
Clematis – Kletterkünstler im Garten
Mit rund 300 Arten gehört die Clematis zu den beliebtesten Kletterpflanzen im Garten. An Kletterhilfen rankt sie prachtvoll empor und begeistert mit ihren Blüten. Während heimische Arten kleine Blüten tragen, bieten Zuchtformen große, ungefüllte und gefüllte Blüten in Weiß, Gelb, Rosa, Bordeaux oder Mischfarben.
Autorin: Cornelia Förster
Clematis-Arten und Sorten im Überblick
Clematis-Sorten blühen in fast allen Farben, Formen und Größen – von klein- bis großblumig, einfach oder gefüllt. So gibt es für jeden Gartenfreund die passende Pflanze. Sie punkten mit unterschiedlichen Blütezeiten: Frühblühende Clematis-Sorten wie die Clematis alpina 'Ruby' oder Clematis macropetala 'White Lady' zeigen Farbe von April–Juni. Mittelfrüh blühende Clematis-Sorten wie 'Asao', 'Nelly Moser' oder 'Wada's Primerose' von Mai bis Juni. Spätblühende Clematis-Sorten wie die Clematis viticella 'Etoile Violette' oder Clematis x fargesioides 'Paul Farges' bringen von Juli bis Oktober Farbe in den Garten.
Das Gute – sowohl für den kleinen oder großen Garten, für die Terrasse wie auch den Balkon gibt es schwachwüchsigere Arten, die 2 m erreichen und starkwüchsige Varianten, die 6 m und mehr ranken.
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Der perfekte Standort und Boden für die Clematis
Die Waldrandbewohner fühlen sich im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon wohl, besonders an Zäunen, Pergolen oder Mauern. Während die Wurzeln gerne schattig stehen, lieben die oberirdischen Pflanzenteile ausreichend Sonne.
Ein halbschattiger Standort mit humosem und lockerem Boden fördert üppigen Wuchs. Idealerweise liegt der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,0. Staunässe vermeiden, schwere Lehm- oder Tonböden mit Sand oder Kies auflockern. Trockene, sandige Erde kann mit Kompost, Lauberde, Torf oder Rindenhumus verbessert werden; bei zu saurem Boden hilft Gesteinsmehl.
Beim Pflanzen einer Clematis – ob im Garten oder Kübel – auf die Pflanzhöhe achten: Der Stängelansatz sollte mindestens eine Handbreit unter der Erde liegen, um der Welkekrankheit vorzubeugen. Das frostfeste Gefäß sollte 25–30 Liter fassen, damit die Wurzeln genügend Platz haben.
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Pflegen nach der Pflanzung
An sich ist die Clematis eher unkompliziert und gut zu haben. Staunässe und absolute Trockenheit mögen die Pflanzen überhaupt nicht. Sie haben es gerne feucht und freuen sich über fortlaufende Düngung ab dem zweiten Standjahr im Frühjahr. Zwei weitere Düngungen (Sommer und Herbst) nimmt die Clematis bei Bedarf gerne auf.
Werden die Wünsche der Kletterpflanze berücksichtigt, erfreut sie langjährig mit Kletterwuchs und Blütenrausch.
Schnittmaßnahmen für gesunde Pflanzen
Je nach Clematis-Art muss regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die Blühwilligkeit zu erhalten. Tatsächlich werden die Clematis-Arten in drei Schnittgruppen eingeteilt. Frühblühende Sorten, zweimal blühende Sorten und großblumige Hybriden, die einmal blühen.
Frühblühende Clematis schneiden: Arten wie Clematis alpina und Clematis montana bilden ihre Blütenknospen bereits im Vorjahr. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig. Geschnitten wird nur bei abnehmender Blühkraft oder unkontrolliertem Wuchs – am besten direkt nach der Blüte Ende Mai.
Zweimal blühende Clematis-Sorten und Großblumige Hybriden schneiden: An einem frostfreien Tag im November oder Dezember die Pflanzen 30–50 cm über dem Boden zurückschneiden. Im nächsten Jahr treiben sie frisch aus und bieten Frühlings- und teilweise Sommerblüte.
Winterschutz für kalte Temperaturen
Rücken die Wintermonate näher, darf der Winterschutz hervorgeholt werden. Winterharte Clematispflanzen überwintern im Freien. Wächst die Clematis im Pflanzgefäß, darf sie im Winter z. B. ihren Platz unter einem geschützten Vordach oder vor einer Hauswand finden. Unter den Kübel kann eine Kokosmatte oder Styroporplatte gelegt werden. Der Topf selbst wird mit Polsterfolie und Vlies eingewickelt. Die oberste Erdschicht kann dick aufgemulcht werden. Alternativ wandern weniger winterharte Clematis-Sorten an einen hellen, kühlen Ort zum Überwintern.
Gepflanzte Kletterer freuen sich über wärmende Unterstützung und nehmen Reisig- bzw. Laubabdeckungen und Mulchschichten gerne an.
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Passende Nachbarn für die Clematis
Ob im Kübel oder direkt in den Boden gepflanzt – die Clematis-Arten freuen sich über Gesellschaft. Sie passen hervorragend zu Ziergehölzen, als Kübelpflanze, in Vorgärten, in kleine Gärten oder die Terrasse. Passende Begleitpflanzen können den Fuß beschatten und die Kletterpflanzen perfekt in Szene setzen.
Das natürliche Wuchsbild nachempfinden können Sie, indem Sie die Clematis an den Fuß eines Baumes pflanzen. Dann wachsen die herrlichen Kletterer hoch in die Krone, schmücken den Stamm und ergeben ein harmonisches Gesamtbild.
FAQs: Häufige Fragen zur Clematis – wir antworten!
- Wann ist der beste Zeitpunkt zum Pflanzen einer Clematis? Am besten im Frühjahr oder Herbst pflanzen. Der Wurzelansatz sollte mindestens eine Handbreite unter der Erde liegen.
- Wie pflege ich meine Clematis richtig? Clematis gedeihen gut, wenn sie regelmäßig gegossen werden und die Wurzeln mit Mulch geschützt sind. Ab und zu freut sich die Pflanze über Dünger. Empfindliche Sorten sollten im Winter vor Frost geschützt werden. Nach der Blüte können Sie die Pflanze bei Bedarf zurückschneiden.
- Wo ist der ideale Standort? Clematis fühlen sich an einem hellen Standort wohl, sollten aber nicht der direkten Mittagssonne ausgesetzt sein. Die Wurzeln mögen es lieber schattig. Besonders gut gedeihen sie an Zäunen, Pergolen oder Mauern, an denen sie hochklettern können.
- Wie schneide ich Clematis? Frühblühende Arten: nur nach der Blüte schneiden. Zweimal blühende und großblumige Hybriden: im November/Dezember 30–50 cm über dem Boden zurückschneiden.
- Kann ich Clematis im Kübel halten? Ja, Kübel mit mindestens 25–30 Litern Fassungsvermögen eignen sich gut, besonders für Hybriden.











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