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Die Mirabelle: Kleine Frucht, großer Geschmack

Die Mirabelle: Kleine Frucht, großer Geschmack

Mit ihren süßen, saftigen Früchten begeistert die Mirabelle Gartenfreunde Jahr für Jahr aufs Neue. Ob frisch vom Baum, als Kuchenbelag oder in Marmeladen – die kleinen Früchte sind vielseitig verwendbar und überzeugen mit ihrem aromatischen Geschmack. Darüber hinaus bietet der Mirabellenbaum im Frühjahr eine attraktive Blüte und bereichert den Garten mit einer reichen Ernte im Spätsommer.
Autorin: Cornelia Förster

Wissenswertes rund um Mirabellen

Die Mirabelle (Prunus domestica subsp. syriaca) ist eine Unterart der Pflaume und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ursprünglich stammt sie aus Vorderasien und fand ihren Weg Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa. Heute zählt sie zu den beliebtesten Steinobstarten in heimischen Gärten.

Das Fruchtfleisch der kleinen, runden Früchte ist gelb bis grüngelb und zeichnet sich durch seinen süßen Geschmack mit einer dezent säuerlichen Note aus. Aufgrund ihres geringen Säuregehalts gelten Mirabellen als besonders mild und gut bekömmlich. Darüber hinaus enthalten sie Ballaststoffe, verschiedene Vitaminen sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen. Ergänzt wird dieses natürliche Nährstoffpaket durch wertvolle Antioxidantien.

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Interessanter Fakt: Mirabellen werden häufig mit Marillen verwechselt. Marille ist jedoch die österreichische Bezeichnung für die Aprikose, die größere und samtig behaarte Früchte bildet.

Beliebte Mirabellensorten entdecken

Mirabellen unterscheiden sich je nach Sorte in Wuchsform, Fruchtgröße, Farbe, Reifezeit und Geschmack. Während einige Sorten besonders süße Früchte tragen, überzeugen andere mit einem würzigen Aroma oder einem hohen Ertrag. Die folgende Auswahl gibt einen Überblick über beliebte Mirabellensorten für Garten und Hausgarten.

    • Mirabelle de Nancy

      Mirabelle de Nancy

      Aromatisch, süße Früchte
      Festes Fruchtfleisch
      Blütezeit: April
      Erntezeit: August/September
      Hoher Zierwert durch Blüten und Früchte
      Selbstbefruchter
      Besonderheit: insektenfreundlich

    • Miroma

      Miroma

      Sehr süß und aromatisch
      Festes Fruchtfleisch
      Züchtung aus Pflaume und Mirabelle Nancy
      Blütezeit: April
      Erntezeit: August
      Selbstbefruchter

    • Bellamira

      Bellamira

      Sehr aromatischer Geschmack
      Festes, saftig-süßes Fruchtfleisch
      Blütezeit: März/April
      Erntezeit: August/September
      Selbstbefruchter
      Besonderheit: insektenfreundlich

       

    • Aprimira

      Aprimira

      Feines, würziges Aroma
      Festes, honigsüßes Fruchtfleisch
      Blütezeit: April
      Erntezeit: August/September
      Mittelwüchsig, ideal für kleinere Gärten
      Selbstbefruchter, aber Befruchtersorte erhöht den Ertrag

       

    Mirabellen richtig pflanzen und pflegen

      • Standort

        Für eine reiche Ernte eignet sich ein sonniger, warmer und windgeschützter Standort. Je mehr Sonne die Früchte erhalten, desto besser entwickeln sich Aroma und Reife.

      • Pflanzung

        Mirabellen bevorzugen einen durchlässigen, lockeren und humusreichen Boden mit einem pH-Wert von 6–7. Ein großzügiges Pflanzloch unterstützt die Wurzelentwicklung und erleichtert das Anwachsen. Je nach Sorte sollte zwischen ein Abstand von 3–5 m eingehalten werden.

      • Pflege

        Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen zählen eine bedarfsgerechte Düngung, regelmäßiges Mulchen und eine ausreichende Bewässerung. Ein Rückschnitt nach der Ernte sowie ein gelegentlicher Auslichtungsschnitt der Krone fördern zudem die Fruchtqualität.

      • Winterschutz

        Mirabellenbäume sind winterhart und vertragen Temperaturen von bis zu –20 °C. Junge Bäume freuen sich in den ersten Jahren jedoch über einen zusätzlichen Schutz durch Vlies, Jutesäcke, Laub oder Mulch. Dies schützt insbesondere vor Frostschäden und Frostrissen.

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        Gut zu wissen: Zwar sind viele Mirabellensorten selbstfruchtbar, geeignete Begleiter wie Pflaumen- oder Zwetschenbäume, aber auch Lavendel oder Ringelblumen können den Fruchtansatz jedoch zusätzlich fördern.

        Blüte & Ernte

        Die Blütezeit der Mirabelle erstreckt sich von März bis Mai. Sobald sich die kleinen Blüten öffnen, bilden sie Dolden. Mirabellen sind meist selbstfruchtbar, profitieren jedoch von einer Fremdbestäubung durch andere Mirabellen-, Pflaumen- oder Zwetschgensorten, die den Fruchtansatz zusätzlich fördern kann. Bestäubt werden die Blüten vor allem von Bienen, Hummeln und anderen Insekten. Ein bienenfreundlicher Garten mit vielen Blühpflanzen unterstützt daher eine reiche Ernte.

        Je nach Sorte beginnt die Erntezeit ab Juli. Reife Früchte lassen sich leicht vom Stiel lösen und können direkt verzehrt oder weiterverarbeitet werden. Für die Lagerung sollten Mirabellen ungewaschen im Kühlschrank aufbewahrt werden. So bleibt die natürliche Schutzschicht auf der Frucht erhalten und die Mirabellen halten sich etwa zwei bis drei Tage.

        FAQs: Häufige Fragen zu Mirabellen – wir antworten!

        • Wann hat die Mirabelle Saison? Die Früchte sind ab ca. Juli reif, sobald sie sich einfach vom Stiel lösen lassen.
        • Was muss bei der Pflege beachtet werden? Die Mirabelle darf ab und zu gedüngt werden und freut sich auf einen Rückschnitt nach der Ernte.
        • Wieso blüht die Mirabelle nicht? Neben falscher Standortwahl, mangelender Nährstoffzufuhr, zu starkem Rückschnitt oder Schädlingsbefall kann auch schlichtweg das zu junge Alter des Mirabellenbaumes für das Ausbleiben der Blüte sorgen. Junge Bäume brauchen teilweise bis zu 5 Jahren, um das erste Mal zu blühen. 
        • Wie wird ein Mirabellenbaum überwintert? Nutzen Sie die klassischen Schutzmaßnahmen wie Vlies, Jutesäcke oder Weißanstrich, um die Bäume gut durch den Winter zu bringen.
        • Welche Krankheiten und Schädlinge können einen Mirabellenbaum befallen? Zu den häufigsten Schädlingen gehören Blattläuse und Pflaumenwickler. Bei den Krankheiten treten vor allem die Monilia-Spitzendürre (Pilzbefall) sowie die Schrotschusskrankeit (Flecken auf den Blättern) auf. Passende Begleitpflanzen, natürliche Nützlinge oder Pflanzenjauchen stärken den Baum und machen ihn weniger anfällig.

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