
Palmen – Holen Sie sich den Sommer ins Haus
Palmen gelten als Inbegriff tropischer Pflanzen und bringen Farbe und sommerliche Stimmung ins Haus. Egal wo man auf die Exoten trifft, sie versprühen ein Gefühl von Wärme und Natürlichkeit und sorgen für Urlaubsstimmung bei Ihnen Zuhause.
Autorin: Kathrin Knechtel
Woher kommen die beliebten Palmengewächse?
Palmen haben sich inzwischen auf allen Kontinenten verbreitet und verschönern mit ihrem exotischen Aussehen Gärten und Wohnzimmer. Ursprünglich stammen sie jedoch aus den Tropen und Subtropen – in Ländern wie China, Marokko, Mexiko, Spanien oder Griechenland gedeihen sie bei konstant mildem Klima in ihrer ganzen Pracht. Glücklicherweise haben sich viele Arten an das heimische Klima angepasst und lassen sich auch hierzulande gut halten.
Der richtige Platz für Palmengewächse
Welche Palme Sie wählen, bestimmt, welcher Standort am besten geeignet ist – denn jede Art hat ihre eigenen Ansprüche an Licht und Temperatur.
Zimmerpalmen sind robust und pflegeleicht, gedeihen aber am besten an einem geschützten Standort mit feuchtwarmen Temperaturen von 15–22 °C. Zugluft, offene Plätze an Fenstern oder Temperaturen unter 14 °C werden von den meisten Arten nicht gut vertragen.
Auch die Lichtverhältnisse hängen von der Art ab: Einige Palmen benötigen mehrere Stunden Sonne pro Tag und fühlen sich im Wintergarten oder vor einer Fensterfront wohl. Andere wachsen bevorzugt im Halbschatten und sollten nicht direkt vor der Sonne stehen.
So kriegen Sie die Palmen durch den Winter
Ob eine Palme auch im Winter auf der Terrasse oder im Garten stehen bleiben und wachsen kann, hängt davon ab, ob es sich um eine winterharte Palme handelt. Spezielle Palmengewächse sind nämlich resistent gegen Frost und halten auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt stand. Alle anderen, nicht winterharten Palmen müssen schon in den frühen Herbstwochen in die schützenden Wohnräume gebracht werden.
Optimal ist eine Überwinterung bei einer Temperatur von ca. 5 °C. Die Palmengewächse benötigen dabei weniger Licht als üblich. Auch im Winter kann nicht ganz auf Pflegemaßnahmen verzichtet werden, so sollten Sie Ihre Palme gelegentlich gießen, die Luftfeuchtigkeit überprüfen und die Pflanze auf Schädlinge kontrollieren.
Winterharte Arten für Garten, Terrasse und Co.
Obwohl die meisten Palmen viel Wärme zum Gedeihen brauchen, muss auf die Exoten im Garten nicht verzichtet werden. An einem vor Regen und Wind geschützten warmen Standort, beispielsweise vor einer nach Süden ausgerichteten Hausmauer, fühlen sich die Pflanzen auch in unseren Breitengraden wohl. Die robusten Palmen können in Kübeln den Balkon oder die Terrasse schmücken, aber auch ausgepflanzt im Garten zum Hingucker werden.
Der beste Pflanzzeitpunkt für winterharte Palmen ist von Mai bis Juni. Hier eingesetzt bleibt den Tropenpflanzen nämlich noch genügend Zeit, sich vor dem ersten Winter an ihren neuen Standort zu gewöhnen. Aufgepasst: Palmen mögen keine nassen Füße, vermeiden Sie deshalb mit Hilfe einer Drainageschicht aus Kies Staunässe.
Winterschutz für Outdoor-Palmen
Auch wenn winterharte Palmen in den kalten Monaten draußen bleiben können, empfehlen wir, für ausreichenden Winterschutz zu sorgen:
- Wählen Sie einen Platz in der Nähe des Hauses, an dem die Palme vor Wetterbedingungen geschützt ist.
- Binden Sie die Palmenwedel mit einem Seil locker zusammen oder stopfen Sie trockenes Stroh zwischen die Blätter.
- Schützen Sie Stamm und Blätter der Pflanze bei stärkeren Wintern mit einem Jutesack.
- Decken Sie den Boden mit Rindenmulch, Teichvlies oder Stroh ab.
- Umwickeln Sie Blätter, Stamm und Pflanzkübel mit einem luftdurchlässigen Vlies.
FAQs: Häufige Fragen zu Palmen – wir antworten!
- Können Palmen Blüten und Früchte bilden? Ja, viele Palmenarten blühen auch im Kübel oder Zimmer. Fruchtbildung ist in Mitteleuropa allerdings selten.
- Kann man Palmen in Hydrokultur halten? Einige Arten wie die Kentia-Palme oder Areca-Palme eignen sich gut für Hydrokultur, wenn sie langsam daran gewöhnt werden.
- Welche Palme eignet sich für kleine Räume? Die Bergpalme bleibt kompakt und eignet sich gut für Wohnungen oder Büros mit wenig Platz.
- Kann man Palmen als Sichtschutz nutzen? Größere Arten wie die Areca-Palmen eignen sich im Zimmer. Im Garten können Hanfpalmen eine mediterrane Atmosphäre schaffen, sind aber weniger dicht.











