
Sonnenhut: Rudbeckia und Echinacea im Duett
Rudbeckia- und Echinacea-Arten werden umgangssprachlich als Sonnenhut bezeichnet. Mit ihren intensiven Farben ziehen sie Bienen und andere Insekten an und begeistern sowohl im Beet als auch in Pflanzgefäßen mit ihrer prachtvollen Blüte.
Autorin: Cornelia Förster
Wissenswertes – Herkunft & mehr
Die beiden Gattungen des Sonnenhuts – Rudbeckia und Echinacea – wurden ursprünglich zur Gattung Rudbeckia gezählt. Botanisch gesehen sind der Gelbe bzw. Gewöhnliche Sonnenhut (Rudbeckia) und der Scheinsonnenhut, auch Prärie-Igelkopf oder Purpursonnenhut genannt (Echinacea), jedoch nicht wirklich verwandt. Durch ihre ähnliche Erscheinung tragen sie jedoch denselben Namen ‚Sonnenhut‘ und gehören beide zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Möchten Sie die beiden Kandidaten auseinanderhalten, können Sie den Zweien über das Blütenköpfchen streicheln. Die Mitte der Echinacea ist vergleichsweise zur Rudbeckia mit stacheligen Streublättern besetzt und pikst.
Welcher Sonnenhut darf es sein?
Rudbeckia im Überblick
Die Gattung der Rudbeckien umfasst über 20 Arten, von denen die meisten ein- bis zweijährig sind. Besonders bekannt ist der leuchtende Sonnenhut Rudbeckia fulgida 'Goldsturm', doch auch einjährige Arten wie Rudbeckia hirta überzeugen mit ihren strahlend gelben Blüten und bringen Farbe in Rabatten, Staudenbeete sowie auf Terrasse und Balkon.
Ein Highlight der Rudbeckien ist ihre lange Blütezeit: Von Juli bis September präsentieren sie ihre margeritenähnlichen Strahlenblüten, die je nach Sorte bis zu 7 cm groß werden. Die Farbpalette reicht von hellem Gelb über warme Goldtöne bis hin zu kräftigem Feuerrot und Orangerot.
Auch die Sonnenbraut (Helenium) weist eine große Ähnlichkeit zu der Rudbeckia auf. Sie bringt mit ihren 40-Arten ebenfalls Farbe ins Spätsommer-Beet im Garten. Die Farbpalette der klassischen Gartenstaude umfasst rotbraune oder goldgelbe Blüten.
Echinacea im Überblick
Vor einigen Jahrzehnten fand der Scheinsonnenhut seinen Weg in unsere Gärten. Besonders bekannt ist der pinkfarbene Echinacea purpurea, der nicht nur als Zierpflanze, sondern auch als Heilpflanze geschätzt wird. Ob wegen der zugeschriebenen Heilkraft oder wegen seiner markanten, igeligen Blüten – die Staude überzeugt in jedem Fall. Wer Abwechslung im Beet sucht, findet Echinacea zudem in attraktiven Farbvarianten wie Weiß, Gelb oder Orange.
Mit Wuchshöhen zwischen 50 und 100 cm passt der Scheinsonnenhut je nach Sorte ideal in fast jede sonnige Pflanzung.
Aussaat und Anzucht des Sonnenhuts
Sonnenhüte können ab Februar aus Samen vorgezogen und ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt werden. Alternativ ist ab April auch eine Direktsaat möglich, um Beete mit Rudbeckien und Echinaceen zu bereichern. Beide Arten sind Dunkelkeimer und benötigen eine Erdschicht von 0,5–1 cm zur Abdeckung.
Nach etwa 2–3 Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge. Manche Sorten brauchen zusätzlich einen Kältereiz, um ihre Keimruhe zu durchbrechen – entsprechende Hinweise finden sich auf der Saatgutpackung. Im Herbst können die Stauden erstmals geteilt werden.
Beste Pflege für Sonnenhüte
Sonnenhüte sind pflegeleicht und unkompliziert. Mit ein paar einfachen Pflegetipps fühlen sie sich wohl und belohnen ihre Besitzer mit einer üppigen Blüte.
Standort: Beide Gattungen gedeihen besonders gut an sonnigen Standorten im Garten, auf Terrasse oder Balkon. Rudbeckien kommen zudem mit Halbschatten zurecht, bei zu viel Schatten nimmt jedoch ihre Blühfreude ab. Ein nährstoffreicher, humoser und durchlässiger Boden sorgt dafür, dass die Pflanzen zu einem echten Highlight werden.
Gießen: Möchten Sie eine lange und üppige Blühzeit des Sonnenhutes fördern, darf regelmäßig bewässert werden. Staunässe ist hingegen zu vermeiden. Gelegentliche Trockenphasen überstehen Rudbeckia und Echinacea normalerweise gut.
Düngen: Optimal ist eine 2-malige Düngung pro Jahr. Dafür bietet sich das Frühjahr, sprich der Austrieb und der Spätsommer an. Gut geeignet sind organische Dünger wie Hornspäne und Kompostgaben.
Schnitt: Ein Rückschnitt kann im Herbst nach der Blüte stattfinden oder im Frühjahr vor dem Austrieb. Die Stängel der Stauden können bodennah mit einer Gartenschere zurückgenommen werden.
Teilen: Sonnenhüte sollten nach dem 2. Standjahr geteilt werden. Durch das Teilen wird eine Verjüngung des Horstes erzielt und neue Wurzeln gebildet. So können Sie über Jahre den Blütenzauber genießen.
Gut behütet durch den Winter
Beide Sonnenhut-Arten sind winterhart und können es mit eisigen Temperaturen durchaus aufnehmen. Während sich die gepflanzte Rudbeckia und Echinacea über eine Abdeckung aus Laub oder Reisig freuen, sollten Pflanzen im Kübel einen zusätzlichen Schutz im Winter erhalten. Eine Styroporplatte unter dem frostfesten Gefäß wie auch Vlies- und Styroporummantelung haben sich bestens bewährt.
Verwendung der Rudbeckia und Echinacea
Ob im Kübel oder direkt in den Boden gepflanzt – der Sonnenhut sieht in Einzelstellung, aber auch mit passenden Begleitpflanzen wie Eisenkraut, Astern oder Fetthenne traumhaft aus. Als sommerliches Blühwunder weiß er zu strahlen und lässt sich dabei hervorragend mit anderen Pflanzen kombinieren. Aber auch als Schnittblume in der Vase bringt der Sonnenhut Farbe in den Alltag.


















