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Gewächshaus bepflanzen: Saisonale Tipps, Planung & Equipment

Gewächshaus bepflanzen: Saisonale Tipps, Planung & Equipment

Ein eigenes Gewächshaus im Garten eröffnet völlig neue Möglichkeiten: Unter Glas lassen sich die üblichen Grenzen der Saison überwinden und die Vegetationszeit deutlich verlängern. Entdecken Sie die Geheimnisse einer erfolgreichen Bepflanzung und einer reichen Ernte. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Autorin: Cornelia Förster

Alles beginnt mit einem Pflanzplan

Pflanzpläne geben eine gute Übersicht und Unterstützung bei der Ganzjahresplanung. Notizen der letzten Jahre können eine wichtige Planungshilfe für das aktuelle Gewächshausjahr sein. Bevor Sie mit der Bepflanzung Ihrer Anbauoase loslegen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Was möchten Sie anbauen?
  • Möchten Sie selbst aussäen oder Jungpflanzen zukaufen?
  • Wie viele Pflanzen passen bei ausreichendem Pflanzabstand in Ihr Gewächshaus?
  • Planen Sie eine ganzjährige Kultivierung, die Nutzung als Kalthaus, Beheizung oder gar einen Wintergarten?


Die gute Nachricht: Ein Gewächshaus lässt sich nicht nur im Frühling, Sommer und Herbst bepflanzen – auch im Winter bereichert es den Gartenalltag. Unser Aussaat-, Bepflanzungs- und Erntekalender gibt wertvolle Anhaltspunkte.

 

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Tipp: Wenn Sie bei der Anbauplanung die Mischkultur und den Fruchtfolgewechsel beachten, können Sie die Pflanzengesundheit unterstützen wie auch den Ernteerfolg erhöhen. Auch der Boden wird geschont. Denn Starkzehrer wie Tomaten, Gurken und weitere entziehen ordentlich Nährstoffe. Nähere Infos finden Sie in unserem Ratgeber Mischkultur.

Vorteile der einzelnen Gewächshäuser

Gewächshäuser bieten Ihnen die Möglichkeit, das ganze Jahr über Gemüse, Kräuter und Obst anzubauen – oder sie anderweitig zu nutzen, zum Beispiel als Winterquartier. Sie können sowohl als Kalthaus als auch als beheiztes Gewächshaus betrieben werden. 

Damit Sie optimale Erträge erzielen, sollte die Bepflanzung an Saison, vorherrschende Temperaturen, regionale Gegebenheiten und die Größe des Gewächshauses angepasst werden.

    Anbau im Frühjahr – schnell zu frischen Vitaminen

    Die Gewächshauskultur im Frühjahr bietet die ideale Gelegenheit, den Pflanzenanbau bereits bei noch kalten und wechselhaften Temperaturen zu starten. Im geschützten Raum lassen sich die Temperaturen besser kontrollieren, sodass die Saison deutlich früher beginnt als im Freiland.

    Kälteresistente Pflanzen wie Blattsalate, Spinat und Radieschen können je nach Witterung bereits ab Ende Februar oder Anfang März gesät werden. Gleichzeitig eignet sich das Gewächshaus hervorragend für die Voranzucht von Kartoffeln.

    Wurde im Herbst weder Kompost noch abgelagerter Stallmist eingearbeitet, empfiehlt es sich, vor der Aussaat einen organischen Dünger einzuarbeiten, um den Boden optimal vorzubereiten.

    Ab April können Sie das Gewächshaus mit Jungpflanzen bepflanzen, die zuvor auf dem Fensterbrett vorgezogen wurden, zum Beispiel Gurken, Tomaten, Paprika oder Auberginen. Nach den Eisheiligen im Mai können wärmeliebende Gemüsearten im Gewächshaus verbleiben oder ins Freiland umgesetzt werden.

    Gewächshauskultur im Frühjahr macht Spaß

    Schon früh lässt sich im Häuschen anziehen, was das Herz begehrt

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    Gewächshauskultur im Sommer

    Die Sommerkultur von Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Chilis oder Salaten bietet zahlreiche Vorteile, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Während der Sommermonate können die Temperaturen im Gewächshaus stark ansteigen. Eine effektive Belüftung ist entscheidend, um Hitzestress bei den Pflanzen zu vermeiden.

    Eine Beschattung kann zusätzlich sinnvoll sein – insbesondere bei klarem Sicherheitsglas –, um übermäßige Sonneneinstrahlung zu reduzieren und die Temperaturen im Gewächshaus zu regulieren. Mit steigenden Temperaturen steigt auch der Wasserbedarf der Pflanzen. Tropfbewässerungssysteme oder automatische Bewässerungssysteme können unterstützen.

    Der Sommer ist oft die Hochsaison für die Ernte im Gewächshaus. Regelmäßiges Ernten schafft Platz für neue Pflanzen und fördert die Bildung weiterer Früchte. Für kontinuierlichen Vitaminnachschub können nun Nachsaaten oder Nachpflanzungen vorgenommen werden. Lückenfüller wie Basilikum, Petersilie & Co. finden nun ihren Platz zwischen den Hauptkulturen.

    Kräuterspaß im herrlichen Sommermood

    Bereichern Sie Ihre Sommerküche mit zusätzlichen Vitaminen

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    Gut zu wissen: Treiben die Pflanzen oder haben Sie die Pflanzen frisch gesetzt, empfiehlt es sich, Hornmehl einzuarbeiten. Mit der Blüte starten die Gaben eines z. B. Flüssigdüngers, um die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen. In unserem Ratgeber "Düngung" erfahren Sie mehr. 

    Ideale Bepflanzung auch im Herbst

    Zu Beginn des Herbstes stehen im Gewächshaus noch die Hauptkulturen. Neben Blatt- und Wurzelgemüse fühlen sich auch Kräuter, Salate und bereits vorgezogene Setzlinge des Wintergemüses wohl.

    Ab Anfang September lassen sich zum Beispiel Endivien, Winterportulak oder Radieschen vorziehen. Direktsaaten von Mangold oder Roter Bete sind ab Oktober möglich. Besonders interessant sind Kulturen wie Feldsalat oder Spinat: Sie lassen sich in zwei Durchgängen anbauen und liefern so zum Wintereinbruch oder im Frühjahr frisches Grün aus dem Gewächshaus.

    Eine Herbstbepflanzung bringt nicht nur vitaminreiche Kost in die kalte Jahreszeit, sondern fördert auch das Bodenleben. Sie verhindert das Austrocknen des Substrats über den Winter und verbessert insgesamt Bodenstruktur und Humusgehalt. Im Herbst ist eine zusätzliche Düngung im Gewächshaus in der Regel nicht notwendig.

    In den letzten Monaten des Jahres schwanken Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtintensität stark, während die Tageslichtdauer abnimmt. Stoffwechsel und Wachstum der Pflanzen verlangsamen sich, und der Wasserbedarf sinkt – passen Sie die Bewässerung entsprechend an.

    Eine gute Belüftung bleibt wichtig, um Überhitzung an sonnigen Tagen zu vermeiden. Mit den ersten Frösten sollten Vlieseandere Schutzmaßnahmen oder eine Heizung zum Einsatz kommen.

    Zum Gemüse

    Nutzung des Gewächshauses im Winter

    Die Winterkultur im Gewächshaus bringt besondere Herausforderungen mit sich. Geeignet sind vor allem winterharte Pflanzen, die niedrige Temperaturen gut vertragen, wie Grünkohl, Feldsalat, winterharte Kräuter oder Wurzelgemüse. Wie auch im Herbst werden die Kulturen nicht mehr gedüngt. Allerdings können zur Nährstoffauffüllung Ende des Winters Pferdemist, Kompost oder auch Bokashi eingearbeitet werden.

    Isolationsmaterialien wie Luftpolsterfolien oder spezielle Gewächshausisolierungen unterstützen den Anbau. In Regionen mit kurzen Wintertagen kann künstliche Beleuchtung zusätzlich Licht liefern. Beim Gießen gilt: Weniger ist mehr, um Staunässe zu vermeiden. Eine effektive Belüftung bleibt wichtig, um Feuchtigkeit abzuleiten und Kondensation zu verhindern.

    Liegt Schnee auf dem Gewächshausdach, blockiert er das Licht. Entfernen Sie ihn regelmäßig, um ausreichend Sonnenlicht zu gewährleisten und Schneebruch zu vermeiden. Wird das Gewächshaus im Winter nicht bepflanzt, eignet sich die Zeit ideal für Reinigung, Reparaturen und die Vorbereitung des Bodens.

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    Prasixtipp: Mit der Aussaat einer Gründüngung können die Wintermonate ebenfalls optimal genutzt werden. Mit ihr lässt sich der Humusvorrat im Boden aufbessern und die Bodenfruchtbarkeit erhalten.

    Organisation im Gewächshaus

    Mit diesen einfachen Tipps lässt sich die Fläche Ihres Gewächshauses besonders effizient nutzen:
     

    • Verwenden Sie Töpfe oder Hochbeete, um den Raum besser zu organisieren.
    • Ampeln für Erdbeeren oder Kräuter schaffen zusätzliche Raumebenen.
    • Nutzen Sie Gitter oder Rankhilfen, um kletternde Pflanzen wie Gurken oder Bohnen zu unterstützen. 
    • Schaffen Sie einen Bereich für Töpfe, Werkzeuge und andere Gartenutensilien.
    • Ermöglichen Sie leicht zugängliche Arbeitsflächen für das Umtopfen oder Pflegen der Pflanzen.

    Hilfreiches Equipment für den Anbau

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