionieren ebenfalls, unkastrierte Männchen sollten jedoch nie zusammen gehalten werden. Neue Tiere dürfen nur vorsichtig in eine bestehende Gruppe integriert werden, um Kämpfe zu vermeiden.
Als Gehege eignen sich Käfige mit engen Gitterabständen und einer tiefen Bodenschale. Diese wird mit viel Einstreu gefüllt, so dass die grabfreudigen Nager unterirdische Gänge und Höhlen bauen können. Alternativ kann ein gut belüftetes Terrarium, das mit einem engmaschigen Drahtgitter abgedeckt wird, zum Einsatz kommen. Für zwei Tiere empfiehlt der Tierschutzbund eine Grundfläche von mindestens 80 x 50 x 80 cm.
Der richtige Standort ist ruhig gelegen, abseits von Zugluft und geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Idealerweise steht das Mäuseheim auf Tischhöhe, sodass die Tiere gut beobachtet werden können und vor anderen Haustieren sicher sind.
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Ausstattung – so wird das Mäuseheim wohnlich
Ein artgerechtes Mäuseheim bietet mehrere Ebenen und Plattformen, die über Seile, Leitern und Röhren verbunden sind. Mäuse sind während ihrer Aktivitätsphasen gern unterwegs und erkunden ihre Umgebung.
Mit einem Laufrad, Wippen, Hängematten, Versteckmöglichkeiten und einer Kiste zum Buddeln bringen Sie Abwechslung in den Alltag der Tiere und vermeiden Langeweile. Für die Ruhephase darf ein Schlafhäuschen, das mit Heu oder anderen weichen Materialien befüllt ist, nicht fehlen. Die Einstreutiefe sollte mindestens 10 cm betragen. Natürlich gehören auch ein Futternapf, Trinkautomaten sowie Hanfeinstreu in ein artgerecht eingerichtetes Mäuseheim.
Pflege
Mäuse horten übrig gebliebenes Futter in ihrem Schlafhäuschen, überprüfen Sie deshalb regelmäßig, ob dort verschimmelte Nahrung liegt. Zudem muss den Nagern stets genügend Wasser zur Verfügung stehen, das immer wieder durch Frischwasser ersetzt wird.
Für eine gute Hygiene im Käfig säubern Sie täglich die Kloecke der Nager, wechseln zweimal wöchentlich die Einstreu und putzen Futternäpfe und Co. Die Mäuse selbst halten sich in einem hygienischen Käfig von allein sauber und rein. Lediglich ihre Augen und Ohren müssen regelmäßig auf Verschmutzungen untersucht werden. Für die Zahnpflege eignen sich Äste von ungespritzten Bäumen oder kleine ungeschälte Nüsse zum Knabbern.
Nahrung
Mäuse ernähren sich überwiegend vegetarisch und sind mit einer Futtermischung aus Getreide und Sämereien gut versorgt. Dabei genügt es, die Tiere pro Tag mit ca. einem Teelöffel pro Maus zu füttern. Zusätzlich können die Nager mit frischen Zutaten verwöhnt werden, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Kräuter, Obst und Gemüse sind wahre Leckerbissen. Für eine ausgewogene Ernährung freuen sich die Mäuse einmal wöchentlich über tierisches Eiweiß in Form von Quark, einem gekochten Ei, Mehlwürmern oder Hunde- und Katzentrockenfutter.
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Beschäftigung
Laufteller, Hängebrücke, Holzleiter & Co. die Auswahl an Nagerspielzeug ist groß und garantiert den neugierigen und kletterfreudigen Mäusen Spiel und Spaß. Dürfen die Tiere dann noch ab und zu in Form eines Auslaufs auf Entdeckungstour gehen, sind die munteren Nager glücklich. Machen Sie hierfür das Zimmer mäusesicher und schließen Sie Fenster, Türen sowie Schranktüren. Auch giftige Pflanzen und Kabel müssen außer Reichweite der Mäuse gebracht werden. Alternativ können die Tiere auf einem Tisch Freilauf finden. Schirmen Sie hierfür die Tischkanten mit geeigneten Aufsätzen ab und schon entsteht eine kleine, sichere Spielwiese.
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Besonderheiten
Auch wenn Mäuse sehr zutraulich und zahm werden, sollten Kinder von Erwachsenen angeleitet und kontrolliert werden. So lernen sie, rücksichtsvoll mit den Nagern umzugehen und die Tiere artgerecht zu behandeln. Sind diese Voraussetzungen geben, können Sie zusammen mit Ihren Kleinen das Mäuseheim einrichten und die flinken Tierchen beobachten.
Mäuse sind in vielen Dehner Märkten erhältlich. Unser Team berät Sie gerne zur artgerechten Haltung sowie zur passenden Ernährung und Gestaltung des Zuhauses Ihrer Lieblinge.






