Der richtige Erntezeitpunkt ist
entscheidend für die Qualität der Blüten. Cannabis sollte geerntet werden, wenn etwa
70–80 % der Blütenhaare (Pistillen) von Weiß zu Braun gewechselt haben. Ein genauerer Blick mit einer Lupe auf die Trichome – die kleinen Harzkristalle auf den Blüten – gibt weiteren Aufschluss. Wenn die Trichome milchig-weiß sind und vereinzelt bernsteinfarbene Verfärbungen aufweisen, ist der optimale Zeitpunkt gekommen.
Nach der Ernte beginnt der
Trocknungsprozess, der für die Qualität des Endprodukts essenziell ist. Die frisch geschnittenen Pflanzen oder einzelnen Blüten sollten an einem
dunklen, gut belüfteten Ort bei einer Temperatur von etwa
18–22 °C aufgehängt oder auf einem Gitter ausgebreitet werden. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 50–60 % liegen, um eine
gleichmäßige und langsame Trocknung zu gewährleisten. Dieser Prozess dauert in der Regel
10–14 Tage. Zu schnelles Trocknen kann zu einem unangenehmen Geschmack führen, während zu hohe Feuchtigkeit Schimmel begünstigt.
Nach der Trocknung folgt das sogenannte
Curing, eine Reifephase, die das Aroma und die Wirkung verbessert. Dazu werden die Blüten in
luftdicht verschließbare Gläser gefüllt und für mindestens
zwei bis vier Wochen gelagert. Während dieser Zeit sollten die Gläser täglich für einige Minuten geöffnet werden, um überschüssige Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Durch diesen Prozess wird der Chlorophyll-Abbau optimiert, was zu einem
milderen Geschmack und
intensiveren Terpenprofil führt.
Mit Geduld und der richtigen Nachbehandlung kann so ein hochwertiges, aromatisches Endprodukt erzielt werden.