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Hund vermisst: Was tun, wenn Ihr Vierbeiner entlaufen ist?

Hund vermisst: Was tun, wenn Ihr Vierbeiner entlaufen ist?

Wenn der eigene Hund plötzlich verschwunden ist, ist der Schreck meist groß. Auch wenn die Situation belastend ist: Versuchen Sie, ruhig zu bleiben und systematisch vorzugehen. Mit schnellem Handeln und den richtigen Maßnahmen erhöhen Sie die Chancen, Ihren Vierbeiner rasch und sicher wiederzufinden.
Autorin: Silvia Schröder

Warum laufen Hunde weg?

    • Unbekannte Umgebung

      Je öfter Ihr Hund neue Orte erkundet, desto selbstbewusster wird er. Trotzdem kann es passieren, dass er in der neuen Umgebung die Orientierung verliert und den Weg zu Ihnen nicht mehr findet.

    • Jagdinstinkt

      Ein raschelndes Gebüsch, ein interessanter Geruch oder ein flüchtendes Wildtier können den Jagdtrieb wecken. In diesem Moment folgt der Hund seinem Instinkt und entfernt sich oft weiter als geplant.

    • Angst oder Stress

      Laute Geräusche wie Feuerwerk, Gewitter oder Sirenen können Hunde erschrecken. In Panik suchen manche Vierbeiner die Flucht und laufen orientierungslos davon.

    • Verletzung

      Hat sich Ihr Hund unterwegs verletzt oder ist er in eine missliche Lage geraten, kann er möglicherweise nicht mehr selbstständig zurückkehren.

    • Suche nach Artgenossen

      Nicht kastrierte Hunde folgen insbesondere während der Läufigkeit häufig interessanten Gerüchen und entfernen sich dabei weit von ihrem gewohnten Umfeld.

    • Neugier und Abenteuerlust

      Manche Hunde sind besonders neugierig und erkunden ihre Umgebung gerne auf eigene Faust. Eine offene Tür oder ein ungesichertes Gartentor genügt manchmal schon für einen kleinen Ausflug.

    Finden Hunde allein wieder nach Hause?

    Ist Ihr Hund von zu Hause weggelaufen, findet er oft den Weg zurück in sein gewohntes Umfeld. Ist er hingegen während eines Spaziergangs abhandengekommen, kehrt er meistens an die Stelle zurück, an der er Sie zuletzt gesehen hat.

    Der Grund dafür liegt unter anderem in ihrem ausgeprägten Orientierungs- und Erinnerungsvermögen. Schon in den ersten Lebenswochen werden die kleinen Welpen von der Mutter dahingehend trainiert, ihre Umgebung zu erkunden und anschließend zu einem vertrauten Ort zurückzukehren. Ein ausgeprägter Gedächtnissinn ermöglicht es unseren Fellfreunden, sich an das Zuhause oder den letzten gemeinsamen Ort zu erinnern. 

    Ist Ihr Hund unterwegs verschwunden, sollten Sie möglichst 2–3 Stunden am letzten gemeinsamen Standort bleiben. Bitten Sie währenddessen Freunde oder Familienmitglieder, die nähere Umgebung abzusuchen und Passanten anzusprechen. So erhöhen Sie die Chancen, Ihren Vierbeiner schnell wieder in die Arme schließen zu können.

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    Schon gewusst? Die Überlebensdauer eines vermissten Hundes in freier Umgebung hängt von mehreren Faktoren ab. Es spielen Größe, Rasse, Wetterbedingungen, Nahrungsquelle und eventuelle Gefahren eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich aber greift der Überlebensinstinkt des Hundes rasch ein und er wird von Natur aus alles tun, um die neue Situation meistern zu können. 

    Vorsorgetipps

    Im Idealfall kommt es erst gar nicht dazu, dass Ihr Hund entläuft. Steuern Sie durch ein paar einfache Maßnahmen präventiv diesem Szenario entgegen: 

      • Sichere Umgebung

        Zäune sollten hoch genug und ohne Schlupflöcher sein. Haus-, Garten- und Hoftüren stets geschlossen halten. Gegebenenfalls bietet sich auch ein Absperr- oder Schutzgitter für den Garten an.

      • Punktgenaue Ortung

        Mittels eines GPS-Trackers, das an Halsband oder Geschirr angebracht wird, kann der Hund präzise über eine passende App geortert werden. 

      • Beim Spaziergang

        Achten Sie auf ein gut sitzendes Halsband oder Geschirr, das mit Ihren Kontaktdaten versehen ist. Lassen Sie den Hund nur von der Leine, wenn er dem Rückruf folgt.

      • Keine Stresssituationen

        Angstauslösende Geräusche (Feuerwerk, Gewitter oder feindliche Hunde) am besten vermeiden. 

      • Kennzeichnung

        Ein Chip oder eine Marke helfen den Hundebesitzer zu finden, falls der Hund doch entwischt.

      • Richtige Erziehung

        Trainieren Sie regelmäßig den Rückruf, bis er zuverlässig funktioniert.

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      Erste Maßnahmen

      Egal, ob Sie zu Hause auf die Rückkehr Ihres Hundes warten oder unterwegs nach ihm suchen: Handeln Sie sofort und ergreifen Sie die ersten wichtigen Maßnahmen. Nicht Ihr Hund? Sich selbst einzubringen und aktiv an der Suche zu beteiligen, nimmt dem Wartenden die Belastung und das Gefühl des schier endlosen Wartens.
      • Freunde, Familie und Nachbarn um Unterstützung bei der Suche bitten
      • Ist Ihr Hund registriert? Melden Sie den Verlust bei Tasso, Findefix oder der IFTA
      • Informieren Sie das nächstgelegene Tierheim, die Gemeinde und/oder die Polizei 
      • Benachrichtigen Sie Tierärzte und Tierkliniken in der Umgebung
      • Erstellen Sie ein Vermisstenplakat mit Foto, Kontaktdaten sowie Angaben zu Rasse, Größe und besonderen Merkmalen Ihres Vierbeiners und verteilen Sie es in der Umgebung

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      Tipp: Ihr Hund ist noch nicht gechippt und registriert? Dann sollten Sie dies möglichst bald nachholen. Der Mikrochip wird vom Tierarzt eingesetzt und dient als eindeutige Kennzeichnung Ihres Vierbeiners. Er ist langlebig, verursacht nach dem Einsetzen in der Regel keine Beeinträchtigungen und bleibt meist ein Hundeleben lang funktionsfähig. Über die registrierte Chipnummer kann ein entlaufener Hund seinem Halter schnell zugeordnet werden. Zusätzlich empfiehlt sich ein Halsband mit einer Hundemarke, auf der Ihre Telefonnummer vermerkt ist.

      Entlaufenen Hund gefunden – was tun?

      • Ruhe bewahren & annähern: Sind Sie sicher, dass das Tier allein ist, dann nähern Sie sich ohne hektische Bewegungen an den Hund an, um ihn nicht zu verschrecken. Vielleicht können Sie mit einem Leckerlie sein Vertrauen gewinnen.
      • Sicherheit gewährleisten: Falls möglich, sicheren Sie den Hund mit einer Leine oder improvisierten Hilfsmitteln, um ihn vor Verkehr oder anderen Gefahren zu schützen.
      • Kennzeichen prüfen: Hat der Hund ein Halsband mit einer Marke, können Sie den Besitzer direkt kontaktieren. Hat er keines, dann informieren Sie die örtliche Tierschutzorganisation, das Tierheim oder die Polizei.
      • Tierarzt oder Tierheim informieren: Ein Tierarzt oder Tierheim kann den Chip des Hundes auslesen und so den Halter ermitteln.
      • Hund nicht einfach behalten: Es ist wichtig, dass Sie den rechtmäßigen Besitzer suchen. Falls sich niemand meldet, können Sie mit dem Tierheim oder der Polizei das weitere Vorgehen besprechen.

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