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Biogarten – natürlich, nachhaltig und voller Leben

Biogarten – natürlich, nachhaltig und voller Leben

Biogärtnern bedeutet, mit Herz und Bewusstsein im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Mit Geduld und Leidenschaft entsteht so Ihr eigener Garten voller gesunder, aromatischer Ernte – nachhaltig angebaut und rundum gut für Mensch, Tier und Umwelt. Trauen Sie sich: Ihr Biogarten wartet!
Autorin: Cornelia Förster

Jetzt in den Biogarten starten

Der Einstieg ins Biogärtnern ist einfacher als gedacht – ganz ohne künstliche Dünger oder Spritzmittel. Gibt man der Natur Raum, entsteht nach und nach ein harmonisches Zusammenspiel von Boden, Pflanzen und Tieren.

Im natürlichen Kreislauf wächst Gesätes kräftig heran, Pflanzenreste werden zu wertvollem Kompost und kehren als nährstoffreiche Erde zurück. Das Bodenleben wird aktiver, Nützlinge vermehren sich und stärken das ökologische Gleichgewicht.

Bereits nach 2–3 Jahren ist der Biogarten eingespielt – lebendig, ertragreich und nachhaltig im Gleichgewicht.

Step by step – biologischer Kreislauf

    • 1. Aussaat

      1. Aussaat

      Und los geht’s: Das Pflanzenleben beginnt mit der Aussaat, der Anzucht von Setzlingen oder der Teilung von Mutterpflanzen.

    • 2. Jungpflanzen

      2. Jungpflanzen

      Kleine Pflänzchen wachsen heran – entweder aus eigener Aussaat, mit Unterstützung der Natur oder durch zugekaufte Setzlinge.

    • 3. Ernte

      3. Ernte

      Die Pflanzen sind ausgewachsen und liefern frisches Obst, Gemüse oder Kräuter. Auch übrige Gartenpflanzen unterstützen den natürlichen Kreislauf.

    • 4. Kompostierung

      4. Kompostierung

      Vertrocknete, abgestorbene oder welke Pflanzenteile dürfen auf den Kompost. Auch einjährige Pflanzen werden wieder zu Erde. 

    • 5. Frische Komposterde

      5. Frische Komposterde

      In frischem Substrat gelingt der Anbau besonders gut. Abgelagerte Komposterde ist ideal für die Neuanzucht und versorgt junge Pflanzen optimal mit Nährstoffen.

    Biologisches Saatgut – nachhaltiges Gärtnern

    Biosaatgut für eine gesunde und umweltfreundliche Ernte

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    Umstellung auf Bio – was tun mit den alten Pflanzen?

    Oft sind in einem Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse bereits Pflanzen vorhanden. Mehrjährige Gewächse können ab sofort biologisch gepflegt werden. Beim Anlegen neuer Beete, dem Kauf von Saatgut oder Pflanzen sollte stets Bio-Qualität gewählt werden. Biogärtner setzen auf Samen und Pflanzen aus biologischem Anbau – widerstandsfähig, gentechnisch unverändert und nachhaltig.
    Gute Bedingungen – die Basis für gesunde Pflanzen

    Gute Bedingungen – die Basis für gesunde Pflanzen

    Im Biogarten spielen Standort, Bodenbeschaffenheit, Umwelteinflüsse, Witterung und Anbaudauer eine entscheidende Rolle. Mit der richtigen Pflanzenauswahl und passenden Sorten lässt sich bereits viel erreichen. Fühlt sich eine Pflanze wohl, wird sie gesünder, stabiler und weniger anfällig für Krankheiten oder Schädlinge.
    Zum Bio-Gemüse

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    Den richtigen Platz für jede Pflanze finden

    Im Biogarten kommen je nach Standort, Pflanzenart und individuellen Bedürfnissen unterschiedliche Anbaumethoden zum Einsatz. Allen gemeinsam ist das Ziel, mit natürlichen Mitteln optimale Bedingungen für gesunde Pflanzen zu schaffen.

    Während auf dem Balkon oder der Terrasse Pflanzen in Töpfen, Wannen oder Kübeln gedeihen, bieten sich auf größeren Flächen Hochbeete, Hügel- und Kraterbeete oder gar ein Gewächshaus an. Erhöhte oder abgesenkte Beete schaffen ein günstiges Mikroklima, verlängern die Anbauzeit und schützen vor Wind und Frost – ideal für Gemüse und empfindliche Pflanzen.

    Werden beim Anbau die Fruchtfolge und Mischkultur berücksichtigt, steht einem reich gedeckten Obst- und Gemüsetisch nichts mehr im Wege.

    Glühbirnen-Icon 

    Tipp: Wenn Sie sich selbst ein neues Krater- oder Hügelbeet bauen möchten, können Sie natürliche wie auch schadstofffreie Baumaterialien aus der Region nutzen. Große Steine beispielsweise eignen sich hervorragend zur Beetbegrenzung – während sich flache als Trittsteine einsetzen lassen.

    Humusreicher Boden – das Herzstück des Biogartens

    Ein humusreicher Boden ist der Traum eines jeden Biogärtners, denn er eignet sich hervorragend für das biologische Gärtnern. Aber auch andere Bodentypen sind kein Hindernis: Lehmige oder sandige Böden profitieren von Kompostgaben, Mulchschichten oder organischem Material wie Gras, das Defizite ausgleicht und das Bodengefüge verbessert.

    Ein Biogarten ohne Kompost ist kaum vorstellbar. Gartenabfälle werden in den organischen Kreislauf eingebunden und von Bodenlebewesen umgewandelt. So werden dem Boden nur die Nährstoffe ergänzt, die durch Ernte oder Pflanzennutzung entzogen wurden.

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    Gewusst wie: Im Biogarten wird auf das Umgraben verzichtet, um die wichtige Arbeit der Bodenorganismen zu erhalten. Stattdessen wird die oberste Schicht schonend gelockert und belüftet – ideal gelingt das mit Sauzahn oder Grabegabel.

    Kompostgewinnung, Bodenlockerung & mehr

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    Düngung: Nährstoffe aus der Natur

    In vielen Biogärten kommen eigener Kompost und Mulch zum Einsatz. Für kleinere Flächen oder Balkone sind fertige Bio-Dünger ideal: Sie bestehen aus organischen Bestandteilen, versorgen Pflanzen gleichmäßig mit Nährstoffen und fördern langfristig die Bodenfruchtbarkeit. Gleichzeitig stärken sie das Pflanzengewebe und machen es widerstandsfähiger.

    Mit Pflanzenstärkungsmitteln oder selbst hergestellten Pflanzenjauchen können Sie Ihre Pflanzen gezielt unterstützen und ihre Abwehrkräfte sowie Vitalität stärken.
    Zum Bio-Dünger

    Pflanzenschutz im Biogarten – natürlich und vorbeugend

    Im Biogarten setzt man vor allem auf die natürliche Abwehr der Pflanzen. Vorbeugung ist entscheidend: Ein passender Standort, abwechslungsreiche Fruchtfolge, Mischkultur und robuste Sorten schaffen beste Voraussetzungen für gesunde Entwicklungen.

    Treten dennoch Schädlinge oder Krankheiten auf, werden sie zunächst beobachtet und oft toleriert. Mechanische Maßnahmen haben Vorrang – etwa das Absammeln oder Entfernen mit Wasserstrahl oder Seifenlauge. Zusätzlich helfen Nützlinge als natürliche Gegenspieler, das Gleichgewicht im Garten zu erhalten.
    Biologische Pflanzenschutzmittel

    Biologische Pflanzenschutzmittel

    Ist der Befallsdruck doch einmal zu groß, können Sie auf Pflanzenschutzmittel auf natürlicher Basis ausweichen.
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    Nützlinge – natürliche Gegenspieler

    Nützlinge wie Vögel und Insekten sind wichtige Helfer im Biogarten. Mit ihrer Unterstützung lassen sich viele Schädlinge im Zaum halten. Besonders wohl fühlen sie sich, wenn ihnen ein passendes Zuhause geboten wird, in dem sie teils ganzjährig hausen können.

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