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Stachelbeeren – frisch-säuerliche Früchte zum Naschen

Stachelbeeren – frisch-säuerliche Früchte zum Naschen

Stachelbeeren erfreuen Hobbygärtner mit ihrem säuerlich-frischen Aroma und ihren gesunden Inhaltsstoffen. Vitamin C, Mineralstoffe, Fruchtsäuren und vieles mehr steckt in den Früchten – einfach im Garten anbauen, beim Wachsen zusehen, ernten und genießen!

Autorin: Kathrin Knechtel

Wissenswertes über Stachelbeeren

Bereits seit dem 16. Jahrhundert werden Stachelbeeren in Gärten kultiviert. Zwar gerieten die Sträucher wegen ihrer pieksigen Stacheln und ihrer Anfälligkeit für Mehltau eine Zeit lang aus der Mode, doch dank der Züchtung stachelloser und pilzresistenter Sorten erfreuen sich die Beeren heute wieder großer Beliebtheit.

Stachelbeeren (Ribes uva-crispa) gehören, wie ihr Name bereits verrät, zur Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Die Sträucher sind in Europa, Asien, Nordafrika und in Nordamerika zuhause und wachsen dort sowohl in lichten, feuchten Wäldern als auch an Waldrändern und Hecken.

Bei der Sortenwahl spielt neben der Farbe der Früchte, die zwischen grün, rot und gelb variiert, auch die Wuchsform eine Rolle. Je nach Geschmack kann zwischen Hochstamm und Busch gewählt werden. Beide Sorten fühlen sich im Boden gepflanzt oder im Kübel auf der Terrasse und dem Balkon wohl.

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Standort

Standort

Stachelbeeren fühlen sich an einem hellen und windgeschützten Standort wohl. Der ideale Platz liegt im lichten Schatten größerer Gehölze geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung.

Den Boden wünschen sich die Pflanzen locker, humusreich und nicht zu trocken. Sowohl auf Staunässe als auch auf Trockenheit reagiert das Wurzelsystem des Strauchs empfindlich. Sandige Böden lassen sich ganz leicht mit Humus, Pflanzerde oder Kompost verbessern, schwere Böden können mit Sand gelockert werden.

Stachelbeeren entdecken

Stachelbeeren pflanzen

Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung der Beeren ist im Spätherbst von Oktober bis November. Wählen Sie je nach Größe Ihres Strauchs einen Pflanzabstand von 0,8–1,5 m und pflanzen Sie die Stachelbeere in ein mit Pflanzerde und Langzeitdünger vorbereitetes Pflanzloch. Hochstämme wünschen sich direkt bei der Pflanzung einen Stützpfahl.

 

Die Beeren lassen sich auch wunderbar in große Gefäße auf die Terrasse und den Balkon oder in ein Hochbeet pflanzen. Egal für welchen Standort Sie sich entscheiden, für eine ertragreiche Ernte ist stets ein Wasserabzug nötig.

Pflege: So geht es Ihren Pflanzen gut

  • Gießen: Stachelbeeren reagieren empfindlich auf Trockenheit und bevorzugen einen gleichmäßig feuchten Boden. Für eine reichhaltige Ernte ist eine ausreichende Wasserversorgung bei trockener Witterung im Frühjahr und Sommer sehr wichtig. Gießen Sie die Sträucher stets direkt an den Wurzeln, nicht über die Blätter. Eine dünne Mulchschicht unterdrückt Unkraut, speichert Feuchtigkeit im Boden und schützt die Erde vor Austrocknung.

 

  • Düngen: Nährstoffgaben im zeitigen Frühjahr und nach der Blüte im Mai fördern Wachstum, Blütenbildung und Fruchtansatz der Pflanzen. Ideal sind organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne. Auch ein organischer Beerendünger, der breitflächig um die Pflanze ausgestreut und flach in den Boden eingearbeitet wird, kommt den Sträuchern zugute.

 

  • Winterschutz: Tiefe Temperaturen im Winter machen den Sträuchern zwar nichts aus, ihre Blüten sind jedoch spätfrostempfindlich.
So gelingt der Schnitt

So gelingt der Schnitt

  • In den ersten drei Jahren findet im Frühjahr ein Erziehungsschnitt statt: Hierbei werden die 4–6 kräftigsten Neuaustriebe um ein Drittel gekürzt. Alle anderen Triebe schneiden Sie direkt über dem Boden ab.

 

  • Ab dem dritten Jahr wird die Pflanze regelmäßig im zeitigen Frühjahr oder im Sommer nach der Ernte geschnitten und ausgelichtet. Hier lautet die Devise: Altes Holz wird entfernt, junges gefördert. Am Ende des Schnitts sollten ca. 6–8 Haupttriebe stehen bleiben. Bei Hochstämmen genügen vier.
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Ernte & Verwendung

Ernte & Verwendung

Der richtige Zeitpunkt für die Ernte der Beeren hängt vom Verwendungszweck ab. Grüne Beeren eignen sich besonders für Marmeladen, Gelees und Kompotts und werden bereits Ende Mai bis Anfang Juni vom Strauch geerntet. Wer die Früchte lieber direkt von der Pflanze naschen möchte, sollte je nach Sorte bis Juli oder August abwarten. Dann schmecken die Früchte deutlich süßer und entfalten ihr volles frisch-säuerliches Aroma.

Die Ernte kann je nach Sorte eine stachelige Angelegenheit sein. Lange Kleidung und Handschuhe beugen Kratzer ganz leicht vor.

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